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Privates Blog von Roland Kübert

10. Oscheffer TSG-Lauf 2017 oder wenn 10 km nicht genug sind

Exakt einen Monat nach dem Honischlauf in Niedernberg stand mit dem Oscheffer TSG-Lauf für mich der vorerst letzte 10 km-Lauf an: in der nachfolgenden Woche begann der Trainingsplan für den Chicago-Marathon, der nur ein 10 km-Rennen vorsieht, das ich aber aus Gründen nur als Solo-Rennen laufen kann. Der Plan hat auch zur Folge dass ich den Alstadtfestlauf Babenhausen und den Landkreislauftag Miltenberg wegen des Great North Run in Newcastle sausen lasse, wenn der Churfranken-Trailrun statt findet laufe ich den letzten 35 km-Trainingslauf und beim Kuckuckslauf Königshofen bin ich dann in Chicago unterwegs. Maximal also noch ein Cordenka-Lauf, der letzte Wertungslauf, Sunbed in Kleinostheim, am 22. Oktober. Insofern war Mainaschaff natürlich eh ein Pflichttermin, wobei ich die nette Atmosphäre in Mainaschaff sowieso schätze.

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Projekt 52.2017.10: Simon Beckett – Tiere

Eine Zeit lang hatte ich relativ viel von Simon Beckett gelesen, Tiere war das letzte Buch, das ich angefangen hatte. Richtig angesprochen hat es mich nicht, also legte ich es erst mal eine ganze Weile zur Seite, aber unerledigt lassen wollte ich es dann auch nicht, also weiter im Text. Meiner Ansicht nach eines der schwächeren Bücher von Beckett, auch wenn man die David-Hunter-Reihe außen vor lässt. Das Ende fand ich ziemlich enttäuschend, hier hatte ich auf etwas größeres gewartet. Alles in allem lesbar, aber kein Muss.

15. Honischlauf 2017 oder der anämische Hitzelauf

Montags Blut spenden, Freitags abends 10km-Rennen, eine eher mäßige geschickte Kombination, aber was will man machen. Blut spenden wollte ich unbedingt, weil ich dann im Marathon-Trainingsplan für Chicago wieder eher davor zurück schrecke, also war das nach dem Trainingsplan für den Würzburg-Halbmarathon die einzige Möglichkeit. Dass ich davor eine eher lockere Phase hatte was das Laufen angeht, inklusive anstrengender Frankreich-Rückfahrt inklusive nachfolgender Hochzeit, trug dann natürlich nicht zu großer Laufform bei. Ist aber natürlich nicht so schlimm, man muss ja nicht jedes Rennen Vollgas laufen – eigentlich. 😉 In der Tat war es so, dass ich während der Woche fest stellte, dass bei den heißen Temperaturen schon ein Kilometer auf Renntempo unglaublich anstrengend ist, der gute Vorsatz war dann, wenn überhaupt rennen, dann eher gemäßigt. Da ich nicht vorangemeldet war spielte ich auch mit dem Gedanken, überhaupt nicht zu laufen, da hätte ich mich aber dann doch nur geärgert und so meldete ich mich dann, nachdem ich mit Jörg nach Niedernberg gefahren war, doch noch nach.

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Projekt 52.2017.08: Leo Perutz – Der schwedische Reiter. SZ-Bibliothek Band 99

Selten war der Gegensatz an Lesespaß zwischen zwei Büchern so groß wie zwischen Leo Perutz Der schwedische Reiter und Ingeborg Bachmanns Malina. Hat mich letzteres über Wochen gequält, so verschlang ich ersteres in wenigen Tagen.

Bevor ich mich hier zu einer mäßigen Beschreibung des Inhalts quäle, die mich viel Zeit kostet und dem geneigten Leser wenig Erbauliches bietet, hier kurz die Inhaltsangabe von de.wikipedia.org:

Er handelt von einer Verwechslungsgeschichte, angesiedelt im Schlesien zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Der Vorbericht des Buches erwähnt auf wenigen Seiten das Leben einer Maria Christine von Blohme, die einen Vater hatte, den sie nur „den schwedischen Reiter“ nennt. Er fiel, als sie noch ein Kind war, offiziell als hochdekorierter Soldat im Heer des Schwedenkönigs Karl XII. 1709 in der Schlacht bei Poltawa. Tatsächlich aber hatte er sie, aus für sie unbekannten Gründen, in den letzten Monaten seines Lebens immer nachts heimlich besucht. Warum das so war, und wie die Dinge zusammenhingen, blieben ihr aber auf immer verborgen. Der Vorbericht endet mit den Worten: „Die Geschichte des ‚schwedischen Reiters‘ soll nun erzählt werden. Es ist die Geschichte zweier Männer.“

In den folgenden vier Kapiteln „Der Dieb“, „Der Gottesräuber“, „Der schwedische Reiter“, „Der Namenlose“, wird das Leben dieser beiden Männer dargestellt – das eine sehr ausführlich, das andere knapp umrissen.

Leo Perutz‘ Roman spielt in der Zeit des ausgehenden Barock. Die Welt zeigt noch die Narben des Dreißigjährigen Krieges, die Sitten sind rau. Die Sprache passt sich dieser Zeit an, ist gespickt von saloppen Wendungen, alten Worten und französischen Einsprengseln. Sie eröffnen ein Panorama, auf dessen Hintergrund sich die Figuren entwickeln. Neben den realen Personen behalten Zaubersprüche ihre Gültigkeit, ein toter Müller tritt auf als Mittler zwischen Himmel und Hölle, und in der Mitte des Buches hat der Protagonist die Vision eines himmlischen Gerichts.

Gerade die saloppe, der Zeit angepasst Sprache, hat mich sehr amüsiert, davon abgesehen ist die Handlung auch vom Anfang bis zum Ende durchgehend spannend, schon alleine deshalb weil man auf die Auflösung des Prologs hofft. Das Buch hätte für mich den Abschlussplatz 100 in der SZ-Bibliothek eher verdient als das Lob der Stiefmutter, aber das ist sicherlich Geschmacksache. Uneingeschränkt empfehlenswert jedenfalls, Leo Perutz wird für weitere Lektüre vorgemerkt.

12. Römerlauf Obernburg 2017 oder It’s getting hot out there

Die Pflicht war mit dem Halbmarathon beim Würzburg-Marathon erst mal erledigt, eine Woche später folgte nicht die Kür sondern eine schöne Quälerei beim Römerlauf Obernburg. Die erste Post-Trainingsplanwoche ging problemlos vorbei und es wäre vielleicht auch etwas mehr Vorfreude auf das Rennen aufgekommen, immerhin war es für mich mal wieder ein neues Rennen. Das erste Mal bei richtiger Hitze laufen und dann gleich noch ein Rennen sprach mich aber logischerweise nicht so an.

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Projekt 52.2017.09: Mario Vargas Llosa – Lob der Stiefmutter. SZ-Bibliothek Band 100

Potzdonner, es ist tatsächlich geschafft! Mit Mario Vargas Llosas Lob der Stiefmutter habe ich die SZ-Bibliothek jetzt endlich durch. Die SZ-Bibliothek endete, wie sie für mich vor circa dreizehn (!) Jahren begann, mit einem First: ebenso wie Milan Kunderas Unerträgliche Leichtigkeit des Seins das erste Buch seines Autors war, das ich je gelesen hatte, war auch das Lob der Stiefmutter das erste Buch des peruanischen Schriftstellers Mario Vargas Llosa für mich.

Das Buch ist ein recht kurzer, erotischer Roman, dessen Handlung sich um die Dona Lukrezia, die zweite Frau von Don Rigoberto, sowie um ihren Stiefsohn, dreht. Die Handlung wird zum Teil aus der Sicht der Stiefmutter als auch aus der Sicht des Vaters geschildert, der mit Lukrezia eine glückliche Zeit erlebt. Freude macht ihm und ihr auch der kleine Alfonso, der wahrscheinlich das Schuljahr als Klassenbester abschließen wird. Lukrezia beginnt eine naive Affäre mit Alfonso, die dieser in seiner letzten Schulaufgabe, dem „Lob der Stiefmutter“, darstellt, was dazu führt dass Rigoberto sie aus dem Haus wirft – Ende der Geschichte.

Ganz amüsant zu lesen, auch die Phantasien von Lukrezia und Rigoberto. Ich finde aber dass Leo Perutz Der schwedische Reiter ein würdigerer Abschluss der SZ-Bibliothek, Teil 2 gewesen wäre. Mehr von Mario Vargas Llosa? Schauen wir mal, begeistert hat mich das Buch nicht.

Halbmarathon beim 17. iWelt-Marathon Würzburg 2017 oder Supergroupies für die PBZ

Mit den letzten beiden Halbmarathon-Zeiten in Stuttgart und Aschaffenburg 2015 war ich nicht zufrieden, den im Trainingsplan für York vorgesehenen Halbmarathon ließ ich wegen eines England-Trips sausen, es war also mal wieder Zeit für einen HM-Wettkampf (im Training ist ja HM-Distanz und mehr eh öfter der Fall), dieses Mal das erste Mal mit Trainingsplan, um eine gute Zeit auf die Straße zu brennen und als Grundlage für das Marathon-Training für Chicago, das im Sommer beginnt.

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