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Privates Blog von Roland Kübert

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12. Gutenberg Marathon Mainz 2011 oder Pain is temporary. Quitting lasts forever.

Es ist vollbracht – am Sonntag bin ich meinen ersten Marathon gelaufen, den Gutenberg-Marathon Mainz. Los ging’s um 07:00 in AB, wo mich die liebliche Nina abholte und wir tuckerten nach Mainz Wiesbaden, wo wir im Wiesbadener Stadteil Mainz-Kastel parkten – kaum verwirrend. ;) Gegen 08:30 waren wir schon am Startblock, aber das war noch ein bisschen früh, so dass sich Nina an den Rhein setzte und ich noch eine Aufwärmrunde drehte – mit gemischten Gefühlen, denn mein rechter Oberschenkel machte sich, wie schon beim letzten Lauf am Freitag Abend, durchaus bemerkbar. Gut, was will man machen, dachte ich mir, starten geht, wenn’s nicht mehr geht, geht’s halt nicht mehr. Schnell noch die Nippel mit Leukoplast abgeklebt, in den Startblock, nochmal raus auf’s Klo und wieder rein und dann ging’s auch schon los.

Am Anfang war’s eigentlich easy, ich hielt mich schön an meinen Plan – die ersten drei Kilometer ganz easy, dann ein bisschen anziehen – und das funktionierte auch gut. Die Wasserstellen lief ich alle wie empfohlen an, war auch okay. Relativ schnell wurde mir dann klar, dass es wirklich ganz schön warm werden würde – Teile der Strecke waren in der prallen Sonne und da es erst um 09:30 los ging wurde es recht schnell unangenehm warm. Es war auch unglaublich voll, aber nur bis zur Halbmarathon-Distanz, dann bogen glaube ich 90% der Läufer ins Ziel ein – unfein, auf ein Mal war quasi nichts mehr los. Über die Theodor-Heuss-Brücke ging’s dann erst mal nach Mainz-Kastel – Stadteil von Wiesbaden, gell – und wieder zurück. Das war eigentlich der härteste Teil, weil der größte Teil davon auch wirklich direkt in der Sonne war. Nach der Brücke war’s glaube ich Kilometer 28, das wäre der Teil gewesen, wo ich das Tempo verschärfen hätte sollen. Bis dahin war ich eigentlich noch in einer Zeit wo ich unter 4h gekommen wäre, aber ich nahm dann mehr oder weniger freiwillig lieber das Tempo raus und schaute dass ich vom Puls her nicht zu hoch kam. Bis auf die letzten vielleicht 2 Kilometer, wo es wieder durch die Altstadt ging – eigentlich gut, nur das Kopfsteinpflaster war dann nochmal schlecht, vor allem da ich relativ schnell eine Blase am rechten Fuß bekommen hatten – war das letzte Drittel eigentlich eine einzige Qual. ;) Ich hatte dann einen totalen Wasserbauch, weil ich so viel trinken musste und musste fast speien, als ich mir den letzten Energieriegel einschieben wollte. Trinken ging dann aber noch mehr oder weniger, auf weitere Nahrungsaufnahme verzichtete ich. Wie gesagt, die letzten zwei Kilometer waren dann wieder besser, vor allem die Zielgerade war auch schön, da konnte ich immerhin noch ein bisschen Gas geben und so was wie einen Zielsprint laufen. Am Ende stand dann eine Zeit von 4:10:04 zu Buche – natürlich deutlich langsamer als die erhofften 3:58:00, aber auf Grund der Hitze war einfach nicht mehr drin und ich bin überhaupt froh, durchgelaufen zu sein – es haben schon sehr viele Marathonläufer abreißen lassen müssen. Irgendwie hab ich’s aber immer noch nicht so ganz kapiert. ;)

Vielen Dank auf jeden Fall an meine Chauffeurin und Ultra Nina, die mich nicht nur sicher hin- und zum Marathon beförderte, sondern auch an völlig unerwarteten Stellen an der Strecke auftauchte und mich anfeuerte – ich hab’s glaube ich schon damit ein bisschen zurück gezahlt, dass die Umstehenden so lustig reagierten, oder? :) Danke auf jeden Fall für die Unterstützung, da ich dich im Ziel nicht so lange warten lassen wollte musste ich ja durchlaufen. Danke auch an Sandra und Pete, die mich auf der Zielgeraden überraschten, auch das hat mich sehr gefreut. :)

Jetzt bin ich halt kaputt, denn mein rechter Oberschenkel tut relativ unfein weh – wahrscheinlich so ein Robben-Effekt, jetzt bin ich ein halbes Jahr außer Gefecht oder so. Das wäre natürlich blöd, weil am 20.05. schon der HVB City-Lauf und die Woche darauf der Stuttgarter Zeitung-Lauf anstehen. Und außerdem ist der nächste Marathon schon geplant: der Bodensee-Drei-Länder-Marathon am 02. Oktober. Nicht dass ich jetzt süchtig wäre, auf’s Runner’s High warte ich auch noch, aber Daniel muss ja auch noch einen Marathon laufen, den kann ich ja nicht alleine lassen. ;) Und dafür dass ich vor zwei Tagen einen Marathon gelaufen bin, könnte ich an sich schon wieder laufen gehen (vom Oberschenkel abgesehen :) ).

Was mir noch auffällt: vielleicht war auch der schnelle Lauf eine Woche vorher relativ unclever, aber was will man machen, gefühlt habe ich mich eigentlich schon gut beim Laufen. Ansonsten war der Trainingsplan eh okay und hat mich auch auf die 10km- und HM-Distanz echt nach vorne gebracht – bleibt nur zu hoffen dass ich das nächste und übernächste Woche auch zeigen kann. ;)

P.S.: Auch wenn die Überschrift ein Lance-Armstrong-Zitat ist, gedopt war ich nicht. ;)
P.P.S.: Bilder kommen die Tage.
P.P.P.S.: Die überteuerten offiziellen Finisherfotos kann man hier anschauen.

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Vorfreude

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  1. Nina

    Wink mit dem Zaunpfahl verstanden, mal sehen, ob ich da heute noch was machen kann ;)

  2. Flopsi

    Good job! Und das trotz Beer&Burger Special Vorbereitung…

  3. Running sucks! Ahahaha ….

  4. Die Schwester

    Jipiiiiiiieh, SanPete sind ja auch lobend erwähnt worden :) FREU dass du dich gefreut hast :)

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