Auftakt zu meinem persönlichen Kickers-Endspurt, bei dem ich sowohl die letzten zwei Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt II und Worms als auch das Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt II besuchen werde – kleine Entschädigung für die vielen verpassten Spiele diese Rückrunde. Frisch aus Athen zurück hieß es am Donnerstag noch ein Paper finalisieren, bevor’s am Freitag früh von AB ins Büro ging und danach auf die Waldau, wo, quasi völlig ohne Absprache, Hubert und Uli schon bei Paule waren. Schnell noch eine Rote gewichtelt und ab in den B-Block, der sich, wie das ganze Stadion, gut gefüllt präsentierte – 4.400 Zuschauer, sehr ordentlich!

Aus eigener Kraft können die Kickers den Aufstieg, der ja nach der vermasselten Hinrunde gar nicht mehr möglich schien, leider nicht mehr schaffen – Darmstadt muss noch zwei Punkte abgeben und die Kickers quasi alle restlichen Spiele gewinnen, die Marschrichtung war also klar. Die Kickers waren das deutlich engagiertere Team und hatten einige gute Chancen, Frankfurts Keeper Rössel hielt aber sehr stark. Fast schon mit dem Pausenpfiff gab’s dann Elfmeter für die Blauen, den Ivanusa souverän verwandelte. Es wäre besser gewesen, damit wäre die Partie beendet gewesen, denn in der Nachspielzeit ließ sich Kickers-Keeper Daniel Wagner dazu hinreißen, den Ball auf Sascha Wolfert zu werfen, nachdem dieser die Werbebande zusammengetreten hatte und holte sich die Rote Karte ab. Eine harte Entscheidung, schreibt doch der DFB in den Fußball-Regeln:

Vergehen durch Werfen von Gegenständen (inkl. Ball)

Wirft ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler bei laufen-
dem Spiel rücksichtslos einen Gegenstand auf einen Gegner oder eine andere
Person, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und verwarnt den betreffenden
Spieler.

Wirft ein Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselter Spieler bei laufen-
dem Spiel mit übermäßiger Härte einen Gegenstand auf einen Gegner oder eine
andere Person, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und verweist den
betreffenden Spieler wegen einer Tätlichkeit des Feldes.

Übermäßig hart war der Wurf der Flugbahn nach sicher nicht, Gelb hätte also gereicht, alleine wegen Dummheit kann man natürlich die Rote Karte auch geben – ein klassischer Bärendienst also. Auch zu zehnt spielten die Kickers in der Folge allerdings gut und erhöhten nach einem schönen Spielzug durch Gerster auf 2:0. Danach wurden sie allerdings etwas übermütig, Frankfurt verkürzte auf 2:1 und drückte, vor allem gegen Ende, noch auf den Ausgleich, es blieb aber beim verdienten Sieg. Den Frankfurtern hätte ich es auch echt nicht gegönnt, sie spielten relativ hart und unschön. Egal, Hauptsache die 3 Punkte blieben auf der Waldau. Darmstadt gewann allerdings auch, insofern bleiben sie bei noch zwei ausstehnden Spielen zwei Punkte vorne.

Für uns ging’s nach dem Spiel nochmal in die Stadt, für mich nach langer Zeit mal wieder ins Café Weiß und danach mit einem, oder auch zwei, Absacker-Weg-Despés, zurück nach Heslach.