Drittes Spiel am Wochenende nach dem England-Trip, leider konnte ich aber nicht von Anfang an dabei sein, denn vor dem Spiel hatte ich meine erste Fahrstunde für den Sportbootführerschein-See. An sich nicht wirklich ein Programm, aber die Kombination aus Ort (Neckarrems) und Zeit (bis zum Anpfiff um 14:00) bedeutete, dass ich frühestens zur Halbzeitpause aufschlagen könnte. Nach einer durchaus positiven Fahrstunde – ich hab mich doch noch an einiges vom Bodenseepatent letztes Jahr erinnert ;) – ging’s dann, ausnahmweise mal ungehetzt, auf die Waldau. Normal stresse ich mich bei sowas immer total, aber nachdem eh klar war, dass es bis zum Wiederanpfiff passt, wenn nicht was außergewöhnliches passiert, war ich relativ entspannt.

Pünktlich zur Halbzeitpause war ich dann, vom Königsträßle her kommend, bei Paule und konnte mir immerhin eine Rote wichteln, kurz danach kamen dann auch Uli und Hubert. Ich verzog mich dann pünktlich zum Wiederanpfiff in den B-Block – wenigstens einen Anpfiff wollte ich schon gerne sehen, den anderen beiden war das nicht ganz so wichtig. Bei Beginn der zweiten Halbzeit stand’s 1:0 für die Kickers – immer etwas surreal, wenn man so viel von einem Spiel verpasst, wobei mir das ja eher selten vorkommt und sich normal im Rahmen von circa 10 Minuten hält – prominenteste Ausnahme natürlich meine Lissabon-Dummbatzerei.

Mit dem zumindest gefühlt einzigen Angriff in der zweiten Halbzeit glich Kassel aus, flotter Angriff über rechts, Flanke in die Mitte, alle verpassen und am langen Pfosten kann ein Kasseler einschieben. Von da an war von Kassel außer Fouls, auf dem Boden wälzen und mauern nichts mehr zu sehen, die Kickers fanden allerdings kein Mittel zum Tor. Besonders unsympathisch hervor tat sich der Kasseler Trainer, den hätte ich als Schiedsrichter sicherlich nicht nur ermahnt, aber er durfte weiter an der Auslinie rumhampeln. Als die Verzweiflung im Block schon um sich griff, stand doch das vierte Unentschieden in Folge an, hatten im mittlerweile zur Regenschlacht mutierten Spiel die Kickers dann doch noch das bessere Ende für sich, als der letzte Ball im Spiel aus dem Gedränge raus irgendwie noch den Weg ins Tor fand – Torschütze Enzo Marchese, der ist mittlerweile ein richtiger Goalgetter. :) Der Jubel und die Erleichterung kannten natürlich keine Grenzen, am Ende des Tages spielten uns noch Schaspach und Eintracht II in die Karten, denn die beiden trennten sich Unentschieden, die Kickers also wieder drei Punkte vorne.

Weniger fein als der Tagesauftakt verlief dann der Rest vom Tag, denn für mich ging’s nach dem Spiel erstmal ins Büro, ein bisschen dissertieren – was will man machen, wenn man daheim halt kein Internet hat…

Haupttribüne im Regen

Jubel nach dem Abpfiff vor dem B-Block I

Jubel nach dem Abpfiff vor dem B-Block II, SVK-KSV