Sonntag um 09:00 war Treffpunkt bei Pierre im Stuttgarter Osten und ohne weitere Verzögerung machten sich Florence, Pierre und ich bei leider noch nicht sonderlich schönem Wetter auf zum Radel-Thon. Florence wurde von Pierre mit der Aussage geködert, dass ja auch nur die Hälfte zu fahren okay wäre, am Morgen wollte er davon aber, von mir aus zum Glück, auch nichts mehr wissen und kündigte gleich die volle Strecke an. ;) Für Pierre war alles, was nach Kilometer 9 kam, sowieso schon ein Gewinn, bei unserem ersten Versuch hatte ihn ja dort im Feuerbacher Tal ein Stock vom Rad geholt und ihm ein paar Speichen gebrochen, dieses Mal sollte, von der Hardware-Seite her, alles klar gehen. Bis zum Bärensee gings eigentlich auch flott von der Hand, dort machten wir eine halbwegs ausgedehnte Mittagspause, Weizen und Wurstsalat schien Pierre und mir eine gar vorzügliche Kombination. :)

Florence und Pierre im Feuerbacher Tal, Radel-Thon

Florence dynamisch am Bärensee, Radel-Thon

Pierre am Anstieg, Radel-Thon

Viel los am Bärensee

Pierre mit Doppelweizen und Doppelwurstsalat, Radel-Thon

Florence mit Halber und Brezel, Radel-Thon

Das einzige Stück, dass ich so noch nicht gefahren war, war ebendas vom Bärensee zur Rohrer Höhe, denn beim ersten Versuch fuhr ich mit Axel vom Bärensee zur Uni und dann via Sonnenberg nach Heslach, beim zweiten Mal fuhr ich mit Pierre direkt vom HLRS aus zur Rohrer Höhe. Das Zwischenstück ist etwas blöd, wenn man sich in der Ecke auskennt, da man ganz schön unnütz in der Gegend rumfährt, im Prinzip ist aber der sowieso nötige Anstieg zur Rohrer Höhe das Problem, der macht einen schon fertig. Dort standen wir dann ungefähr bei Kilometer 47, das Höhenprofil auf der dort angebrachten Tafel wies auch nur noch zwei Steigungen aus, ehe es dann über Sillenbuch und Rohracker wieder an den Neckar ging. Insofern liefs bis zur ersten Steigung, vor Hohenheim, auch gut, die Steigung dort ist auch relativ kurz, knackig ist dann die von Schönberg Richtung Degerloch, danach hat mans aber, bis auf kleinere Steigungen, geschafft – meine Aussage „das war aber glaub ich die letzte Steigung“ hätte ich mir aber ein paar mal verkneifen können. ;) Am Neckar entlang wars dann ganz schön warm und nur schade, dass das Inselbad noch nicht offen hatte, wäre sehr nett gewesen da einfach mal ins Wasser zu springen, aber dank Florence, die ordentlich Tempo machte, waren wir dann von Untertürkheim aus auch schnell wieder im Osten.

Zur Feier des geschafften Radel-Thons gabs erstmal eine Flasche Champagner, französisches savoir-vivre halt, ehe noch gegrillt wurde. Um die ungefähr dreitausend verbrauchten Kalorien wieder auszugleichen gabs dann noch sehr leckeres Dessert, Rhabaer-Apfel- und Schoko-Kuchen, es stellt sich also sicherlich die Frage, ob wir mehr Kalorien zugeführt als verbraucht haben. ;) Gegen acht gings dann für mich zurück nach Aschaffenburg, bei zwei Folgen John Sinclair schaffte ich es auch, nicht einzuschlafen und gegen kurz nach zehn fiel ich dann ins Bett. Nächstes Mal also im Uhrzeigersinn, oder, Team? :)

Höhenprofil

Hoehenprofil Radel-Thon, gegen den Uhrzeigersinn

Karte

P.S.: Noch ein paar Fakten zur Tour: Strecke 81,54 Kilometer, effektive Fahrzeit 5:14 h, Durchschnittsgeschwindigkeit 15,6 km/h, Kalorienverbrauch 2.905 kcal. Höchstgeschwindgkeit weiß ich leider nicht, die 91,8 km/h, die die Uhr anzeigt, sind sicherlich nicht richtig, da bin ich zu sehr Bahamontes. ;) Höhenmeter haben im Anstieg wohl um die 828 gemacht, das kommt von dem doch relativ ausgeprägten Hoch-Runter.