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Privates Blog von Roland Kübert

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19. Schlappeseppel Marktplatzlauf 2014

Alleine vom Namen her ist der Schlappeseppel Marktplatzlauf in Großostheim eigentlich ein Muss, auch wenn ich ja nicht so der Eventläufer bin, mein letztes Laufereignis war der Stuttgart-Lauf vor 2 Jahren. Nachdem ich aber dieses Jahr schon die magische 4:30/km unterboten hatte, war es an der Zeit, das auch mal offiziell zu tun. Dass es dafür einen Stempel fürs Bonusheft der Krankenkasse gibt war der Motivation natürlich nicht abträglich, mal sehen ob ich dieses Jahr auf die Maximalgutschrift kommen kann. ;)

Die Vorbereitung auf den Lauftag war eigentlich nicht optimal, am Samstag eine Woche vorher waren wir mit den Alten Herren in Kleinostheim kicken (unglückliche 0:1-Niederlage in einem Spiel das keinen Sieger verdient hatte), am Dienstag war ich im Training und wie so oft merkte ich das die Tage danach noch recht deutlich, das ist beim Laufen weniger ausgeprägt. Ich weiß nicht obs die Adduktoren sind, meistens irgendwas im inneren Oberschenkelbereich ist jedenfalls nicht so fein. Die Woche über war sonst drei Mal schwimmen angesagt, das ist eigentlich immer recht regenerativ, insofern fühlte ich mich am Samstag morgen relativ fit, auch wenn die Beine etwas schwer waren und die Nacht selbstverschuldet wieder mal zu kurz.

Der Samstag selbst war dann eigentlich relativ ausgebucht, morgens war Müllsammeleinsatz um den Silbersee mit dem Segelverein, Aktion „saubere Flur“, das gibts wohl ein Mal im Jahr, organisiert vom Landkreis. Danach gabs zur Belohnung ein kleines Vesper am Bauhof, ehe das Heimspiel der Viktoria gegen Seligenporten auf dem Plan stand. Ursprünglich hatte ich mich um eine Stunde verrechnet und dachte erst es wird arg knapp mit dem Lauf, aber Spiel bis (nominell) 15:45 und Laufstart um 17:15 waren dann doch so entspannt, dass ich mich bequem im Bachgaustadion umziehen und noch ein paar Runden auf der Tartanbahn drehen konnte, ehe ich mich auf den Weg zum Start machte. Der 6 km-Hobbylauf war da noch im Gange und während ich zum Start lief keuchten die letzten Läufer den Anstieg zum Marktplatz noch. Nochmal schnell Pippi machen, die allerletzten Hobbyläufer noch ins Ziel geklatscht und dann gings an die Startlinie. Ich hatte mir die Ergebnisse vom Vorjahr angeschaut und wollte im wesentlichen die 45 Minuten unterlaufen, optimal auch unter der letzten Bestzeit von 44:36 (Pace 4:27/km). Vordere Plätze sind für mich bei solchen Veranstaltungen ja leider utopisch, in der M30 Altersklassen schien aber zumindest ein Platz unter den Top Ten mögich, im vorherigen Jahr reichte dazu eine 44:06, also im Rahmen.

Ich stellte mich relativ weit vorne auf, allerdings nicht ganz an der Spitze und rechnete eigentlich damit, dass es relativ lange dauern würde, bis sich das Feld sortiert hat, allerdings war das nach der ersten Kurve eigentlich schon der Fall, 204 Starter sind dann halt doch eine überschaubare Zahl, selbst in den engen Gassen von Großostheim. Vom Marktplatz aus ging es, am Ende insgesamt 5 Mal, erst mal runter, dann gleich links ab und über einen kleinen Anstieg zurück zum Martkplatz, via Kanzleistraße und Haarstraße nach Norden, dann auf die Grabenstraße nach links und im Bogen via Spitzem Turm, Turmstraße und Breite Straße zurück zum Marktplatz.

Vom Tempo her wollte ich es nicht zu schnell angehen lassen, vor allem da ich die Strecke ja nicht kannte, nach der ersten Runde kam ich bei 8:43 Minuten wieder im Ziel vorbei, kurz nachgerechnet, 5 * 17 Sekunden, 95 Sekunden vor 45 Minuten, das würde ja passen, Tempo halten war also die Devise. In den engen Gassen ist der GPS-Empfang teilweise etwas schwierig, über die Start-Ziel-Uhr war aber immerhin die grobe Zeit alle 2 Kilometer drin, die Uhr pendelte sich irgendwann bei 4:25/km ein, auch okay. Langsam aber stetig überholte ich einige Läufer und bekam keine größeren Probleme, auch wenn die Beine etwas merkte, so ganz taufrisch war ich nicht. Auf der letzten Runde konnte ich mich sogar noch kurz mit einem anderen Läufer unterhalten, dem ich 10 Sekunden Karma-Bonus fürs Abklatschen mit den jungen Zuschauern an der Strecke anbot. ;) Ebenfalls witzig dass Steffen, einer von den Alten Herren, kurz nach dem Marktplatz wohnte und ordentlich im Fenster lümmelte während ich mehrfach vorbei lief. Vom Spitzen Turm abwärts gab ich schon ein bisschen Gas, den Endspurt zog ich dann an der Kreuzung Breite Straße / Turmstraße an, das waren so die letzten 250 Meter und die ging es auch leicht bergauf. Obwohl ich kein ausgewiesener Schlussspurtläufer bin konnte ich es da nochmal ganz gut laufen lassen, am Ende stand für die letzten zwei Kilometer eine Pace von ungefähr 4:05/km und auf der großen Uhr am Ende eine 42:56, happy happy, joy joy!

[youtube OZpgnYhzdkI]
Sag es mit Ren & Stimpy :)

130 Sekunden also vor meiner aktuellen Bestzeit, Pace von 4:18/km, 51. von 204 Finishern und 10. in der M30, also alles was ich mir vorgestellt hatte und noch mehr, das „schlechte Wetter“ – bewölkt und eher kühl – hat sicherlich geholfen. Eine 4:00/km-Pace ist noch weit weg, aber scheint nicht mehr ganz so utopisch wie nach dem vorherigen 10 km-Lauf am Main, bei dem ich am Ende fast gestorben wäre. ;) Dass ich letztens so zwischen 2 und 4 Kilo abgenommen habe schadet sicherlich auch nicht, auch wenn rein rechnerisch der Einfluss ja relativ gering ist. Dieses Jahr gehts vielleicht mal wieder zum Hypo City Lauf, wie immer ungünstig am Freitag Abend vor dem Pokalfinale gelegen, aber letztes Jahr sind wir ja auch erst am Samstag früh angereist. Davon abgesehen liebäugele ich nach wie vor mit dem Stuttgart-Lauf und dem Versuch einer neuen Bestzeit mit Schnaps-Pace 4:44/km. Und eventuell wäre auch dieser „Cordenka Laufcup“, bei dem Wert den ich auf solche Veranstaltungen lege ist es aber fraglich, ob ich fünf Teilnahmen schaffe, allerdings gibt es noch 10 von 12 Möglichkeiten und der Marktplatzlauf war schon eine der ersten beiden Läufe.

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