Grad mal eine Woche nach dem 4. Rotary-Benefizlauf gab es erneut die Gelegenheit, in Mainaschaff zu laufen, beim etwas traditionelleren TSG-Lauf. Nachdem ich am Freitag einen Trip nach Ulm und zurück hatte – Probevortrag bei Stefan – und Samstag die theoretische SKS-Prüfung anstand, war ich mir lange nicht klar, ob ich überhaupt laufen wollte, die Entscheidung fiel dann relativ kurzfristig am Sonntag früh. Mama K. begleitete mich, sehr ungewohnt, aber ist ja immer eine schöne Sache, einen Fan an der Strecke zu haben, außerdem musste ich mir nicht wieder sorgen um meine Tasche machen. Vor dem Start trafen wir noch unsere ehemaligen Nachbarn, Mama K. machte es sich bei einer Bekannten auf der Rotkreuzbank bequem und ich merkte gerade noch rechtzeitig, dass der Start nicht am Ziel war sondern zwei Straßen weiter. ;)

Tempomäßig hatte ich auf Grund des doch recht anstrengenden Programms am Freitag und Samstag schlimmes befürchtet, dass es auch relativ früh doch schon ganz schön heiß war ließ mich dann auch weiter nichts gutes erwarten. Am Start hatte ich mich, wie üblich, so in der dritten Reihe eingeordnet, das passte auch wieder ganz gut, weil das Feld recht schnell sortiert war, ein bisschen weiter vorne wäre auch okay gewesen. Ich fand mich zufällig bei einer Dame mit Radbegleitung wieder, irgendwann war mir dann auch klar, dass es sich um die schnellste Frau handelte, da dachte ich mir, ich bleibe einfach dran wenns geht und überhole sie kurz vor dem Zieleinlauf, damit ich mein Lebensziel, ein Mal in einem 10km+-Lauf schneller als die schnellste Frau gewesen zu sein, erfülle. Zwar wars wie gesagt sehr heiß und teilweise die Strecke prall in der Sonne, Wasser gabs aber ausreichend und ich hatte eigentlich keine Probleme dranzubleiben. War auch ganz nett, weil die Dame im Ort wohl sehr bekannt ist und überall jubelnd begrüßt wurde, für mich alleine hätte sich ja eher niemand interessiert. ;) Als die letzte Runde anbrach, dachte ich mir ich versuche mal mein Glück und stehle mich davon, was auch gut funktionierte, am Ende lief ich mit einer Zeit von 44:43 ins Ziel, bei dem nicht sonderlich starken Feld reichte das nicht nur für Platz 17 insgesamt sondern auch erstmals für einen Platz auf dem Treppchen in der Altersklasse, bei den M30 wurde ich dritter. Mal wieder keine neue Bestzeit, aber immerhin unter 45:00 Minuten, das ist ja eigentlich immer noch die magische Grenze. Nach dem Rennen gabs erstmal ein Belohnungshefe und eine Rindswurst, ehe es dann noch vor der Siegerehrung zum Krankenbesuch Richtung Haibach ging, ich glaub es gab auch nur für die Altersklassensieger ein Präsent.

Fazit: Netter Lauf, die fünf Runden durch den Ort sind eine ganz nette Sache, im Zielbereich vor der Maintalhalle ist auch ganz schön was los. Verpflegung ist gut, Duschen – ebenfalls in der Maintalhalle – sind top. Die Startzeit am Vormittag ist gut, heiß wars allerdings trotzdem.

P.S.: Für die Statistik: 17. von 109 Finishern, 17. von 80 Männern, 3. in der Altersklasse M30.