Mal wieder der Haus- und Hof-Halbmarathon, dieses Mal war mir vorher schon klar, dass es keine neue Bestzeit geben würde, die 4:35/km-Pace von letztem Jahr war doch flott und ich dieses Jahr irgendwie nicht so in Form, vor allem nicht was das Tempo angeht, mein Gekränkel vom Frühjahr, gepaart mit späterem Zipperlein wie der Schienbeinentzündung, macht sich bemerkbar, ganz ehrlich habe ich außerdem aber auch zu wenig Langstrecke trainiert bisher. Achso, dass mir am Donnerstag davor auf ein Mal die Hüfte weh tat kam noch erschwerend hinzu. Wie letztes Jahr ging es schon am Samstag nach Stuttgart, dieses Mal allerdings nicht zu Flo, der ja selbst gar nicht mehr in Stuttgart wohnt, sondern zu Claus nach Schorndorf. Auf dem Weg noch zwei historische Caches abgefahren, vor Ort dann U21-EM (?) geschaut (historische Klatsche gegen Portugal), mit dem mittlerweile eingetroffenen Flo Nudelparty gemacht, auf einem Spaziergang durch Schorndorf noch einen sehr historischen Cache gehoben, dann war es schon Zeit für’s Heiabettchen, Mr. B.

Recht zeitig ging es dann auf zum Gaskessel, gegen kurz nach 07:00 waren wir unter den ersten, die dort parkten. Es war echt noch sehr wenig los und viel Zeit verfügbar, also gemächlich rüber nach Cannstatt, nochmal zur Shell, dann Gepäck abgeben und es ging langsam auf den Start zu. Flo reihte sich noch ein bisschen weiter vorne ein, er hatte ja vor kurzem auch die 1:33h geknackt, durchaus Potenzial also deutlich schneller zu sein als ich. Ich hatte mir vorgenommen, mal nicht stur nach Uhr zu laufen, sondern einfach mal zu schauen, was geht, das ging eigentlich auch recht gut. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr war heuer allerdings strahlend blauer Himmel, es wurde also relativ früh schon unangenehm warm. Die Schmerzpunkte hatten sich im Vergleich zum Vorjahr etwas geändert, ich fand vor allem den Anstieg zum Augsburger Platz hoch als sehr schweißtreibend, weniger Probleme hatte ich dieses Mal nach der Überquerung der Schleuse am Neckar entlang.

Relativ früh hatte ich mir einen Nebenläufer eingefangen, der mir Geschichten vom Rennsteiglauf und sonstigen Marathons erzählte, gut, man ist ja kein unhöflicher Mensch, plaudert man halt ein klitzekleines bisschen, mit zunehmender Distanz natürlich weniger. Dem Kollegen konnte ich dann auch beibringen, dass mich Zwischenzeiten, von wegen nicht auf die Uhr schauen, nicht interessieren, nachdem er mir aber am Anfang was von einer angepeilten Zielzeit 1:30h-1:35h erzählte, wähnte ich mich eigentlich sehr gut unterwegs und merkte erst kurz vor dem Ziel, dass die Pace doch nur bei 4:43/km war. Naja, auch egal, zulegen können hätte ich wohl eh nicht mehr, am Ende kam ich mit 1:39:45 ins Ziel, etwas über drei Minuten langsamer als vergangenes Jahr und das erste Mal keine neue Bestzeit. :( Meiner Aussage nach „mit allem unter 1:40h bin ich zufrieden“ musste ich dann aber halt trotzdem zufrieden sein.

Ich hatte übrigens Split-Zeiten (alle 5 km) von 4:34/km, 4:44/km, 4:47/km und 4:49/km, der Start war also gut, danach musste ich der nicht so guten Form und dem Wetter unmerklich Tribut zollen. Flo, am Ende mit einer 1:35:55, hatte einen ähnlichen Verlauf, von 4:12/km (!) ging es auf 4:33/km, 4:35/km und 4:49/km.

Nach dem Lauf ging es erst mal Getränke holen, dann ab in die Dusche, noch eine Premiere, vor Ort hatte ich noch nie geduscht, war aber durchaus angenehm. Danach das Auto nach Cannstatt selbst umgeparkt und ab in den Biergarten am Theaterschiff, wo Axel noch zu uns stieß, dann gab es nach dem Cache des Tages am Bunker noch einen Absacker in der unweit gelegenen Strandbar. Danach trennten sich unsere Wege, für mich ging es ab nach Kaltental zu Gundis Geburtstags, während die anderen beiden sich auf den Heimweg machten.

Alles in allem ein schönes Wochenende, danke an die Gastgeber Claus und Familie H., nächstes Jahr vielleicht wieder etwas besser in Form und doch vorher mal zum Frisör… ;) Ansonsten stehen diese Jahr noch ein paar 10er im Cordenka-Laufcup an, ich liebäugele noch mit dem Halbmarathon in Aschaffenburg… und dann war da noch der New York-Marathon…

P.S.: Für die Statistik: Insgesamt (bei den Herren) Platz 968 von 5131 Finishern, in der Alterklasse M35 Platz 141 von 615 Finishern.
P.P.S.: Ein paar Kack-Fotos gibt es auf marathon-photos.com, wie immer bisher werde ich darauf verzichten. Sind eh nur Bilder vom Zieleinlauf, weil mir das Startnummernband dauernd verrutscht ist.