SZ-Bibliothek, ein ewiger Dorn in meiner Seite, den ich noch eine Weile ertragen muss, da ist doch noch einiges zu tun. Mit Täuschung stand endlich mal ein Buch von Philip Roth an, dem großen Regisseur des unabhängigen amerikanischen Kinos amerikanischen Schriftsteller, mit um die 150 Seiten dazu ein eher schmales Werk. Um es gleich vorweg zu sagen, Lust auf mehr Philip Roth hat mir das Buch nicht gemacht, wäre es nicht so (physikalisch) dünn gewesen hätte ich mir wahrscheinlich auch arg schwer getan damit. Das fängt schon einmal damit an, dass das Buch keine echte Kapitelstruktur hat, sowas trifft dann selten meinen Geschmack. Die dialogische Gestaltung des Werkes, bei der man nie wirklich weiß, wer überhaupt spricht, fand ich auch eher fragwürdig, dem Klappentext nach hätte ich auch eine andere Handlung erwartet. Der Dialog dreht sich um einen Schriftsteller, der seine Frau mit einer ebenfalls verheirateten Frau betrügt, dass seine Frau seine Notizen über diesen Betrug findet, stand im Klappentext als zentrales Element, kommt im Buch aber erst am Ende vor. Wie gesagt ist das ganze Buch in Dialoge zwischen zwei Personen aufgeteilt, zum Beispiel zwischen dem Schriftsteller und seiner Geliebten oder seiner Frau. Am Ende war ich dann auch nicht wirklich schlauer als vorher, außer dass ich wie gesagt keinen Zugang zu Philip Roth gefunden habe.

P.S.: Wie der Zufall so spielt gibt es natürlich von Philip Roth haufenweise Bücher in der Stadtbücherei… ;) Zumindest Der menschliche Makel wäre aber auf jeden Fall ein Buch dass ich mir, schlechte Erfahrung mit Täuschung hin oder her, mal zu Gemüte führen könnte.