Fünfter von neun Wertungsläufen im Cordenka-Laufcup, im den ich leider trotz ansprechender Platzierungen auch in der Gesamtwertung keine Chance auf einen Platz auf dem Alterklassentreppchen haben werde, aber so musste ich zumindest am Wochenden keinen >3h-Lauf machen, yay. :) Mit dem Honischlauf in Niedernberg stand auch mal wieder ein neuer Lauf auf dem Programm, nach Engelberglauf, Marktplatzlauf in Großostheim und Wartturmlauf zur Abwechselung auch mal eine fast topfebene Strecke.

Die 2 Wochen zwischen Wartturmlauf und Honischlauf hatte ich mehr oder weniger wie bisher nach dem in Bälde beginnenden Marathontrainingsplan ausgerichtet, mich aber in der ersten Woche mal an das 10×400 m-Intervall gewagt, in der zweiten Woche dann mal wieder 4×2000 m, anstatt wie im Trainingsplan in 4:44/km aber in um die 4:20/km, heidewitzka, das war schon alles andere als angenehm. Den Vogel abgeschossen habe ich dann aber mit einem 20 km-Lauf am Donnerstag, ja, einer der beiden sehr heißen Tage. Ich kam etwas spät los, die Sonne war schon beim Start sehr warm und am Ende war es eine herzallerliebste Qual, auch wenn die Pace von 5:33/km nicht danach aussieht. Bis Samstag war das aber dann eigentlich wieder erledigt und gefühlt ziemlich frisch ging es daheim bei gerade einsetzendem Regenschauer los nach Niedernberg, die Lust hielt sich ob des Wetters irgendwie in Grenzen, Abendläufe sind ja auch immer blöd, weil man den Tag über so auf das Essen und Trinken achten muss. Vor Ort dann das Auto etwas weiter weg geparkt, weil mir von der Anfahrtsinformation her die Streckensperrung nicht offensichtlich war und bei nachlassendem Regen zur Nachmeldung geschlappt, umgezogen und noch etwas Zeit bis zum Start abgewartet, dann hieß es für Mama K. einen Platz zum Zuschauen im Zielbereich suchen und noch mal ganz kurz warm laufen und schon war es Zeit sich zum Start zu begeben. Dieser sollte sich dann angeblich um über 10 Minuten verschieben, am Ende ging es aber fast pünktlich los.

Wer schaut denn da so gut gelaunt aus der Menge...? ;)

Wer schaut denn da so gut gelaunt aus der Menge…? ;)

Ich hatte mich, wie üblich, halbwegs vorne einsortiert und schaute mir die erste von vier Runden erst mal an, was die Tagesform wohl hergibt (der Start ist zweihundert Meter oder so vor dem Ziel, um auf die exakt 10 km zu kommen, was heißt dass die erste Runde etwas länger ist, ich habe den Bereich vom Start bis zum ersten überqueren der Ziellinie nicht extra raus gestoppt). Als ich auf die zweite Runde ging stand eine Pace von 4:10/km auf der Uhr, durchaus gut, wenn haltbar, ich bin in Mainaschaff auch schon mal so stark gestartet, konnte das aber leider nicht über die Entfernung halten. So ganz halten konnte ich das Tempo dann leider auch nicht, aber es ging ziemlich gut, die nächste Runde absolvierte ich mit einer 4:14/km-Pace, die dritte mit einer 4:16/km-Pace, das roch dann mit dem starken Beginn schon nach neuer Bestzeit, auch wenn ich nichts mehr zulegen könnte. :)

Es war dann schon ganz schön anstrengend, das Tempo zu halten, nix mit enjoy running, auch in der vierten Runde lief ich eine 4:16/km, den letzten Kilometer biss ich nochmal die Zähne zusammen und konnte immerhin nochmal eine 4:06/km-Pace raushauen. Die Uhr blieb dann bei 41:43 stehen, was sogar einer 4:10/km-Pace entspricht! Der Forerunner war also die ganze Zeit etwas über der tatsächlichen Pace, umso geiler dass ich nicht nur endlich mal wieder eine neue Bestzeit setzen konnte, sondern diese auch schnapsig 1 Minuten 11 Sekunden schneller ist als die bisherige. Hätte man mich vorher gefragt, ich wäre mit einer Zeit um die vorherige Bestzeit eh zufrieden gewesen, eine Sub-42 Minuten hatte ich wirklich nicht erwartet. Wenn man bedenkt, dass ich bei den 4×2.000 m-Intervallen auf 4:20/km total abgekotzt habe, ist das irgendwie eh verwunderlich, dass ich dann 10 km am Stück in einer 4:10/km laufen kann, aber lieber so als Trainingsweltmeister. :)

Wie gesagt war es ganz schön anstrengend, das Feld war relativ schnell auseinander gefallen, am Ende fand ich noch einen Läufer, an den ich mich ein bisschen dranhängen konnte, allerdings konnte ich dessem starken Zielspurt nicht folgen, aber egal. Es gibt vom Veranstalter beziehungsweise Zeitnehmer auch eine Split-Tabelle, da fallen dann wohl die ersten 150 Meter vor der Ziellinie raus, meine Split-Zeiten von 10:10 min, 10:20 min, 10:28 min und 10:14 min sind vom Verlauf her ziemlich ähnlich denen der Läufer vor mir, bei fast allen sind die zweite und dritte Runde die langsamsten. Im Prinzip war es, trotz forderndem Tempo, ein gefühlt relativ kontrolliertes Rennen, was mich bei der gelaufenen Zeit dann doch etwas verwundert, aber wenns läuft dann läufts halt.

Nach dem Lauf gab es die übliche Verpflegung, im Wesentlichen Melone und alkoholfreies Weizen, ehe es zurück in die Halle zum Duschen ging. Auf dem Rückweg zum Auto noch schnell ein Weizen abgestaubt und dann ging es in den verdienten Feierabend. Next stop: TSG-Lauf in Mainaschaff.

P.S.: Für die Statistik: 51. von 197 Finishern, 48. von 152 Männern, 7. von 21 in der Altersklasse M35.