Überraschungs-Geburtstags-Trip nach Rom und so ergab sich dann doch noch die Möglichkeit, ein Geburtstagsspiel zu besuchen, in Deutschland gab es da quasi keine Möglichkeit (nein, VfL 07 Bremen – Leher TS zählt nicht). Wegen Swiss-Flug via Zürich ging es recht zeitig daheim los und trotzdem war ich erst am Nachmittag in Rom, immerhin mit einer von der Swiss zum Geburtstag geschenkten Weinflache, ein feiner Zug. In Fiumicino war es dann mal wieder sehr italienisch, alle drei Schalter für die verschiedenen Busunternehmen, die bis Termini fahren, waren nicht besetzt, teilweise standen bestimmt 40 Wartende vor einem Schalter, ich erwischte dann zum Glück den Schalter, der als nächstes öffnete und damit auch den nächsten Bus nach Termini. Von dort ging es fußläufig ins Hotel wo gerade noch eine halbe Stunde Zeit war, ehe es schon wieder zum Olympiastadion ging, Anpfiff war ja bereits um 19:00.

Ich hatte immerhin noch ein bisschen Zeit, mich um das Stadion umzuschauen, nachdem die Sicherheitskontrolle schneller als befürchtet ablief. Nach kurzer Verwirrung ob de unklaren Beschilderung war ich auch zeitig in der Kurve, noch mehr als in England strömten die Zuschauer hier eher spät und auch nach Anpfiff noch in Mengen hinein. Das Olympiastadion ist aktuell gerade nicht mehr in der Top 10 der größten Fußballstadien Europas, wie so Olympiastadien mit Laufbahn und relativ flachen Rängen sind ist es jetzt kein Traum, aber dafür halt ziemlich klassisch, Laufbahn hat man ja gar nicht mehr so oft. Es wäre Platz für 72.698 Zuschauer gewesen, es waren aber nicht mal 20.000 Zuschauer da, 19.495 um genau zu sein. Die Stimmung der Roma-Fans war dafür trotzdem ganz in Ordnung, vor allem für ein quasi bedeutungloses Spiel.

In der Kürze der Zeit – ich erfuhr erst am Dienstag von dem Geschenk-Trip – hatte ich es verpasst, mich über das Hinspiel-Ergebnis zu informieren, nach einem 4:0-Sieg der Römer in Villareal war jedenfalls die Luft raus, Villareal hatte auch nach dem frühen Führungstreffer nach exakt einer Viertelstunde keinen Glauben an ein Wunder und so plätscherte das Spiel mehr oder weniger langweilig vor sich hin. Eine etwas unglückliche Figur gab Antonio Rüdiger ab, der zur Halbzeit für Kostas Manolas kam, in der 81. Minute dann aber mit Gelb-Rot runter musste. Ansonsten konnte ich immerhin mal Francesco Totti live spielen sehen, ein echtes Römer Urgestein, seit 1989 (!) beim AS Rom!

Nach dem Spiel ging es zu Fuß den nicht ganz kurzen Weg bis zur Metro zurück, die Öffentlichen in Rom sind ja sowieso kein Highlight, Busse habe ich nach dem Spiel zumindest keine gesehen. Leider blieb es am Ende bei dem einen Spiel, da ich für einen Besuch in Neapel wohl eine Tifosi-Karte beim Innenministerium beantragen hätte müssen, das war aber auf Grund der Kürze der Zeit nicht drin. Nochmal das Olympiastadion wäre drin gewesen, da Lazio am Wochenende noch ein Heimspiel hatte, aber so toll war es dann doch nicht. Und anstatt einen halben oder dreiviertel Tag für rumgegurke zu einem Zweit- oder Drittliga-Ground zu verschwenden gab es lieber ordentlich Sightseeing, auch okay. ;)

Bilder

Denkmal zur Schlacht von Vittorio Veneto

Eher fragwürdiges Denkmal: „Mussolini gründet Kampfbund“

Gästefans

Leicht eingeschränkte Sicht

Gelb-Rot für Antonio Rüdiger

Endstand