Den Auftakt in die Laufsaison gab es dieses Jahr schon recht früh mit dem 2. Lauf der Flugplatzlaufserie Speyer, bei dem ich auch meine aktuell 10 km-Bestzeit gelaufen bin. Ich will nicht unken, aber ob ich die 41:20 min dieses Jahr noch unterbieten kann? Da muss die Strecke natürlich passen, also topfeben sein, insofern war klar dass der erste Lauf im diesjährigen Cordenka-Laufcup, der 22. Schlappeseppel Marktplatzlauf, dazu nicht taugt. Ich verstehe nach wie vor auch gar nicht, wie ich 2014 hier die damalige 10 km-Bestzeit, knapp unter 43 Minuten, laufen konnte, die Strecke kommt mir eigentlich nicht so entgegen, beim zweiten Start vergangenes Jahr stand dann eine Zeit von 44:26 min auf der Uhr, mit der ich damals insgesamt auch zufrieden war.

Dieses Jahr gab es ein ähnliches Programm wie beim ersten Start, Aktion „Sauberer Landkreis“ mit dem Segelverein, dann ging es allerdings nicht zum Fußball sondern zum Holzmachen zu Florian. Hmm, gute Vorbereitung, gepaart mit einem kleinen Getränkeunfall am Vorabend, in den ich mich aber sehenden Auges verwickelt habe, sagt das eigentlich alles darüber aus, wie wichtig mir der Lauf war. ;) Trotz allem will man ja nicht zu arg abklemmen, eine Sub-45:00 min war wieder als Wunschziel angepeilt, für mehr hätte ich zumindest am Abend vorher etwas braver sein müssen. Erschwerend kam dann noch hinzu, dass für die Jahreszeit ungewöhnlich warm war, die Frage nach der Kleidung wurde dermaßen offensichtlich mit kurz/kurz beantwortet wie es sonst nur im Sommer möglich ist.

Auf dem Weg zur Startnummer

Etwas knäpplich ging es Mitläufer Jörg und Fotograf Thomas einpacken, so eine Fahrt nach Großostheim zieht sich doch etwas, also das Auto abgestellt und im Laufschritt zur Startnummernausgabe, da spart man sich schon das warm machen. Irgend etwas vergisst man, also ich, natürlich in der Eile, das Startnummernband schlummerte also im Auto, da ich kein Trikot oder sonstiges elegantes Kleidungsstück trug ging es dieses mal aber auch mit den üblichen Büroklammern. Noch schnell die Groupies, Mama K. und die drei Damen aus Hösbach begrüßt, dann ging der „Spaß“ auch schon los. Highlight war dann erst mal noch Florian inklusive Familie, die auch zum Zuschauen vorbei gekommen waren. Ansonsten wünschte ich mir eigentlich vom Start weg, dass das Rennen schon vorbei wäre. Spätestens als ich nach gefühlten 10 Minuten am 1 km-Schild, das die schöne Aufschrift „1 / 3 / 5 / 7 / 9 km“ trägt, vorbei kam, wusste ich dass das heute kein Spaß werden würde.

Naja, insgesamt ging es dann mehr oder weniger gut, nach halbwegs schnellem Start, erster Kilometer in 4:18 min, nahm ich dann etwas Tempo raus, weil mir schon klar war dass es sonst eine Katastrophe werden würde. So richtig fand ich auch keinen Mitläufer, an den ich mich hätte hängen können, also schnaufte ich halt mit Kilometerzeiten um die 4:30 min durch die Großostheimer Gassen, immerhin aufgelockert durch die Groupies am Marktplatz und teilweise an anderen Stellen und mit dem Versuch, für den Fotografen ein gutes Bild abzugeben. ;) Im Endeffekt reichten dann drei halbwegs „starke“ Kilometer – 1, 3 und 10 – um die Gesamtzeit auf Sub-45:00-Minuten zu drücken, mit 44:04 min ist die Zeit für die Rahmenbedingungen, für die ich ja wie gesagt zum Teil selbst verantwortlich bin, eh okay.

Danach ging es erst mal zum Duschen, deluxe mit trotz rumgetrödel noch heißem Wasser, auch wenn die Duschen etwas sprunghaft mit der Temperatur waren. Danach machten wir noch einen Abstecher aufs Ederfest, so konnte ich im dritten Anlauf endlich mal meinen Gutschein einlösen. :) Alles in allem eine schöne Sache, gefühlt eher für die Zuschauer als zumindest für mich. Übrigens reichte es trotz überschaubarer Leistung zu Platz 4 in der Alterklasse, aufs Treppchen wäre ich aber auch mit optimaler Zeit nicht gesprungen, selbst für den dritten Altersklassenplatz hätte ich über meiner Bestzeit laufen müssen. Der Sprung nach vorne in der Alterklasse liegt zum Teil auch daran dass stärkere Läufer bereits in die M40 gerutscht sind. Kurze Zeit war ich auf der direkt nach dem Rennen gedruckten Ergebnisliste sogar Alterklassensieger, allerdings in der W35. :D

P.S.: Für die Statistik: 56. von 165 Männern, 61. von 226 Läufern insgesamt, 4. von 23 in der Alterklasse M35. Hut ab aber vor dem Alterklassensieger in der M80 (!), der das Rennen in knapp unter 1:25h beendete!
P.P.S.: Für die Bilder zeichnet Thomas Peter als Fotograf verantwortlich, den ich hier nur weiterempfehlen kann, wenn man sich nicht auf die vom Veranstalter oder der Presse gemachten Fotos verlassen will beziehungsweise auch Fotos haben will, die man in beliebig guter Auflösung selbst verwenden kann.

Bilder

Typisch für mich: Start in der zweiten Reihe

Startlinie…

Und los!

Komischerweise noch guter Dinge beim Start

Was soll man zu diesem Gesichtsausdruck noch sagen?

Durchbeißen, und das schon recht früh

Eines der weniger vorteilhaften Fotos. Liegt aber nicht am Fotografen sondern an der Quälerei die der Lauf war… ;)

Leicht verklärt, aber hauptsache Hang Loose, wa?

Mal wieder hoch zum Marktplatz

Gesamtsieger Solomon Merne Eskete – Zielzeit 31:25, damit mehr als 1:40 min vor dem Zweiten. Da musste auch das Führungsfahrrad echt arbeiten!

Mal wieder eine Gelegenheit zum schlau schauen verpasst, aber die Kinder haben sich trotzdem gefreut

Wasser fassen – danke auch an die gute Organisation hier, das hat jeweils super geklappt und vor allem waren auch die kleinen Helfer richtig auf Zack!

Es muss die letzte Runde sein, die Vorfreude auf das baldige Ende ist zu offensichtlich

Zieleinlauf – worauf ich am meisten stolz bin: endlich mal nicht auf dem Foto, das mich beim Überqueren der Ziellinie zeigt, auf die Uhr gedrückt!

Im Ziel – gleich mal mit der Leistung hadern

Thank god it’s over!

Wie man mich kennt, umlagert von Groupies :D