Für das zweit 10 km-Rennens im Marathontrainingsplan ging es ins hübsche York – happy memories vom Yorkshire-Marathon und so. Gut, früher bin ich nur meistens wegen des Fußballs irgendwohin gefahren, jetzt auch gerne mal nur zum laufen, wenn sich das mit Fußball verbinden lässt, umso besser. Da es ein neuer Ground sein sollte und die Liga egal war standen auf Grund der Erreichbarkei Harrogate mit dem CNG Stadium (National League, 5. Liga) und Bradford Park Avenue mit dem Horsfall Stadium (National League North, 6. Liga) zur Auswahl. Die Entscheidung fiel dann für Bradford, nachdem mich Kollege Flopsi darauf aufmerksam machte, dass das ein ehemaliger Club von Lutz Pfannenstiel ist. Wem der Name nichts sagt: Pfannenstiel „ist der weltweit erste Fußballspieler, der in jedem der sechs anerkannten Kontinentalverbände einem professionellen Fußballverein angehörte.“ (Quelle: Wikipedia.de)

Wie es der Trainingsplan so will ging es morgens natürlich erst noch auf meinen Vor-Renntag-Lauf, wobei ich da gleich den Weg zum Start am nächsten Morgen erkundete und so die Gelegenheit hatte, kurz auf dem edlen Gras des York Racecourse zu laufen, der sich direkt am Start-Zielbereich befindet, witzig. Danach zurück in die Unterkunft und rechtzeitig noch einen kleinen Spaziergang durch die am Samstag Mittag schon gut gefüllte Innenstadt gemacht, ehe es auf nach Bradford ging. Bradford war ja schon mehrfach Ziel beziehungsweise Zwischenstation von Ausflügen, insofern verzichtete ich auf Sightseeing vor Ort und ausnahmsweise ging es – in Anbetracht des sonntäglichen Rennens – auch mit dem Bus zum Ground beziehungsweise auf dem Hinweg zur Bushaltestelle südlich des Harold Park, durch den ich den schlenderte um zum Stadion zu kommen.

Das Stadion hat einen urigen Charme, das merkt man gleich nachdem man das Turnstile passiert hat – links sind direkt der Club Shop und die Toiletten ausgeschildert. Auf der Nordseite befindet sich die Haupttribüne, mit relativ großem überdachten Sitzplatzteil – die Sitze haben auch schon bessere Tage gesehen – links und rechts gibt es große Stufen, die allerdings mit „No Standing“ überschrieben sind. Auf der Gegentribünenseite befindet sich ein Haus, in dem sich wohl Umkleiden etc. befinden, im ersten Stock gibt es dort wohl die Logenplätze. Highlight sind zwei kleine Tribünen: das eine ist das Cemetery End direkt hinter dem westlichen Tor – vielleicht die kleinste Tribüne der Welt, sieht man von der anderen in der Südostecke ab. Während die Tribüne im Cemetery End den Heimfans offen steht ist die andere Tribüne mit einem Metallgitter abgesperrt. Hintergrund ist wohl, dass man die bei einem eventuellen Aufstieg nötige zweite Tribüne schon mal gebaut hat. Von Osten her ist das Stadion offen und man kann aus den am Hang stehenden Häusern bestimmt gut beim Spiel zuschauen.

No Way In

„McKenna Magic Sinks Saints“ ist der Spielbericht auf der Seite von Bradford PA überschrieben und in der Tat war es ein schöner Freistoß (siehe Bilder), der mit dem Halbzeitpfiff die Führung und am Ende auch den Sieg für die Gastgeber bedeutete. Ansonsten ein unterhaltsames Spiel ohne dass mir jetzt anderweitig Szenen in Erinnerung geblieben sind – außer dass ich die zweite Halbzeit nutzte, um mal wieder einen Stahlträger im Blickfeld zu haben, an dem konnte ich dafür aber auch die Füße hochlegen. ;) Nach dem Spiel ging es mit einigen anderen Fans zurück Richtung Interchange und mit dem nächsten Zug nach York. Abendessen, Stadtspaziergang, dann zeitig ab in die Fälle wegen des 10ers am nächsten Morgen.

Bilder