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Privates Blog von Roland Kübert

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10. York 10k 2018 oder auf den Spuren des Marathon

Leider ergeben sich während es Marathontrainings wenig Möglichkeiten zu reisen, der Tatsache geschuldet dass im aktuellen Plan meistens 6 von 7 Tagen mit Laufen belegt sind. Die einzigen Ausnahmen davon sind eigentlich die 3 Wochen in denen ein Rennen geplant ist, da es in denen etwas gemächlicher zugeht und man so auch mal einen Reisetag unterbringen kann. Den ersten 10er erledigte ich ja mit Mainaschaff bequem, wenn auch ohne Neuland, für das Rennen am 05. August kam mir dann irgendwann der York 10k vor Augen. Hmm, York, da war ich doch schon mal, sogar zwei Mal. Auf Grund der Happy Memories vom Marathon war ich gleich angefixt, logistische Planungen für Englandtouren stellen mich mittlerweile ja nicht mehr vor große Herausforderungen und nach kurz Zeit erwies sich der Plan nicht nur als tauglich sondern auch finanziell im Rahmen, also alles klar und mit wachsender Vorfreude dem Wochenende entgegen gesehen.

Freitag Nachmittag ging es dann also endlich mal wieder auf die Insel – jaja, schon vier Monate her seit dem letzten Mal – und via Manchester nach York. Auch hier wiederholt sich die Geschichte, vergangenes Jahr zum Great North Run war die Anreise quasi identisch, nur ging es da nach Darlington anstatt nach York. Vom Bahnhof aus brauchte ich nicht mal die Straßenkarte bemühen, um meine Unterkunft zu finden, mein gebuchtes Zimmer befand sich im wörtlichen Sinn nur einen Steinwurf entfernt von der Wohnung, in der beim Marathon residiert wurde. Später ging es noch auf einen Abstecher ins Städtchen, bei angenehmeren weil etwas milderen Temperaturen als aktuell in Deutschland war es abends noch angenehm warm und nach einem Bummel über die Stadtmauer ging es zum Stamm-Wetherspoons an Micklegate Bar.

York Minster im Sonnenuntergang

Cliffords Tower

History nearly repeating :)

Am Samstag stand natürlich der übliche kleine Lauf mit Steigerungen vor dem Rennen an, den ich als Erkundungslauf zum Start/Ziel-Bereich des Rennens nutzte, die Steigerungen warne dann äußerst mäßig, dass die Beine sich nicht sonderlich frisch anfühlten war aber eigentlich den ganzen Trainingsplan über so. Highlight war jedenfalls mein kurzer Ausflug auf das Geläuf des York Racecourse, dann ging es gemütlich zurück in die Wohnung, später zum Fußball nach Bradford und abends noch mal ins Städtchen (keine Nudelparty, oi vey!).

Am nächsten morgen ging es halbwegs zeitig aus den Federn, da ich noch meine Unterlagen abholen musste und ja auch Gepäck abgeben wollte. Warm gelaufen war ich dann eigentlich schon als ich am Start ankam da waren aber noch 75 Minuten Zeit bis zu selbigem, also Startunterlagen abgeholt, noch ein paar Fotos geknipst, Gepäck abgegeben und noch ein bisschen in der Gegen rum gedrückt und versucht die Blase völlig zu entleeren und dann brav in den Sub-45 Minuten-Startblock einsortiert, der nächste wäre Sub-40 gewesen. ;)

Crematorium, Racecourse, Chocolate Works

Event Village

Know your p(l)ace – also ich tue das ja, gell ;)

Ums vorweg zu sagen: so richtig einsortieren scheint weltweit eine große Herausforderung zu sein, ich war ja schon am Anfang des zweiten Startblocks und habe trotzdem gefühlt 1.000 Läufer überholt. Am Anfang ist das immer etwas nervig, die Strecke war aber relativ schnell breit genug, dass es eigentlich kein Problem mehr war. Vorgenommen hatte ich mir eigentlich gar nichts, also mal schauen, relativ schnell war ich aber auf einem Weg in Richtung Bestzeit, auch wenn ich es deutlich zu warm fand. Die Messungen der Uhr waren teilweise arg schwankend, aber an den Kilometer-Marken orientieren und rechnen klappte ganz gut. Alles was nur leicht bergab ging nahm ich logischerweise in irrsinnigem Tempo, um die leichten Steigungen zu kompensieren, eigentlich war mein Gefühl beim Laufen nämlich dass die Strecke nicht bestzeitenfähig ist… ;)

Laufenswert ist sie aber allemal. Nach unspektakulärem Beginn erreicht man bei Kilometer zwei die Ouse, unterquert die Skeldergate Bridge und läuft kurz hinter der Stadtmauer, bevor es dann raus und bei Micklegate Bar wieder rein geht, hier hatte ich vorher schon den Kilometer 3-Marker gesehen. Danach geht es auf die andere Seite der Strecke, durch die Altstadt östlich des Flusses und unter anderem auch am Minster vorbei, schön, beim Marathon war das ja glaube ich schon bei Kilometer 3. Weiter geht es an Cliffords Tower vorbei und am Fluss nach Süden, über die Millenium Bridge wieder auf die westliche Seite und dann ist man eigentlich schon da, muss aber noch zwei Wendepunkte laufen. Das ist natürlich weniger schön, wobei der erste passt, weil er über eine relativ breite Aufahrt geht, der zweite direkt hinter dem Racecourse ist etwas eng. Insgesamt aber wirklich schön, auch wenn man auch bei einem 10er unter Volllast natürlich schauen muss dass man nicht auf Tunnelblick schaltet. ;)

Schon bei der Halbzeit sah es aus als wäre eine neue Bestzeit drin (bisher 41:20 min), mit einem Vollgaskilometer am Ende reichte es dann auch gerade um handgestoppt drei Sekunden unter die 41:00 Minuten zu schlüpfen, yay! Okay, super war’s eh, neue Bestzeit, also kurz genossen, Goodie Bag abgeholt, Gepäck geholt und für die Medaillengravur angestellt. Leider hatte ich keine SMS mit der Zeit bekommen und online kam sie dann auch erst mal nicht, so dass ich mir für „Sub 41 min“ als Gravur entschied, in der Hoffnung dass die offizielle Zeit zumindest gleich wäre. Hat dann auch gepasst, 40:54 min sagt der Veranstalter, das erste Mal also unter 41 Minuten – wenn man am wenigsten erwartet läuft es halt doch meist am besten. Sehr fein, dass ich dann erst mal 2,5 Kilometer auslaufen durfte bis in die Wohnung, aber geschadet hat das sicher nicht, am Montag früh standen ja vor der Rückfahrt noch mal 90 Minuten Laufen im Plan. Die gingen aber auch schmerzfrei rum und ohne größere Zwischenfälle (Verspätung beim Abflug aus Manchester brauche ich gar nicht mehr erwähnen, oder?) war ich dann Montag Nacht auch wieder in Aschaffenburg.

All for this shiny medal

Die Ruhe nach dem Sturm: wenn man früh genug im Ziel ist hat man die freie Auswahl

England’s Favourite Pastime :)

Mit dem Finisher-Shirt bei Kaiser Konstantin

Glorious – if a little too warm – weather

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Bradford Park Avenue FC – Brackley Town FC 1:0 (1:0)

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  1. Jörg A.

    Glückwunsch zur tollen Reise und vor allem zur neuen PBZ auf 10k. Willkommen im Club der sub40versuchenden😁

  2. Roland Kübert

    Danke! Mal sehen ob die Reise irgendwann mal in deine Dimensionen geht… ;)

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