Ohne es jetzt recherchiert zu haben – dass ich den Bundesliga-Auftakt live im Stadion erlebe ist glaube ich mittlerweile Tradition, wenn natürlich auch eine die auf Glück bei
der Kartenzuteilung basiert. Und natürlich darauf, dass Bayern Meister wird und zum Auftakt ein Heimspiel hat, das ist ja jetzt aber doch schon ein paar Jahre so. Wie meistens ging es via Schorndorf nach München und trotz Stau wegen Unfall auf der A8 schafften wir es gerade so pünktlich in den Oberrang.

Nach unspektakulärem Auftakt erzielte Müller nach nicht ganz 25 Minuten das erste Tor der Saison, und dann auch noch nach einem Standard, ist ja nicht unbedingt die Stärke der Bayern. ;) Ansonsten wenig aufregendes vor dem Tor, Hoffenheim fiel vor allem durch Fouls auf und trat Coman erfolgreich aus der Partie, bevor es in die Pause ging. Danach dauerte es ein bisschen bis die Partie wieder Fahrt aufnahm, gerade hatte ich die Phrasenschweinaussage „1:0 ist halt immer dünn, da kann schnell was passieren“ getätigt als es auch schon klingelte – 1:1.

Erst danach wurde es aber richtig unterhaltsam, vor allem der Videoassistent stand mal wieder im Fokus. Erste Szene: Elfmeter Bayern, Lewandowski verschießt, Robben verwandelt den Nachschuss. Okay, abgepfiffen wegen „Spieler der angreifenden Mannschaft zu früh im Strafraum“. Kann man machen, wobei Robben beim Nachschuss so deutlich weit vorne war, weil er von weiter hinten und nicht aus dem Stand anlief (zu früh im Strafraum war er aber sowieso). Nach 6 Spieltagen kann man auch sagen: wird mal so, mal so gepfiffen, insofern eher schwierig. Der Nachschuss war dann jedenfalls drin. Das wäre ja mit Videoassistent eine Entscheidung, die man bei jedem Elfmeter problemlos streng kontrollieren könnte – warum wird das nicht gemacht? Würde das streng geahndet werden, die Lektion wäre wohl schnell gelernt. Achso, das „Foul“ zum Straßstoß – von Ribéry sehr dankend mitgenommen, aber so wie Nordveidt zu rutschen und den Weg zu sperren ist halt dumm, das wissen Australier seit der WM 2006.

Danach das 3:1 durch Müller und damit die Messe gelesen – ach nee, schon wieder Videoassistent, Tor aberkannt. Naja, geht in Ordnung, Hand am Ball ist aber auch extrem schwierig. Irgendwie hatte ich aber erwartet, dass die strittige Szene auf der Videowand käme, stattdessen kam nur eine textuelle Erklärung, naja. In der Nachspielzeit dann doch noch das 3:1, nach einigem Abwarten war dann auch klar dass das Tor zählte. ;)

Nach etwas mäßigem Auftakt auf jeden Fall ein unterhaltsames Spiel, der Videoassistent hinterließ einen schalen Beigeschmack, das hatte bei der WM (zumindest als Zuschauer vor dem Fernseher) irgendwie besser funktioniert.

P.S.: Schiedsrichterbewertung des von kicker.de: „Bastian Dankert (Rostock) Note 6 — Schwierigkeiten in der Zweikampfbewertung, bei persönlichen Strafen und in der Kommunikation mit dem Video-Assistenten. Große Fehler: Bei der Strafstoßentscheidung (79., Nordtveit gegen Ribery) hätte der VA eingreifen müssen. Hingegen hätte sich der VA beim Tor von Goretzka (86.) nicht einschalten dürfen, weil kein eindeutiges strafbares Handspiel von Müller vorlag.“
P.P.S.: Note 6 halte ich für zu hart – eine 4 würde es wohl auch tun. Dem Schiedsrichter kann man das Nichteingreifen des VA schwerlich zum Vorwurf machen, oder?
P.P.P.S: Das erste Mal neuer Parkplatz weil stadionnahe Parkplätze wegen der Anwohner gesperrt waren – ein schöner Spaziergang durch die Heide war es. ;)

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