Vor ein paar Jahren wurde ich, wenn ich mich recht erinnere, beim Taubertal-Festival auf den Lichterlauf aufmerksam. Ein abendlicher Lauf durch das von Lichtern geschmückte Rothenburg, das klang sympathisch, aber jetzt ist Rothenburg ja nicht gerade um die Ecke und irgendwie kam auch immer etwas dazwischen. Dieses Jahr klappte es dann aber endlich, da stand ich nun vor der Frage „Lauf der Asse oder Hauptlauf?“ Ich weiß gar nicht ob ich den Lauf der Asse überhaupt ohne vorher jemals dort gelaufen zu sein hätte laufen können, aber meine Entscheidung war auch davon abgesehen schnell gefallen: unbekannte, durchaus wellige Strecke, warum soll man sich da auf eine Sub-38 min-Zeit für 8,4 km festnageln? Tempo gelaufen war bis einschließlich Berlin genug, also Genusslauf ohne Stress, der Hauptlauf war gebucht.

Gemeinsam mit Jörg ging es cachend nach Rothenburg, die Supergroupies reisten etwas später an, wir trafen uns dann vor Ort, nachdem wir unsere Startnummern abgeholt hatten. Kurz gingen wir noch in das überraschend nette Café Einzigartig, dann hieß es schon zurück zum Auto und umkleiden. Hmm, schon wieder eine schwere Entscheidung – Abendlauf im Herbst, das könnte kühl werden. Ist aber natürlich ein Rennen, also schlussendlich dann doch kurz/kurz los. Noch kurz vorm Start mit den Groupies getroffen und dann hieß es aufstellen und ab.

Die ersten paar Meter waren etwas irritierend, weil man vor lauter Blitzlicht gar nichts mehr sah, aber gut, ging dann zum Glück ohne Hinfallen ab. Vom Start aus ging es erst mal bergab uns aus der Stadtmauer raus, dann außen entlang rechts rum und ansteigend an der Klingentorbastei wieder rein. Bis zum Schrannenplatz, auf dem Volksfest war, ging es weiter hoch, dann rechts ab und erst mal runter, dann noch mal hoch zum Kapellenplatz und ab da bergab zum Ziel. Die Kilometerzeiten schwankten ganz ordentlich, erstens dem Streckenprofil und zweitens wohl der Abschattung geschuldet, es sah dann aber doch nach einer ~4:30er-Pace aus, passte eh. Die Strecke war insgesamt ziemlich abwechslungsreich, teilweise sehr schön beleuchtet, wobei jetzt nicht jede Ecke schön war. Insgesamt hat es aber gepasst und das schöne am Rundkurs ist ja immer, dass man die Groupies mehrmals abklatschen kann. ;)

Durch die Stadtmauer

Am Ende kam ich mit einer Zeit von 37:48 min ins Ziel – na siehste, hätte sogar ganz knapp für den Lauf der Asse gereicht. :D Da hätte ich aber schön vor dem Besenfahrrad her hecheln dürfen, so war es ein schönes Rennen, selbst als die Überrundungen zwischendurch anstanden gab es auf der teils engen Strecke eigentlich keine Probleme. Im Hauptlauf reichte meine Zeit immerhin auch für Platz 30 von 309 Herren (AK-Platz 8 von 80 in der M30). Danach konnten wir noch die Groupies verabschieden und zum Auto auslaufen, was uns einige Kommentare von den Läufern einbrachte – so in der Art „die haben wohl immer noch nicht genug“. :) Geduscht, kurz verpflegt und dann ging es ab nach Hause, immerhin stand ja am nächsten Tag der erste Lauf der neuen Wintercross-Saison auf dem Plan… :)

Zieleinlauf – den Endspurt erkennt man gut am unvorteilhaften Gesichtsausdruck :)