Flyer zu verteilen hat ja wenig mit Nachhaltigkeit zu tun, sichtbar auch beim Goldbacher Wintercross. Dort werden einem direkt nach dem Lauf Flyer für lokale Laufveranstaltungen in die Hand gedrückt, zum Beispiel für den City-Lauf, den Benefizlauf um den Mainparksee oder den Wartturmlauf in Schaafheim. Gut, kann ja von den Verteilern niemand wissen dass ich die eh auf dem Schirm habe. In der Tat stolperte ich dann aber mal über einen interessanten Flyer und sogar für einen Lauf, der „in den Zeitplan passte“. Letzteres in Anführungszeichen, da es sich um ein Crossrennen am kommenden Samstag handelte und am Sonntag natürlich nochmal Wintercross war.

Nachdem ich mir die Ausschreibung angeschaut und den Bericht vom 2018er-Lauf bei laufreport.de gelesen hatte war die Entscheidung klar: ab nach Offenbach am Samstag, wird schon irgendwie gehen am Sonntag. Halbwegs zeitig war ich in Offenbach und bei bewölktem, aber von oben trockenem Wetter begutachtet ich erst mal die Strecke. Heuballen im Weg, witzig, dazu noch ein scheinbarer Irrgarten durch die namensgebende Suppenschüssel, da sah mal nach etwas deutlich anderem aus als sonst. Also für den 8 km-Lauf angemeldet, umgezogen, warmgelaufen und ab zum Start, wo ich einen Läufer traf, mit dem ich mich vergangenes Jahr beim Rosenhöhe-Waldlauf unterhalten hatte, wieder traf. Kurz geschnackt und dann gings auch schon los.

Das gute an einer Strecke die man das erste Mal läuft ist ja immer, dass man keine genaue Vorstellung hat, was man überhaupt leisten kann. Und wie sich sechs Runden durch die Suppenschüssel anfühlen, das weiß man vor dem ersten Mal auch nicht. ;) Im Prinzip war der Start ein bisschen zu schnell, das erste Mal durch die Schüssel erdete dann aber doch, war auch crossiger als gedacht und nicht nur auf der Wiese hin und her und hoch und runter. Von aus der Schüssel raus bis wieder rein hieß es also immer erst mal ein bisschen Luft holen, dann wieder anziehen und sich bereit machen für die nächste Runde. Klappte soweit alles gut, immerhin sah man auf Grund der Enge des Kurses viele Läufer, sonst wäre ich wohl ziemlich alleine unterwegs gewesen. Insgesamt war es wahrscheinlich etwas zu schnell im Hinblick auf den nächsten Tag und wie ich eigentlich laufen wollte, ging aber soweit ganz gut und mit einer Zeit von 37:44 kam ich ins Ziel.

Dass jetzt nicht so viele Läufer vor mir waren hatte ich mitbekommen, also gab es natürlich die leise Hoffnung eventuell in der AK was zu holen, da gehört aber natürlich immer auch ein bisschen Glück dazu. Nachdem ich brav ausgelaufen war und umgeparkt hatte ging es also ins Vereinsheim, wo dann auch alsbald die Siegerehrung begann. Happy happy joy joy, AK-Platz 3 in der M35 für mich, das ist doch mal ein schöner Renn-Auftakt im neuen Jahr. :) Schöner Lauf, für mich mal komplett was anderes und vielleicht ergibt es sich auch das nochmal zu machen.

P.S.: Den Bericht vom diesjährigen 10. Suppenschüssel-Crosslauf findet man bei Laufreport.de.
P.P.S: Vielen Dank an Reinhold Daab / laufreport.de für die Freigabe zur Verwendung der Bilder!

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