Freitagsdienstreise nach Belgien, da bot es sich an das Wochenende dran zu hängen und mal wieder ein bisschen zu hoppen, ehe der Ernst des Trainingsplan mal wieder los geht. Nachdem die Arbeit und doch recht längliche Fahrerei erledigt war ging es erst ins Hotel im Süden von Brügge, eine kleine Pause tat Not, die Motivation auf einen frostigen Freitagabendkick war eigentlich nicht so recht da.

Nicht in der zweiten belgischen Liga frieren kann ich aber daheim auch, also ging es dann natürlich doch nach Roeselare, eine erfreulich angenehme Fahrt mit beleuchteter Autobahn. Wie erwartet war der Andrang überschaubar und somit konnte ich problemlos an einem Parkplatz direkt am Stadion parken. Am Ticketschalter dann mal wieder das alte Leid: vorher einen Block ausgeschaut, natürlich den unattraktivsten, Stehplatz unüberdacht, um alle Tribünen ablichten zu können. Es stellte sich aber heraus, dass selbiger gar nicht verkauft wurde. Naja, halb so schlimm, bis auf die Haupttribüne waren alle Plätze eh gleich teuer, also ging es auf die ziemlich große überdachte Hintertortribüne. Vorher kurz am unbewachten äußeren Aufgang auf die Haupttribüne gewitscht und die Hintertortribüne abgelichtet, Ziel trotzdem erfüllt. ;)

Für einen Zweitligaground ist das Stadion durchaus gut und zur Hälfte neu („meine“ Hintertortribüne und die Haupttribüne), wobei es ziemlich klein ist, aktuell ist die Kapazität auf um die 5.000 Sitzplätze und 3.000 Stehplätze begrenzt. Der Schnitt liegt allerdings nur bei ~ 1.400 Zuschauern, wobei das angeblich noch das 4-fache der Zuschauerzahl ist, die heute da war: 350 Zuschauer laut transfermarkt.de. Es gab immerhin eine Ecke mit Verpflegungsständen, an denen, welch Wunder bei der Zuschauerzahl, wenig los war, so dass ich mir zumindest ein Bier wichteln konnte. Essen fiel aus Gründen mal wieder aus, zur Wahl standen nur Hot Dog, Hamburger und Braadworst – kein schlechtes Gewissen also, als ich danach im Hotel eine halbe Packung Doritos mit Käsedip verputzt habe. ;)

Roeselare gegen Tubize, das hieß sechster gegen siebter, allerdings bei einer Ligenstärke von nur acht Mannschaften. ;) Immerhin gab es ein bisschen Pyro vor dem Anpfiff, das war aber auch das einzige Highlight. Insgesamt gab es glaube ich nicht mal ein halbes Dutzend Schüsse aufs Tor und wenig spannendes zu sehen, immerhin fiel dann zehn Minuten vor Schluss doch noch das Tor des Tages. So schmerzfrei wie die Anreise war dann auch die Abreise, insgesamt also ein netter, etwas frostiger Ausflug.

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