Für den Sonntag hatte ich mir noch mal einen letzten langen Lauf so als Einstimmung auf den Hamburg-Marathon-Trainingsplan vorgenommen. Eigentlich dachte ich vor dem Einchecken, vom Hotel aus los, ein mal um die „Insel“ auf der die Innenstadt liegt und zurück wäre eine Option, allerdings erfuhr ich dann dass der Check-Out schon um 10:00 wäre, Budget-Hotel halt (aber immerhin mit Fenster). Die aufpreispflichtige Verlängerung auf 13:00 lehnte ich dankend ab, und entschied mich, stattdessen nach dem Laufen einfach kurz ins Schwimmbad zu gehen. Da es nicht weit bis nach Ostende war, entschied ich mich für einen Lauf an der Küste entlang, da konnte ich auch direkt am Schwimmbad parken und mich auf den Weg machen.

Ich sag mal so, es war ein äußerst interessanter Lauf. Ich kann mich nicht erinnern, jemals bei so extremem Wind gelaufen zu sein. Dazu noch zu Beginn ordentlich Regen, so dass ich dachte ich überlebe nicht mal zwei Kilometer. :) Bis Kilometer 11, in Westende, biss ich mich dann doch durch. Auf dem Rückweg war der Wind zwar noch extremer, vor allem an den Straßen zwischen Hochhäusern, aber auch vor der Raversyde, wo es nur einen kleinen Hang gibt, aber irgendwann hatte ich aufgehört auf die Uhr zu schauen und das lief ganz gut. Am Ende war ich stolz wie Bolle weil 23 km den Elementen getrotzt, da war ein kleiner Abstecher ins Schwimmbad angebracht. Das war dann irgendwie auch abstrus, weil ich auf dem Weg zum Becken erst mal keine Dusche fand und dann durch so eine Überkopf-Zwangsdusche musste, wobei ich natürlich noch das Handtuch dabei hatte. Mehr als ein bisschen planschen war zeitlich eh nicht drin und immerhin fand ich auf dem Weg raus auch die Dusche – ungefähr 10 Duschen an einer L-förmigen Wand, einfach neben der Treppe und Unisex, ist mir so auch noch nicht begegnet. Danach ging es direkt ab nach Lommel und trotz einer kleinen Orientierungsschwierigkeit bei der Fahrt durch den Ortskern von Lommel selbst war ich gerade pünktlich am Stadion.

Am Soevereinstadion das gleiche Spiel wie in Roeselare, schön mal wieder einen Block ausgeguckt den es gar nicht gab. Der Backup-Block auf der Gegentribüne war dann aber im Verkauf, soweit so gut. Am Ende war es eigentlich eh egal, wo ich saß, weil man von hinter der Haupttribüne eh innen ein Mal rum musste, also genug Gelgenheit, bei Seitentribünen zu fotografieren. Vor der Gegentribüne befand sich unten der Stehplatzblock der Heimfans, etwas zu arg den Elementen ausgesetzt, gut dass ich oben drüber saß.

Immerhin etwas mehr als 1.500 Zuschauer vor Ort und ganz gute Stimmung, das Spiel war auch ziemlich munter, zur Halbzeit stand es 1:1. Es war dann doch recht unangenehm nasskalt, so dass ich mich in die Kantine im Innenraum begab, und oh Wunder – man brauchte keine Stadionkarte zum Bezahlen und es gab sogar ein Käsebrötchen. Zwei Wertbons bekam ich noch, allerdings scheiterte ich dann an der Sprachbarriere und einem ältlichen Bediener, am Ende stand immerhin ein Kaffee für die zwei Wertbons für 4 € zu buche… ;) tDie zweite Hälfte war dann auch unterhaltsam, vor allem gegen Ende ging es ganz gut zur Sache, als die Hausherren das zwischenzeitliche 1:2 ausglichen, postwendend aber das 2:3, gleichzeitig der Endstand, kassierten.

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