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Privates Blog von Roland Kübert

Kategorie: Allgemeines (Seite 1 von 120)

Groundhoppers Leid

Ich weiß gar nicht bei wie vielen Vereinen und Ticketagenturen ich angemeldet bin und Newsletter en masse bekomme, auch wenn ich eigentlich bei der Anmeldung immer anklicke, dass ich gar keine Benachrichtigungen erhalten will. Heute haben sich – rein in alphabetischer Reihenfolge – der DFB, der HSV, der OFC und die Rangers gemeldet, um mir zum Geburtstag zu gratulieren (der FCB hat ganz klassisch via Snail Mail bereits einen 5 €-Rabatt-Gutschein für den Onlineshop geschickt).

Next next up?

Kaum den Chicago-Marathon überlebt, schon ist der übernächste Marathon in Planung – maybe Berlin 2018?

Next up: TBC. Der verrückte Flo, aka Flodeno, liebäugelt mit einem Frühjahrsmarathon, der dann aber moderato gelaufen wird – oder doch eher vivace, aber nicht prestissimo? Man weiß es noch nicht und wird es sehen. Momentan in der Auswahl: Barcelona, Paris und – wait for it – Hannover. 😀

37. Great North Run 2017 oder Looney with the Toons

Halbmarathon im Trainingsplan für Chicago, was macht da wenn man nicht irgendeinen Quatschlauf rennen will? Klar, man fliegt mal geschwind zum größten Halbmarathon der Welt, dem Great North Run in Newcastle. So stimmt die Geschichte natürlich nicht ganz, denn natürlich muss man sich für den GNR schon lange im Voraus erst mal bewerben. Die Bewerbung fand glaube ich schon statt, als ich noch gar nicht wusste, dass ich Chicago rennen würde, im Februar 2017 habe ich mich registriert und irgendwann später dann die Zusage bekommen.

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15. Honischlauf 2017 oder der anämische Hitzelauf

Montags Blut spenden, Freitags abends 10km-Rennen, eine eher mäßige geschickte Kombination, aber was will man machen. Blut spenden wollte ich unbedingt, weil ich dann im Marathon-Trainingsplan für Chicago wieder eher davor zurück schrecke, also war das nach dem Trainingsplan für den Würzburg-Halbmarathon die einzige Möglichkeit. Dass ich davor eine eher lockere Phase hatte was das Laufen angeht, inklusive anstrengender Frankreich-Rückfahrt inklusive nachfolgender Hochzeit, trug dann natürlich nicht zu großer Laufform bei. Ist aber natürlich nicht so schlimm, man muss ja nicht jedes Rennen Vollgas laufen – eigentlich. 😉 In der Tat war es so, dass ich während der Woche fest stellte, dass bei den heißen Temperaturen schon ein Kilometer auf Renntempo unglaublich anstrengend ist, der gute Vorsatz war dann, wenn überhaupt rennen, dann eher gemäßigt. Da ich nicht vorangemeldet war spielte ich auch mit dem Gedanken, überhaupt nicht zu laufen, da hätte ich mich aber dann doch nur geärgert und so meldete ich mich dann, nachdem ich mit Jörg nach Niedernberg gefahren war, doch noch nach.

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Projekt 52.2017.08: Leo Perutz – Der schwedische Reiter. SZ-Bibliothek Band 99

Selten war der Gegensatz an Lesespaß zwischen zwei Büchern so groß wie zwischen Leo Perutz Der schwedische Reiter und Ingeborg Bachmanns Malina. Hat mich letzteres über Wochen gequält, so verschlang ich ersteres in wenigen Tagen.

Bevor ich mich hier zu einer mäßigen Beschreibung des Inhalts quäle, die mich viel Zeit kostet und dem geneigten Leser wenig Erbauliches bietet, hier kurz die Inhaltsangabe von de.wikipedia.org:

Er handelt von einer Verwechslungsgeschichte, angesiedelt im Schlesien zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Der Vorbericht des Buches erwähnt auf wenigen Seiten das Leben einer Maria Christine von Blohme, die einen Vater hatte, den sie nur „den schwedischen Reiter“ nennt. Er fiel, als sie noch ein Kind war, offiziell als hochdekorierter Soldat im Heer des Schwedenkönigs Karl XII. 1709 in der Schlacht bei Poltawa. Tatsächlich aber hatte er sie, aus für sie unbekannten Gründen, in den letzten Monaten seines Lebens immer nachts heimlich besucht. Warum das so war, und wie die Dinge zusammenhingen, blieben ihr aber auf immer verborgen. Der Vorbericht endet mit den Worten: „Die Geschichte des ‚schwedischen Reiters‘ soll nun erzählt werden. Es ist die Geschichte zweier Männer.“

In den folgenden vier Kapiteln „Der Dieb“, „Der Gottesräuber“, „Der schwedische Reiter“, „Der Namenlose“, wird das Leben dieser beiden Männer dargestellt – das eine sehr ausführlich, das andere knapp umrissen.

Leo Perutz‘ Roman spielt in der Zeit des ausgehenden Barock. Die Welt zeigt noch die Narben des Dreißigjährigen Krieges, die Sitten sind rau. Die Sprache passt sich dieser Zeit an, ist gespickt von saloppen Wendungen, alten Worten und französischen Einsprengseln. Sie eröffnen ein Panorama, auf dessen Hintergrund sich die Figuren entwickeln. Neben den realen Personen behalten Zaubersprüche ihre Gültigkeit, ein toter Müller tritt auf als Mittler zwischen Himmel und Hölle, und in der Mitte des Buches hat der Protagonist die Vision eines himmlischen Gerichts.

Gerade die saloppe, der Zeit angepasst Sprache, hat mich sehr amüsiert, davon abgesehen ist die Handlung auch vom Anfang bis zum Ende durchgehend spannend, schon alleine deshalb weil man auf die Auflösung des Prologs hofft. Das Buch hätte für mich den Abschlussplatz 100 in der SZ-Bibliothek eher verdient als das Lob der Stiefmutter, aber das ist sicherlich Geschmacksache. Uneingeschränkt empfehlenswert jedenfalls, Leo Perutz wird für weitere Lektüre vorgemerkt.

12. Römerlauf Obernburg 2017 oder It’s getting hot out there

Die Pflicht war mit dem Halbmarathon beim Würzburg-Marathon erst mal erledigt, eine Woche später folgte nicht die Kür sondern eine schöne Quälerei beim Römerlauf Obernburg. Die erste Post-Trainingsplanwoche ging problemlos vorbei und es wäre vielleicht auch etwas mehr Vorfreude auf das Rennen aufgekommen, immerhin war es für mich mal wieder ein neues Rennen. Das erste Mal bei richtiger Hitze laufen und dann gleich noch ein Rennen sprach mich aber logischerweise nicht so an.

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Halbmarathon beim 17. iWelt-Marathon Würzburg 2017 oder Supergroupies für die PBZ

Mit den letzten beiden Halbmarathon-Zeiten in Stuttgart und Aschaffenburg 2015 war ich nicht zufrieden, den im Trainingsplan für York vorgesehenen Halbmarathon ließ ich wegen eines England-Trips sausen, es war also mal wieder Zeit für einen HM-Wettkampf (im Training ist ja HM-Distanz und mehr eh öfter der Fall), dieses Mal das erste Mal mit Trainingsplan, um eine gute Zeit auf die Straße zu brennen und als Grundlage für das Marathon-Training für Chicago, das im Sommer beginnt.

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