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Privates Blog von Roland Kübert

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Kategorie: Allgemeines (Seite 1 von 122)

Getting closer

Unscharf

Der diesjährige Trainingsplan für den Berlin-Marathon steht, wenn möglich, unter dem Zeichen der Abwechslung, insofern nutzte ich heute gerne die Möglichkeit, meinen Trainingslauf auf einer mir bisher unbekannten Strecke durchzuführen. Da ich sowieso dienstlich in Mainz war nutzte ich die Mittagspause, um von Gustavsburg aus über die Südbrücke nach Mainz zu laufen, dort über das Adenauer-Ufer und die Theodor-Heuss-Brücke nach Kastel, über die Meeraue bis zur Staustufe Kostheim und über diese zurück nach Gustavsburg. 13 km in 70 Minuten, etwas flotter als im Plan angegeben, aber es lief trotz Hitze ganz gut – wenn ich aus dem „verkorksten“ Halbmarathon vom vergangenen Wochenende etwas gelernt habe, dass ich an meiner Hitzehärte arbeiten muss.

Ohne weiteres wäre das ein sehr netter Lauf auf einer interessanten Strecke mit vielen Flussüberquerungen gewesen, zu sehen gab es ja allerhand, unter anderem den Flusskilometer 0,0 des Mains und aus der Ferne den Mainzer Dom. Irgendwie traf mich aber plötzlich die Erkenntnis, dass ich mich bei meinem ersten Marathon 2011 genau dort warm gemacht hatte. Auch die Unterführung unter der Rheingoldhalle kam mir dann bekannt, ebenso wie die Theodor-Heuss-Brücke, die ich damals kurz nach der Halbzeit und um Kilometer 28 passierte. Bevor ich selbige heute deutlich entspannter (und trotzdem schneller :D) als damals überquerte, stolperte ich noch über Berliner Bär-Kilometerstein, wie passend:

Da ich zwecks Navigation nur mein altes Handy dabei hatte und bei diesem die Kamera nicht mehr fokussiert ist das Foto entsprechend unscharf. Passt vielleicht aber sogar noch etwas besser, weil man beim Marathon ja nie so ganz genau weiß, was einen erwartet, eine Unschärfe ist da nämlich durch verschiedene Faktoren gegeben, angefangen bei der Frage auf welche Zielzeit man den raus will und dann am Tag auch kann bis zum Wetter.

P.S.: Eine Liste der Berliner Meilensteine findet sich auf dieser Webseite, dort findet sich quasi auch mein Foto in scharf (und im Herbst). Aschaffenburg hatte wohl anscheinend auch mal so einen Stein.
P.P.S.: Bei weiteren Recherchen habe ich noch folgende Seite gefunden – eventuell handelt es sich beim Aschaffenburger Stein um den hier unter der Überschrift „Später aufgestellte Steine in Sonderformen“ angegebenen Stein, der mal in der Nähe des damaligen Parkplatzes Stadtblick stand und sich jetzt auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Hösbach befindet.

Projekt 52.2018.10: Connie Willis – Doomsday Book

Endlich mal wieder auf Reisen, da gab es ausreichend Gelegenheit mal wieder ein Buch in Gänze in relativ kurzer Zeit zu lesen. Auf dem Plan stand das Doomsday Book, das erste Buch aus Connie Willis‘ Oxforder Zeitreisen-Serie, von der ich schon den Doppelpack Blackout / All Clear verschlungen habe. Es gibt zwar eine gewisse Überlappung an Charakteren zwischen den Büchern, aber es ist absolut kein Problem, diese in verdrehter Reihenfolge zu lesen.

Kivrin Engle, eine junge Historikerin, will ins Mittelalter reisen, um mehr über diese Zeit zu erfahren. Der Name des Buches ist inspiriert vom Domesday Book, denn Kivrin will eine Aufzeichnung des Lebens im Mittelalter erstellen. Zielzeitpunkt ist 1320 in der Nähe des Örtchens Skendgate bei Oxford, in dem im Oxford der Gegenwart des Jahres 2054/2055 gerade Ausgrabungen stattfinden. Zwar gilt das gesamte Mittelalter als für Zeitreisende gefährlich, aber Kivrin wähnt sich sehr gut vorbereitet und die Zielzeit befindet sich deutlich vor dem Auftreten der Pest in England.

Kivrin ahnt nicht, dass in Oxford just zum Zeitpunkt ihrer Abreise eine Influenza-Epidemie ausbricht. Ausgerechnet der Techniker, der das Netz bedient, Badri, ist einer der ersten Betroffenen und gibt eine falsche Zielzeit ein – Kivrin landet so mitten im England der Pest. Ihr Mentor James Dunworthy versucht derweil in der Gegenwart, in der die Krankheit Oxford lahm legt, alles, um Kivrin sicher zurück zu bekommen.

Buried with my own hands five of my children in a single grave … No bells. No tears. This is the end of the world.
AGNIOLA DI TURA
Siena, 1347
(Connie Willis – Doomsday Book, Kapitel 3 vorangestellt)

Die Influenza-Epidemie in Oxford ist tragisch und fordert auch Opfer, aber sie ist kein Vergleich zu dem Elend, das Kivrin im Mittelalter erlebt. Die Pest erreicht den Ort, an dem sie sich zwischenzeitlich eingerichtet hat, erst relativ spät im Buch und unerwartet, die Folgen sind verheerend und schockierend. Klar, die Pest kennt man und vom schwarzen Tod hat man schon mal gehört, näher auseinander gesetzt habe ich mich damit aber bisher nicht. Ein zum Teil ziemlich trauriges Buch, aber dennoch äußerst lesenswert.

Schweiß-Schweiß

Automatische Übersetzung eines Facebook-Beitrags der Tokyo Marathon Foundation:

„Die Blendung des Asphalt, im Zustand eines Schweiß-Schweiß“ – so hat sich der lange Lauf am Sonntag hinten raus auch angefühlt. ;)

It begins again oder Road to Berlin 2018

Heute war Auftakt zum dritten Trainingsplan im Jahr 2018, Endziel ist der 45. Berlin-Marathon am 16. September. Wie üblich habe ich den 10-Wochen-Steffny-Plan auf 11 Wochen gestreckt, um zumindest eine Woche abpuffern zu können. Außer für Laufen bleibt dann in den nächsten zweieinhalb Monaten wenig Zeit für anderweitigen Sport, denn sechs Einheiten pro Woche stehen auf dem Programm.

Hey, immerhin muss ich von 31 Tage im Juli nur an 25 Laufen! :)

Mal sehen wie das so klappt und was am Ende dabei raus kommt. :) Ich bin aktuell eigentlich ziemlich entspannt, mal sehen wie die erste Woche läuft, dann lässt sich vielleicht auch eine halbwegs verlässliche Aussage über Zielpace/-zeit treffen.

16. Honischlauf 2018 oder ohne Druck läufts

Kein Cordenka-Laufcup dieses Jahr dank bisher zwei Trainingsplänen, zwischen Trainingsplan zwei und drei war immerhin Platz für den Honischlauf. Viele bekannte Gesichter gab es zu sehen und bei angenehm kühlem, wenn auch etwas windigem Wetter, lief es erstaunlich gut. 42:01 min brauchte ich für die Strecke, obwohl ich am Anfang (vom viel zu schnellen ersten Kilometer abgesehen) relativ „entspannte“ Kilometerzeiten um die 4:25 min lief. So nach Kilometer 6 drückte ich dann aufs Tempo und konnte, was aber nur Zufall war, sogar noch alle schnellen Damen überholen.

Ein abendliches Panoramafoto nach dem Lauf. Laufspezifische Fotos gab es nur vom Main-Echo (ohne mich) und vom Veranstalter, der aber 1 € pro Foto will. Nächstes Mal nehme ich wieder meinen persönlichen Fotografen mit. :)

Absurd, bei beiden 10 km-Läufen im 10 km-Training und im Halbmarathon-Training lief ich gerad mal 20 Sekunden schneller, dafür waren die Rennen gefühlt viel anstrengender. Und dieses Mal dann so entspannt, wo ich diese Woche neben 10 x 400 m Intervallen noch schwimmen war (ein Mal sogar laufend ins Schwimmbad und zurück) und am Mittwoch eine 50 km-Radtour gemacht habe. Man steckt halt nicht drin, hat sich jedenfalls gut angefühlt und gibt mir ein positives Gefühl für den am 2. Juli beginnenden Trainingsplan für den Berlin-Marathon. :) Vor dem ich immer noch Respekt ob des schieren Umfangs habe…

P.S.: Für die Statistik: 36. von 213 Finishern, 36. von 168 Männern, 10. von 23 in der AK M35.
P.P.S.: Siegerzeit von Solomon Merne Eshete: 30:39. Wow.

Halbmarathon bei den 39. Courses de Strasbourg Europe oder la première fois en France

Mit dem Halbmarathon bei den 39. Courses de Strasbourg fand der zweite Trainingsplan dieses Jahr seinen Abschluss. Wie vergangenes Jahr beim HM im Rahmen des Würzburg-Marathons lief ich den Steffny-1:27h-Plan, der mit seinen 6 Wochen gerade so nach den 10 km-Plan passte, dass ich vor Pfingsten das Finale laufen konnte und damit einen entspannten Surfurlaub hatte.

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