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Privates Blog von Roland Kübert

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Kategorie: 3. Liga (Page 1 of 11)

FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 2:1 (0:0)

Zum Heimspiel des FCCZ gegen den Halleschen FC waren Thomas und ich über GermanFootballGrounds.com eingeladen worden. Nachdem wir am Tag vorher schon den ZFC Meuselwitz gesucht hatten, nächtigten wir schon mal vor Ort in Jena.

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FSV Zwickau – Chemnitzer FC 1:0 (1:0)

Zum eigentlichen Anlass der Reise, dem Westsachsenderby, ging es morgens erst mal von Leipzig nach Zwickau. Nebelsuppe in Leipzig, auf dem Weg dann aber Kaiserwetter und mit reichlich Puffer war ich in Zwickau, wo es gerade noch zu einem etwas aufwändigeren Cache reichte, gut dass das Klettersteigset dabei war. ;) Die Innenstadt hatte ich mir ja vor meinem Besuch im Sportforum im Jahr 2015 schon angeschaut, also keine Notwendigkeit für das erneute Begutachten der Sehenswürdigkeiten. When in Zwickau, also mal geschaut wo die Einheimischen parken, die Anfahrt zum Stadion ist sonst nicht so ganz offensichtlich, es ergab sich so ein guter Parkplatz direkt an einer Staffel, wie der Ex-Stuttgarter sagt, die direkt hinter der Gästetribüne des Stadions endet.

Das Stadion Zwickau ist eine ganz nette Kiste, ein über der Stadt gelegener Neubau mit vier einzelnen, überdachten Tribünen. Die Hintertortribünen sind relativ schmal, die Tribünen an der Längsseite gehen aber jeweils über die komplette Seite des Spielfelds. Diese tragen auch jeweils zwei recht markante Flutlichtmasten. Etwas ungeschickt, dass das Dach wirklich nur bei senkrecht fallendem Regen schützt, ansonsten kann von allen Seiten Wasser rein. Dass es durch die offene Bauweise auch recht zugig ist war auch heute zu merken. Trotz in der Sonne angenehmen Temperaturen war es im windigen Schatten der Haupttribüne unangenehm frostig.

Das Westsachsenderby war eine gute Wahl gewesen, die Heimfans mit einer schönen Choreo zur Mission Klassenerhalt, der Gästeblock voll gefüllt, guter Support von beiden Seiten. Chemnitz, mit Ex-Stuttgarter Kickers-Spieler Philip Türpitz auf der Bank, war spielerisch besser, Zwickau hielt aber gut dagegen und war vor allem bei Standards gefährlich. Die Führung für die Gastgeber dann auch nach einem Freistoß, Torschütze allerdings der Chemnitzer Grote, Eigentor also. In der zweiten Halbzeit gab es Chancen auf beiden Seiten, am Ende blieb es aber bei dem einen Tor. Nettes Stadion, gute Stimmung, flotter Kick, geht in Ordnung.

Für mich ging es dann mit einigen cachingbedingten Abstechern nach Hause, von der Fahrt an sich war es sehr entspannt, Sonntag Abend ist halt keine so ganz schlechte Reisezeit. Nur den Stau auf der A3 vor dem Rasthof Spessart hätte ich mir gerne gespart, der war aber dann zum Glück auch nur kurz.

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SSV Jahn Regensburg – Hansa Rostock 2:0 (0:0)

Highlight des „Oberpfalz-Trips“ war das samstägliche Heimspiel von Jahn Regensburg gegen Hansa Rostock, stand doch die Continental Arena nach Regensburgs Aufstieg in die 3. Liga auf der Liste der fehlenden Profi-Grounds. Nach dem freitäglichen Spiel in Neumarkt war ich, cachebedingt, bis kurz vor Bayreuth gefahren, am Samstag ging es dann auf einen Schwenk ostwärts und dann immer weiter Richtung Regensburg. Recht zeitig war ich dann vor Ort und wählte die Tiefgarage der Universität als Parkplatz, bei den doch unerwartet sommerlichen Temperaturen willkommen im Schatten gelegen. Der Fußmarsch zum Stadion dauert von dort etwas länger als eine Viertelstunde, was aber durchaus verschmerzbar ist bei den Vorteilen – kostenloser Parkplatz im Schatten anstatt 4 € für einen Parkplatz in der prallen Sonne. Von außen her macht das Stadion schon was her, deutlich mehr als das alte Stadion auf jeden Fall, das ja im wesentliche nur eine Tribüne hatte, von der Brücke über die Autobahn aus hat man auch einen schönen Blick auf darauf.

Ich hatte mir ausnahmsweise mal eine teure Karte gegönnt, Gegentribüne Mitte für – 3. Liga, gell – 32 €! Umso verwunderter war ich, dass ich keine freie Sicht auf das Spielfeld hatte sondern die Kommentatoren-Pulte den Blick auf den Bereich um die Eckfahne versperrten – gehört sich für den Preis nicht, auch wenn es nicht wirklich schlimm war. Ansonsten hatte ich Glück, dass der Platz am Gang, direkt neben mir, frei blieb, so hatte ich genug Platz, mich auszubreiten und konnte auch mal ab und zu einen Blick auf Bernd Schmelzer werfen, der für das Fernsehen kommentierte. Das Stadion erinnert innen etwas an Mainz, von wegen verglaste Ecken, und ist natürlich ein reines Fußballstadion. Sehr markant sind die filigranen Flutlichtmasten, die sich über dem Dach der Längsseiten erstrecken. Die Südtribüne ist eine reine Stehplatztribüne für die Heimfans, der Gästeblock befindet sich dementsprechend auf der gegenüberliegenden Seite im Norden. Zwei Anzeigetafeln befinden sich an den Dächern der Schmalseiten, ein bisschen VIP-Kram befindet sich logischerweise im oberen Bereich der Haupttribüne. Nette Kiste mit Platz für 15.224 Zuschauer, beim ersten 3. Liga-Heimspiel war das Stadion mit 7.683 Zuschauern fast genau halb voll.

Auf jeden Fall empfehlenswert ist die Stimmung in Regensburg, auch die Gästefans ließen sich nicht lumpen, war sehr schön anzuschauen und anzuhören. Wie schon in Neumarkt blieb auch hier die erste Halbzeit torlos, wobei es in Neumarkt ja ein Tor gab, nur war ich da noch nicht im Stadion. ;) Das Spiel war relativ ruppig und nach einem halbwegs munteren Auftakt war nicht mehr viel Spielfluss vorhanden. Die Führung für die Gastgeber fiel dann nach einem rech unnötigen, aber wohl offensichtlichen Elfmeter gerade mal fünf Minuten nach Wiederanpfiff, Geipl verwandelte souverän. Regensburg spielte mit der Führung im Rücken besser, das 2:0 nach etwas mehr als einer Stunde durch einen direkten Freistoß brachte dann die Entscheidung, Rostock konnte nach vorne einfach nicht genug Druck erzeugen.

Nach dem Spiel ging es, abgesehen von einem Cache in Nürnberg, direkt zurück nach Hause, zum Glück war der Verkehr am Samstag Nachmittag/Abend sehr überschaubar, ganz im Gegenteil zum Freitag. Nächster und letzter fehlender Ground in der 3. Liga beziehungsweise den Ligen 1 bis 3: Stadion Zwickau.

Bilder

In Kürze…

1. FSV Mainz 05 II – Stuttgarter Kickers 1:2 (0:0)

History repeating, wie schon vergangene Saison ging es auch dieses Mal wieder zum Kickers-Auswärtsspiel an den Bruchweg, dieses Mal allerdings mit umgekehrten Vorzeichen, zumindest was die Kickers betraf, denn letztes Jahr spielte man noch um den Aufstieg mit, dieses Jahr heißt es möglichst noch aus dem Keller rauszukommen, so kann es gehen… Letztes Jahr war das Spiel glaube ich am Sonntag und dementsprechend der Parkplatz gegenüber frei, dieses Mal parkte ich dann um die Ecke, weil ab dem Stadion alle Parkplätze am Martin-Luther-King-Weg für die Polizei reserviert waren, obwohl das Aufgebot deutlich kleiner war als im Jahr zu vor, auch wenn mit insgesamt 998 Zuschauern fast die identische Zahl an Zuschauern vor Ort war wie letztes Jahr (991).

Support von der übersichtlich besetzten Haupttribüne

Support von der übersichtlich besetzten Haupttribüne

Kurz vor Anpfiff schnell eine Karte für den Gästestehplatzblock geholt und noch eine äußerst empfehlenswerte Feuerwurst, dann rein in den recht gut gefüllten Gästeblock. Eile wäre nicht nötig gewesen, in der ersten Hälfte ging nicht viel, die Mainzer standen kompakt und versuchten mit schnellem Umschalten zum Torerfolg zu kommen, dementsprechend die Kickers mit deutlichem optischem Übergewicht und auch mehr Chancen, allerdings nichts zwingendes dabei – auch das 0:0 zur Pause kann unter der Kategorie „history repeating“ abgelegt werden. ;) Die zweite Halbzeit hatte dann mehr zu bieten, die Kickers gingen nach schönem Zuspiel auf Berko in Führung und nahmen damit Kurs auf einen äußerst wichtigen Dreier, allerdings änderte Mainz danach sein Konzept, nur aus der Defensive heraus zu spielen und konnte etwas mehr als 10 Minuten vor Schluss ausgleichen. Damit nicht genug, eine gute Möglichkeit, das Spiel zu drehen, verpassten die Mainzer auf relativ kuriose Art, nachdem der Ball erst an den Pfosten sprang, von da zurück zu einem Mainzer und der mit dem Ball aber nichts anfangen konnte, das hätte das 2:1 sein können und dann wäre es ganz schwer geworden. So überstanden die Kickers die kurze Mainzer Drangphase nach dem Ausgleich ohne weiteres Gegentor, für das Happy End sorgte dann Markus Mendler in der 82. Minute, als er einen direkten Freistoß zum Siegtreffer verwandelte.

Die Kickers-Fans feiern den Auswärtssieg vor dem Gästeblock - ja, das Netz ist gar nicht nervig

Die Kickers-Fans feiern den Auswärtssieg vor dem Gästeblock – ja, das Netz ist gar nicht nervig

Enorm wichtige Außwärtsdreier, der gepaart mit dem Heimsieg am nächsten Wochenende gegen den Halleschen FC die Kickers bei zwei ausstehenden Spielen auf Platz 15 und sechs Punkte vor die Abstiegsränge führte, bei entsprechend blöden Ergebnissen könnten die Kickers die Saison aber immer noch als 19. beenden! Ein Punkt im nächsten Spiel bei Werder Bremen II würde dann aber zum sicheren Klassenerhalt reichen.

Direkt abgestiegen ist nach dem 36. Spieltag der VfB II, erstaunlich nach wie vor die Situation oben, wo für die Würzburger Kickers noch die Chance besteht, auf den direkten Aufstiegsplatz 2 zu springen, mit vier Punkten Rückstand und ebenso vier Punkten Vorsprung auf den 4. Osnabrück scheint es aber der Relegationsplatz zu werden, trotzdem Hut ab.

Für mich war es das erst mal mit Live-Fußball, eventuell bin ich aber zur Relegation wieder im Land, aktuell sieht es für die Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga wie folgt aus:

  • RL Nord: VfL Wolfsburg II oder VfB Oldenburg
  • RL Nordost: FSV Zwickau oder Berliner AK 07
  • RL West: Sportfreunde Lotte
  • RL Südwest: Waldhof Mannheim, SV Elversberg (noch im Rennen um den zweiten Platz: Eintracht Trier und Kickers Offenbach)
  • RL Bayern: Jahn Regensburg, 1. FC Nürnberg II oder Wacker Burghausen

Die Paarungen sind 1. Nord – 1. Bayern, 1. West – 1. Südwest, 1. Nordost – 2. Südwest. Mal sehen was dann an neuem Grounds dazu kommt.

Würzburger Kickers – Stuttgarter Kickers 2:1 (1:0)

Auswärtsspiel der Kickers aus Stuttgart bei den Kickers aus Würzburg, Zeit also für meinen vierten Besuch am Dallenberg. Da ich momentan autolos bin ging es auf Bayern-Ticket-Tour, um nicht so arg knapp zu sein wählte ich den 11:17-RE ab AB und machte mich um kurz vor elf auf den Fußmarsch zum Bahnhof. Es war noch Zeit für einen schnellen Einkauf bei Yorma’s, bevor ich am Gleis feststellen durfte, dass von dem noch wenige Stunden vorher im Internet ausgegebenen Zug jede Spur fehlte, tatsächlich wurde er einfach gestrichen, dafür gab es um 11:54 einen Ersatzzug, der gar nicht im Fahrplan stand, immerhin auch ein RE, der dann der üblichen Fahrzeit nach eigentlich um 12:59 in Würzburg hätte sein sollen. Auf Grund diverser Bauarbeiten bis Heigenbrücken ging es allerdings sehr gemächlich los, am Ende war ich gegen 13:20 in Würzburg, gerade noch rechtzeitig, um die Straba um 13:30 zu erwischen und so pünktlich am Gästeblock zu sein, dass ich trotz des tollen Systems, für Getränke und Essen getrennt anstehen zu müssen, kurz vor Anpfiff voll verpflegt im Block aufschlagen konnte.

Spielerisch gesehen war die Partie kein Leckerbissen, davon abgesehen spiegelten sich die Tabellenverhältnisse auch auf dem Platz wieder, auch wenn die Gastgeber die Präzision zum Glück vermissen ließen. Ex-Kickers-Spieler Soriano hatte zwei gute Möglichkeiten, daneben unter anderem auch noch der spätere Matchwinner Shapourzadeh, aber direkt aus dem Spiel raus ging gegen die solide stehenden Blauen eigentlich nicht viel, es waren entweder Flanken von außen, Standards oder Distanzschüsse. Das Spiel wäre auch mit 0:0 in die Pause gegangen, hätte es nicht Elfmeter für die Würzburger gegeben, den Shapourzadeh zum 1:0 verwandelte. Große Aufregung danach, nachdem einer der auf dem Zaun sitzenden (Stuttgarter) Kickersfans anscheinend in den Innenraum gefallen war und ziemlich unsanft von den Ordnern entfernt wurde. Das war nicht die feine Art, ist ja von der Security aber nicht anders zu erwarten, die Reaktion der dahinter stehenden Kickers-Fans war aber auch unangebracht, Pöbeleien, Becherwürfe, zerdepperte Fahnenstagen plus ein weiterer Fan, der über den Zaun kletterte, wie so oft löste sich das dann natürlich in Wohlgefallen auf.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber überlegen, die Blauen leider ohne große Aktionen im Offensivspiel, ein sauber rausgespielter Konter brachte dann das 2:0 für die Gastgeber. Nach dem 2:1 schöpften die Gäste nochmal Hoffnung, Würzburg spielte aber die Zeit runter und sackte die drei Punkte ein. Die Aussage vom Kicker „Würzburg brachte den Vorsprung über die Zeit und freute sich über den rechnerischen Klassenerhalt“ ist natürlich ziemlicher Käse, wenn man bedenkt dass Würzburg auf Platz vier steht und zwischen den Rothosen und dem ersten Abstiegsplatz bei noch fünf ausstehenden Spielen 14 Mannschaften stehen, nach Osnabrücks Niederlage in Erfurt beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch einen Punkt! Für die Kickers hat sich zumindest nichts verschlechtert, da Cottbus keinen und Wehen nur einen Punkt holte stehen die Kickers nach wie vor zwei Punkte über dem Strich. Bis auf das letzte Heimspiel gegen Chemnitz geht es nur noch gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte, die Kickers haben es also noch in der eigenen Hand.

Zur Rückfahrt wählte ich den vom Stadionsprecher empfohlenen Shuttle-Bus, der allerdings ewig wartete, bis er mal fast voll war. Wäre der Zug nach Aschaffenburg nicht fünf Minuten verspätet gewesen, hätte ich eine Stunde warten müssen, so hatte ich Glück und war dann um kurz nach sechs auch wieder daheim, für einen Kurztrip nach Würzburg aber eigentlich auch alles ganz schön zeitaufwändig.

P.S.: 5.422 Zuschauer, Daumen hoch dafür, auch wenn die Heimfans nicht immer lautstark zu hören waren, gut zu vernehmen war allerdings „Macht sie alle, schießt sie aus dem Dalle.“ :)

Bilder

SVK-Choreo, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Fahnen auf der Haupttribüne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Reste der Choreo, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Hinter dem Gästeblock, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

W-Logo Haupttribüne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Old school-Anzeigetafel, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama I, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama II, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama III, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama IV, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Ordnungsmacht, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Fahnen, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

FWK-Fahne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

SVK-Huddle, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Gute Zeit wünscht Rudi May, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

90 Minuten. Ein Leben lang, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Würzburg-Fahne, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Auswechslung Shapourzadeh, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Kickers, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Endstand, Flyeralarm Arena, Wüzburger Kickers - Stuttgarter Kickers

Chemnitzer FC – Stuttgarter Kickers 0:1 (0:0)

It’s done! Logischerweise nicht das Opus Magnum zumindest des englandaffinen Groundhoppers, die 92 Profigrounds in England besucht zu haben, was einem die Mitgliedschaft in The Ninetey-Two Club bringt, sonder quasi das deutsche Äquivalent, „Doing the 56“, der Besuch aller 56 Profigrounds in Deutschland. Dass sich das dieses Jahr noch ergeben hat, nachdem ich immer nur zwei oder drei Grounds davon entfernt war, war eher Zufall, den finale Besuch in Chemnitz hätte ich aber vielleicht auch gemacht, wenn ich nicht noch einen Hotelgutschein übrig gehabt hätte, der am 31. Dezember 2015 verfallen wäre. So bot sich jedenfalls ein samstäglicher Besuch in Chemnitz mit einem Abstecher in die Regionalliga Nordost am darauffolgenden Sonntag an. Dass in Chemnitz ausgerechnet die Stuttgarter Kickers zu Gast waren, war natürlich ein angenehmer Zufall, auch wenn weder das Spiel noch das Ergebnis Freude bereitet haben. Der Nikolaustrip ist hiermit jedenfalls eine Tradition, nachdem mich, wie auch letztes Jahr in Berlin, erneut Thomas begleitete. :)

Am Samstag ging es zeitig auf nach Chemnitz, Abfahrt mit dem Zug in Aschaffenburg um kurz vor sieben und ausnahmsweise mal ohne Verspätungen und damit verbundene verpasste Züge, so dass wir um kurz nach zwölf in Chemnitz waren. Nach einem Essen beim irgendwie tristen Burger King am Bahnhof ging es dann fußläufig zum Stadion an der Gellertstraße, dass zwar immer noch ein Viertel Baustelle ist, denn die Haupttribüne ist noch nicht bestuhlt, ansonsten aber vom Innenraum her komplett steht. Deutlich arbeiten darf man noch an der Beschilderung, vor allem den Weg zum Gästeblock findet man ohne Nachfragen kaum. Das Stadion ist durchaus nett, vier überdachte Tribünen mit unbebauten, aber nach Bauende zumindest gegen den Wind geschlossenen Ecken, man kann sich einen Besuch auch nach endgültigem Ausbau durchaus vorstellen. ;)

Wie erwartet war der Andrang im Gästeblock überschaubar, so dass wir keine Probleme hatten, einen Platz mit akzeptabler Sicht zu finden, hätten wir direkt hinter der großen Schwenkfahne gestanden hätten wir aber auch wenig verpasst, denn das Spiel war ziemlich mau. Die Chemnitzer mit drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen, die auf den letzten Tabellenplatz abgerutschten Kickers mit zehn sieglosen Spielen, ich weiß nicht ob es die Verunsicherung auf beiden Seiten war, jedenfalls gab es eigentlich keine sehenswerten Spielzüge. Die Chemnitzer waren mit ihren Spielern wohl ähnlich unzufrieden wie die Kickers-Fans, dazu aber anscheinend noch im Stimmungsboykott, zumindest kam von der Südtribüne eigentlich nichts, entsprechend dem gezeigten banner „Kein wir ohne Leistung“. Ein Unentschieden wäre sicherlich leistungsgerecht gewesen, wie es halt so kommt fiel dann relativ spät, in der 77. Minute, doch noch ein Tor, leider auf der falschen Seite, als Cincotta nach einer Ecke einen mit dem Kopf abgelegten Ball bekam und aus der zweiten Reihe den Siegtreffer erzielte. Die Kickers hatten immerhin noch eine große Chance zum Ausgleich, leider stand aber am Ende das elfte Spiel in Serie ohne Dreier und damit natürlich immer noch Platz 20, auch wenn man mit einem einzigen Dreier bei entsprechendem Ausgang der anderen Spiele sogar auf Platz 17 springen kann. In Stuttgart ist anscheinend gerade keine gute Zeit für Fußball, denn neben den Kickers als Tabellenletzter sind sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft vom VfB in Liga 1 und 3 jeweils vorletzter.

Für uns ging es nach dem Spiel zurück zum Bahnhof, dank mangelnder Ausschilderung wären wir fast in die gleiche Richtung gelaufen wie die Heimfans, Gott bewahre! Zum Glück machte uns ein Polizist darauf aufmerksam, dass wir doch bitte geradeaus weiter laufen sollen, an der nächsten Kreuzung interessierte das dann aber niemanden mehr, auch wenig effektiv. Immerhin erkannten wir in Person von Thomas noch den Tunnel unter dem Bahnhof als denjenigen aus dem Kraftklub-Video „Schüsse in die Luft“, dann holten wir unser deponiertes Gepäck und machten uns auf den Weg zum Hotel, zwar umsonst, aber etwas ungünstig an der Messe gelegen, was will man machen, es war das einzige Hotel in Chemnitz dass man mit dem Gutschein buchen konnte.

Direkt nach dem Einchecken ging es dann wieder mit dem Bus in die Stadt, kurz auf den Weihnachtsmarkt, dann im Ratskeller dinieren und natürlich ab zu Karl Marx Chemnitz, mehr Sehenswürdigkeiten standen auch nicht mehr auf der Liste und wir konnten guten Gewissens wieder zurück zum Hotel, dank der Lage an der Messe musste wir nämlich am Sonntag morgen auch zeitig los, denn es gab nur die etwa anderthalb Kilometer vom Hotel entfernte Straßenbahn, um zum Bahnhof zu kommen und unseren Zug um halb neun zu erwischen.

Also, die 56 erst mal erledigt, Relegationskandidaten für den Aufstieg zur 3. Liga kann ich eventuell noch vor Saisonende besuchen, falls sich da etwas neues ergeben würde, ansonsten halt in der Saison 2016/17. :) Die nächste Stufe nach den 56 währen in Deutschland dann fast nochmal so viel wie die 92 in England, aktuell spielen in den 5 deutschen Regionalligen 91 Mannschaften. Vor allem in der RL Bayern ist das aber zum größten Teil wenig erstrebenswert. Naja, aber die Wochenende wollen ja auch in Zukunft gefüllt werden. ;)

Bilder

2015_12_05_Chemnitzer_FC_-_Stuttgarter_Kickers_01_640

Bushaltestelle, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Hinter der Südtribüne, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Fertig sieht es wohl besser aus, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Kartenschalter Gästeblock, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Ecke Nord/Ost, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Unsachliche Nutzung, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Gästeblockeingang und Lost Place, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama I, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama II, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama III, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama IV, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Stadionpanorama V, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Karl-Marx-Stadt, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Kein Wir ohne Leistung, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Der Fahnenschwenker, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Blaue Bomber-Fahne, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Mannschaften, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Huddles, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Zwei Ascheberscher auf Tour, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Jubel nach dem 1:0, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Endstand, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Kickers am Boden, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Immerhin das Maskottchen tröstet, Stadion an der Gellertstraße, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Rathaus, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Weihnachtspyramide, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

Karl Marx, Chemnitzer FC - Stuttgarter Kickers

SV Werder Bremen II – VfL Osnabrück 0:1 (0:0)

Anlass für den Trip in den hohen deutschen Norden war das Heimspiel der zweiten Mannschaft von Werder gegen den VfL Osnabrück – endlich mal den vermaledeiten Platz 11 des Weserstadions besuchen, nach dem zwischenzeitlichen Abstieg von Werder II sah es mal so aus als wäre das gar nicht nötig, aber nach dem erneuten Aufstieg letztes Jahr ging es dann also doch nach Bremen, um „Do the 56“ im Jahr 2015 endlich mal vorläufig abzuschließen (ich bin mir des Widerspruches von „endlich“ und „vorläufig“ bewusst, aber man weiß ja nie wer aus den Regionalligen nachkommt…). Nach dem sich die Heimfahrt vom Hamburg-Spiel so arg gezogen hatte, kam ich recht spät aus dem Bett, während der Rest des Hauses mit weniger Schlaf auskommen musste, der liebe Nachwuchs. ;) Quasi kurz nach dem Frühstück ging es dann auch schon auf den nicht ganz kurzen Weg nach Bremen, im Vergleich zum vorigen Tag immerhin mit einer deutlich entspannteren Anreise und einem Parkplatz direkt um die Ecke vom Stadion.

Die Polizeipräsenz am Stadion war erstaunlich hoch, ich hatte nicht mit so einem massiven Aufgebot gerechnet, obwohl klar war dass der VfL eine große Zahl Fans mitbringen würde. Das war für uns als „Heimfans“ zwar kein Problem, führte aber zu einem umständlichen Umweg zum Eingang, aber halb so wild. Kurz aus den Socken gekippt weil auf der Tafel am Kartenhäuschen „U23 – VfL Osnabrück 14.00“ stand, zum Glück war damit aber nur die Anstoßzeit gemeint, die Stehplätze kosteten dann doch nur 8 €.

Weserstadion, Platz 11 ist nicht so schlimm wie ich es mir dem Namen nach vorgestellt habe, immerhin spielt neben der U23 ja auch die Damen-Bundesliga-Mannschaft dort und es gibt eine ganz ansehnliche Tribüne. Der Rest des Stadions sind die üblichen Stufen, allerdings ist das dann doch alles recht flach und man hat keine sonderlich gute Sicht aufs Spielgeschehen. Manchmal hat man in Bremen mit der Kulisse Pech, Minuskulisse diese Saison war das Heimspiel gegen die Würzburger Kickers mit sage und schreibe 275 Zuschauern! Osnabrück war ein glücklicher Zufall, mit 2.130 Zuschauern, davon wohl der Großteil Osnabrücker, war immerhin für Stimmung gesorgt.

Das war auch gut so, denn ungemütliches Wetter und ein mäßiges Spiel machten den Ausflug sonst nicht zu einem großen Vergnügen. In der Halbzeit verzogen wir uns ins sehenswerte Vereinsheim, dem man mal einen Besuch abgestattet haben sollte wenn man schon da ist und gönnten uns eine heiße Schokolade. Nachdem es draußen so ungemütlich war hatten wir es nicht sonderlich eilig, wieder raus zu kommen, Ergebnis war, dass wir nicht nur den Anpfiff verpassten weil wir nicht ordentlich aus dem Fenster schauen konnten, sondern auch gleich noch überhaupt nichts vom Tor des Tages mitbekamen. Dass es 0:1 ausging erklärte dann zumindest auch, warum Osnabrück am Ende so defensiv spielte und sich dann trotzdem nach dem Abpfiff so freute. ;)

Nach dem Spiel ging es flott zurück zum Auto, die Vorfreude auf die Sitzheizung war groß, wobei es noch eine interessante Szene gab, denn einer der Shuttle-Busse mit Osnabrücker Fans wurde mit großer Polizeieskorte an uns vorbei gefahren, habe ich so auch noch nicht gesehen. Pünktlich zum Abendspiel der Bundesliga waren wir dann wieder daheim und jetzt fehlt nur noch das Stadion an der Gellertstraße bis zur Glückseligkeit – der Countdown läuft, Besuch am 05. Dezember 2015. :)

Bilder

Schild Weserstadion Platz 11, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Kassenhäuschen, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadion Platz 11, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Hintertorpanorama I, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Hintertorpanorama II, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Hintertorpanorama III, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Hintertorpanorama IV, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Haupttribüne, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Imbiss mit Fahne, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Gästefans, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Amateurteams raus aus Liga 3, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Haupttribüne, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Weserstadion als Kulisse, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadionpanorama I, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadionpanorama II, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadionpanorama III, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadionpanorama IV, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadionpanorama V, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadionpanorama VI, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Stadionpanorama VII, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Mannschaften, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Schweigeminute, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Flutlichtpanorama I, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Flutlichtpanorama II, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Gästefans, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

Der letzte Blick zurück, Weserstadion Platz 11, SV Werder Bremen II - VfL Osnabrück

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