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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Belgien (Seite 1 von 2)

Lommel SK – Oud-Heverlee Leuven 2:3 (1:1)

Für den Sonntag hatte ich mir noch mal einen letzten langen Lauf so als Einstimmung auf den Hamburg-Marathon-Trainingsplan vorgenommen. Eigentlich dachte ich vor dem Einchecken, vom Hotel aus los, ein mal um die „Insel“ auf der die Innenstadt liegt und zurück wäre eine Option, allerdings erfuhr ich dann dass der Check-Out schon um 10:00 wäre, Budget-Hotel halt (aber immerhin mit Fenster). Die aufpreispflichtige Verlängerung auf 13:00 lehnte ich dankend ab, und entschied mich, stattdessen nach dem Laufen einfach kurz ins Schwimmbad zu gehen. Da es nicht weit bis nach Ostende war, entschied ich mich für einen Lauf an der Küste entlang, da konnte ich auch direkt am Schwimmbad parken und mich auf den Weg machen.

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Cercle Brügge – VV St. Truiden 1:2 (1:1)

Brügge sehen und nicht sterben stand für den Samstag erst mal auf dem Programm, ehe es abends zu Cercle Brügge ging. Dank Klapprad konnte ich geschwind Richtung Stadt und erst mal am Kanal entlang radeln, erster Eindruck schon mal sehr nett. Auch was das Rad fahren angeht: große, breite Radwege, durch Begrenzungssteine abgesicherte Radspur im Kreisverkehr, deutlich angenehmer als man das aus der Heimat so kennt.

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KSV Roeselare – AFC Tubize 0:1 (0:0)

Freitagsdienstreise nach Belgien, da bot es sich an das Wochenende dran zu hängen und mal wieder ein bisschen zu hoppen, ehe der Ernst des Trainingsplan mal wieder los geht. Nachdem die Arbeit und doch recht längliche Fahrerei erledigt war ging es erst ins Hotel im Süden von Brügge, eine kleine Pause tat Not, die Motivation auf einen frostigen Freitagabendkick war eigentlich nicht so recht da.

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Royal Antwerp FC – RCS Visé 1:1 (0:0)

Sonntag früh gings von Lille nach Antwerpen, wo um 15:00 der Royal Antwerp FC CS Visé empfangen würde. Es hätte auch andere Optionen gegeben, unter anderem natürlich das Heimspiel von White Star Brüssel, das ich eigentlich für Freitag erwartet hatte, aber Antwerpen als Stadt lockte mich dann doch auch mehr als erneut Brüssel. Double Header-Potenzial war prinzipiell auch (fast) gegeben, allerdings war das Abendspiel in Genk schon ausverkauft, auch sonst wäre es aber eine arge Spitz-auf-Knopf-Hetzerei gewesen, außerdem wäre ich dann erst nachts nach Hause gekommen, so war ich am Ende gegen halb zehn daheim, das reichte auch. In Antwerpen parkte ich am Stadion und bewunderte schon mal die Tribünen und die Graffiti, ehe es mit dem Rad in die Innenstadt ging. Leider war es arg windig, dafür immerhin trocken und nach zwanzig Minuten stand ich am Hauptbahnhof, der mein erstes Ziel war. Die Eisenbahnkathedrale, wie er auch genannt wird, ist sowohl von innen als auch von außen beeindruckend, ein bisschen verwunderlich fand ich es aber schon, dass zwei Dutzend Menschen mit teils Spiegereflexkamera und Stativ Fotos gemacht haben, hatte ich bisher bei keinem Bahnhof gesehen. In Kombination mit der Zitadelle von Lille war das quasi ein W.G. Sebaldscher bzw. Austerlitzscher Trip, in selbigem Roman spielen ja auch Festungen und vor allem der Antwerpener Bahnhof eine große Rolle. Wie man übrigens einen Kopfbahn modernisiert, zeigt Antwerpen, dort wurden „einfach“ weitere unterirdische Gleise geschaffen, der Kopfbahnhof aber beibehalten. Achso, bei Stuttgart 21 gings aber ja gar nicht um die Effizienz, sondern um die Gewinnung von Flächen in der Innenstadt… Nach dem Hauptbahnhof gings durch die Altstadt, sehr sehenswert, an die Schelde. Die ist zwar nicht unbedingt ein nötiges Ausflugsziel, aber zumindest anschauen wollte ich mir den Fluss schon mal, einen Geocache gabs dazu vor Ort noch obendrauf. Danach gings im wesentlichen auf direktem Weg zurück zum Stadion bzw. Auto, erstmal das Rad wieder verstauen, dann eine Kleinigkeit Vespern und schließlich auf zum Spiel.

Das Waldkauzstadion liegt am Rande eines Wohngebietes und eines kleinen Parks und man sieht ihm an, dass es kein Neubau ist. Sehr schön sind die Graffiti vor dem Haupttribüneneingang, ansonsten sieht das Stadion gut in die Jahre gekommen aus. Für 20 € gabs dann leider nicht den erwünschten Sitzplat auf der unscheinbarsten, der Haupttribüne, sondern nur ein Stehplatz, in der Tat waren auf der Haupttribüne nur die mittleren Sitzplätze geöffnet, die seitlichen waren leider alle gesperrt. Am Ende stand ich dann quasi vor der Tribüne, gibts bei uns ja mittlerweile eher selten, dass man vor einer Tribüne Stehplätze hat. Immerhin war der Blick auf die restlichen Tribünen wie geplant sehr gut, vor allem die Gegentribüne ist relativ mächtig, leicht geschwungen und durch die Ausstattung mit Sitzbänken eher ungewöhnlich, in der Mitte unten gibt es noch einen Torbogen, der allerdings wohl eher kosmetischer Natur ist, von vorne gesehen oben links befinden sich die Gästefans. Die Hintertortribünen dürfte die neuesten sein, bemerkenswert ist die eine, die zweirangig und mit Glas verkleidet ist und wohl die Logen ersetzt, auch eher ungewohnt selbige auf eine ganze Tribüne verteilt zu finden. Gegenüber befindet sich eine relativ normale Sitzplatztribüne, auf der sich auch die Gästefans befanden, obwohl deren Block mit „Family Stand“ beschriftet war.

Der Royal Antwerp FC ist ein Fußballverein mit sehr bewegter Geschichte, er war wohl der erste Fußballverein Belgiens und bei ihm spielten unter anderem Louis van Gaal und … Aktueller Trainer ist der auch nicht ganz unbekannte Jimmy Floyd Hasselbaink, wirklich gut steht der Verein aber aktuell nicht da. Visé erwies sich eigentlich als nicht sonderlich starker Gegner, das Spiel war aber eigentlich eine Kopie vom Lille-Spiel nach dem 1:0, Antwerpen überlegen aber halt ohne ein Tor zu erzielen. Das wurde auch nach der Halbzeit nicht besser, Visé murmelte dann irgendwann den Ball rein und es gab lange Gesichter auf Seiten der Gastgeber. Ein Freistoß, bei dem die Mauer der Gäste wohl nicht optimal stand, ermöglichte Antwerpen dann Ausgleich, der gleichzeitig das Endergebnis darstellte. Spielerisch erneut kein Highlight, von der Temperatur her sogar alles andere als das, aber immerhin ein schönes Stadion. Nach dem Spiel gings auf direktem Weg in die Heimat, dank sonntäglichem Verkehr ohne Probleme. Mal sehen ob die BahnCard Gold am kommenden Wochenende einen Spielbesuch (fast) ohne Fahrtkosten möglich macht. :)

Die Belgier wissen wie man wildes Pinkeln verhindert

Die Belgier wissen wie man wildes Pinkeln verhindert

Chinesenviertel

Chinesenviertel

Antwerpen-Centraal

Antwerpen-Centraal

Aufgang zu den Gleisen

Aufgang zu den Gleisen

L'union fait la force

L’union fait la force

So geht Kopf- und Tiefbahnhof, Antwerpen-Centraal

So geht Kopf- und Tiefbahnhof, Antwerpen-Centraal

Abgang von den GleisenAntwerpen-Centraal

Abgang von den GleisenAntwerpen-Centraal

Diamanten, eh klar

Diamanten, eh klar

Eingang zur Meir

Eingang zur Meir

Antwerp Tower und Oper - wie man so urhässlichen Bau neben ein so schönes Gebäude setzen kann...

Antwerp Tower und Oper – wie man so urhässlichen Bau neben ein so schönes Gebäude setzen kann…

Boerentoren

Boerentoren

Liebfrauenkathedrale und Peter Paul Rubens-Denkmal

Liebfrauenkathedrale und Peter Paul Rubens-Denkmal

Liebfrauenkathedrale

Liebfrauenkathedrale

Stadhuis am Grote Markt

Stadhuis am Grote Markt

Häuser am Grote Markt

Häuser am Grote Markt

An der Schelde

An der Schelde

Blick von der Schelde in die Stadt mit Liebfrauenkathedrale und Boerentoren

Blick von der Schelde in die Stadt mit Liebfrauenkathedrale und Boerentoren

Hintertortribüne, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Romantischer Ticketverkauf

Romantischer Ticketverkauf

Gegentribüne, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Die Mannschaft der Stadt

Die Mannschaft der Stadt

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Graffiti, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Haupteingang

Haupteingang

Einlass Bosuilstadion

Einlass Bosuilstadion

United's Farm Team

United’s Farm Team

Hinter der Haupttribüne

Hinter der Haupttribüne

Hinter der Haupttribüne

Hinter der Haupttribüne

Club Shop, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Eingang zum Block

Eingang zum Block

Sehr romantisch, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Aufgang gesperrt, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Hintertortribüne

Hintertortribüne

Gegentribüne

Gegentribüne

Gegentribüne und Business Seats

Gegentribüne und Business Seats

Haupttribüne

Haupttribüne

Tor unter der Gegentribüne, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Business Seats

Business Seats

Fahnenschwenker, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Mannschaften, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Tornetzreparatur

Tornetzreparatur

Anstoß, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Nein es war nicht kalt

Nein es war nicht kalt

Freistoß für Antwerpen

Freistoß für Antwerpen

Und da fällt das 1:1

Und da fällt das 1:1

Antwerpen feiert den Ausgleich

Antwerpen feiert den Ausgleich

Endstand, Bosuilstadion, Royal Antwerp FC - RCS Visé

Boussu Dour Borinage – KVC Westerlo 0:0

Warenlieferung nach Belgien am Freitag, da lag es nah, das Wochenende noch dranzuhängen. Nach einiger Planerei stand das Programm auch fest:

  • Freitag, 20:30, White Star Bruxelles – K. Sint-Truidense VV @ Stade Fallon (Nationale AFD)
  • Samstag, 20:00, Lille OSC – FC Sochaux-Montbéliard @ Stade Pierre-Mauroy (Ligue 1)
  • Sonntag, 15:00, Royal FC Antwerpen – CS Visé @ Bosuilstadion (Nationale AFD)

Freitag früh gings also los nach Belgien und am Nachmittag hatte ich die Ware abgeliefert, blöd dass ich da eigentlich schon fast in Lille war, wegen des Abendspiels aber wieder nach Brüssel musste. Das Stade Fallon befindet sich im Nordosten, der Periphérique war allerdings wegen Stau nicht empfehlenswert, Freitag Nachmittag halt, und so ging es durch die Stadt, halbwegs flüssig immerhin und ich glaub ich hab sogar eine Ecke von früheren Dienstreisen wiedererkannt, bin mir aber nicht ganz sicher. Vor dem Tunnel Leopold II fährt man außerdem auf die Nationalbasilika des Heiligen Herzens zu, schmucker Bau, kann man nichts sagen. Relativ zeitig war ich am Stade Fallon und drehte erstmal eine Stadionrunde, während der ging auch schon das Flutlicht an, muy bien. Dann schnell noch einen Cache gehoben und zum Supermarkt ums Eck, bevor ich mich im Auto noch eine Runde zum Poofen begab, war doch bis dato schon ein langer Tag gewesen. Als ich mich dann gegen kurz nach acht auf den Weg zum Stadion machte, um ein Ticket zu wichteln, ging das Flutlicht aus – what the heck?! Kurz weiter geschaut, auch auf dem Nebenplatz kein Betrieb, aha, also mal das Handy angeworfen – kein Spiel in Brüssel am Freitag, stattdessen Boussu Dour Borinage Borinage gegen KVC Westerlo? Komisch, hatte mich doch explizit vorher informiert, dass das einzige Spiel am Freitag (leider, von wegen zurück dahin) in Brüssel war. Naja, half ja nix, also schnell mal Boussu ins Navi eingegeben und ab ging die Luzie, lag quasi eh auf dem Weg nach Lille. Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit war ich dann da und konnte erst mal smooth direkt gegenüber vorm Eingang parken, dafür war allerdings die Kasse schon geschlossen. Mit dem Ordner konnte ich dann gekonnt auf französisch parlieren, Resultat: eine Gästekarte und damit kostenloser Einlass, nice. :) Direkt nach dem Einlass und nachdem ich ein paar Fotos gemacht hatte, laberte mich jemand an „do you speak English?“, da war mir schon klar dass das eigentlich nur ein Deutscher sein kann, auf mein „Ja, auch“ meinte er dann aber nur „hat sich erledigt“, keine Ahnung ob er raus kriegen wollte ob Engländer immer erst zur zweiten Halbzeit kommen. ;)

Über das Stadion und den Verein sowie die Paarung war ich natürlich an sich völlig blank, auch mal ein Erlebnis. Die eine Hintertorseite, Richtung Eingang, ist unbebaut bzw. mit ein paar Containern und einem Imbissstand belegt, die gegenüberliegende Seite ziert eine kleine Tribüne für die Gästefans, die im Unterrang in Stehplätze vor der größten Tribüne übergeht. Diese hat wie gesagt unten Stehplätze, auf denen sich auch die Heimfans befanden, im Mittelrang Logen und im Oberrang nochmal ein paar Sitzplätze, die beiden Ränge sind aber relativ klein. Auf der anderen Seite befindet sich wohl die Haupttribüne, welche aber nur einen Teil der Längsseite einnimmt, ein relativ bunt gemischtes Stadion also.

Boussu hatte wenig zu melden, das war relativ schnell klar, in der ganzen zweiten Halbzeit spielten die Gastgeber glaube ich einen Konter und den nicht mal sauber aus. Westerlo war eigentlich permanent am Drücker, allerdings auch nicht richtig zwingend, zumindest bis es einen durchaus berechtigten Elfmeter gab, der wurde aber relativ schwach vergeben. Viel mehr dann auch nicht mehr geboten, Boussu feierte am Ende das 0:0 wie einen Sieg, ich hatte, dem Spiel in der zweiten Halbzeit nach, zumindest nicht viel verpasst.

Danach stand noch die Fahrt nach Lille beziehungsweise Villeneuve d’Ascq ins Formule 1 an, ich muss sagen die belgischen Autobahnen mit ihrer Beleuchtung überzeugen mich schon, das ist ja sehr angenehm zu fahren. Viel mehr als ins Bett fallen war dann auch nicht mehr geboten, weil Quick und Schachtelwirt am Hotel beide schon geschlossen hatten. Am Ende jedenfalls Glück im Unglück, ursprünglich stand beim Kicker aber 100%ig die Partie von White Star am Freitag im Matchkalender, weil da nur ein Spiel war und die Partie von Boussu bei dem Block dabei war, den ich mir als Backup für Sonntag komplett aus der Webseite raus kopiert habe. Natürlich bin ich trotzdem selbst schuld und die Lektion ist gelernt: nächstens wird nicht mehr dem Kicker getraut sondern bei den Vereinen selbst nochmal geschaut.

P.S.: Hätte ich nicht den kompletten Block vom Sonntag noch als Copy & Paste im Dokument gehabt, wäre ich mir nicht so sicher gewesen, wäre ja nicht das erste Mal, dass ich mich auch mal im Tag irre… ;)

Hintertortribüne Richtung Eingang

Hintertortribüne Richtung Eingang

Haupttribüne

Haupttribüne

Hintertortribüne mit Gästefans, Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Stade Robert Urbain

Haupttribüne, Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Stade Robert Urbain

Gästefans

Gästefans

Zeitspiel vom Torwart der Gastgeber

Zeitspiel vom Torwart der Gastgeber

Fahne der Heimfans, Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Stade Robert Urbain

Arg matschelig an der Auslinie

Arg matschelig an der Auslinie

Spielszene, Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Stade Robert Urbain

Kurz vorm vergebenen Elfmeter

Kurz vorm vergebenen Elfmeter

Haupttribüne

Haupttribüne

Gegentribüne

Gegentribüne

Gegentribüne Nahaufnahme

Gegentribüne Nahaufnahme

Heimfans ohne Kälteempfinden

Heimfans ohne Kälteempfinden

Endstand, Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Stade Robert Urbain

Auch die andere Seite ist eher matschelig, Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Stade Robert Urbain

Eintrittskarte Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Vorderseite

Eintrittskarte Boussu Dour Borinage - KVC Westerlo, Rückseite

RSC Anderlecht – KSC Lokeren OV 0:0

In Brüssel war ich ja jetzt schon öfter aber bisher hatte es sich nicht ergeben, dass ich mal nach Anderlecht hoppen konnte. Früher ging das schon alleine deshalb kaum, weil es keine Möglichkeit gab, bei Anderlecht im Vorverkauf Karten zu kriegen und die Spiele meistens ausverkauft waren, also hab ich’s gar nicht erst probiert. Mittlerweile gibt es aber Ticketingonline.be, eine Seite auf der man für alle Vereine der Jupiler League Karten bestellen kann. War auch gut so, dass ich mir meine Karte vorher bestellt hatte, denn natürlich war ausverkauft. Extra von Gent nach Anderlecht fahren, um das fest zu stellen wäre ziemlich blöd gewesen, auch wenn die Hin- und Rückfahrt am Wochenende nur schnäppchengünstige 9 Euro kostet.

Ebenso wie das Jules Ottenstadion liegt auch das Stadion Constant Vanden Stock, das nach einem ehemaligen Anderlechter Präsidenten benannt ist und das mir aus diversen Bayern-Gastspielen immerhin schon aus der Ferne bekannt war, in einem Wohngebiet. Anderlecht ist zwar eine eigene Gemeinde der Region Brüssel-Hauptstadt, aber einfach mit der Metro von Brussel Centraal aus erreichbar, Station Sint-Guido. Von da aus gibt’s leider erstmal keine Hinweise wo das Stadion liegt, wenn man weiß wo man hin muss ist das aber natürlich kein Problem. Wie schon am Vortag in Gent war’s bitterkalt, so dass ich in den zehn Minuten, die ich auf meine Karte warten musste, schon ordentlich fror. Und wie in Gent brachte auch die übliche Stadionrunde keine spektakulären Bilder, allerdings liegt das Stadion mit einer Ecke am ganz netten Astridpark. Insgesamt bietet es 26.361 Zuschauern Platz und ist damit nach dem Stade Maurice Dufrasne in Lüttich und dem Jan-Breydel-Stadion in Brügge das drittgrößte Stadion in der Jupiler League. Das Stadion hat durchgehend zwei Ränge, abgesehen von einem großen Block, der Logen oder sonstwas enthält, wie in Kaiserslautern. Es gibt zwei Stehplatzbereiche unten hinter den Toren, wie in München sind die Heimfans auf beide Hintertorseiten aufgeteilt; leicht bescheuert ist ein Block dann mit einer Plane abgedeckt und dahinter befinden sich dann die Gästefans.

Meister Anderlecht lag auf dem zweiten Platz gegen Gent und hatte mit Lokeren immerhin den Fünften der Tabelle zu Gast. Anderlecht tat sich vor 23.324 Zuschauern sehr schwer und vergab beste Chancen, auch eine völlig unberechtigte Rote Karte gegen den Lokerener Persoons brachte die Gastgeber nicht wirklich weiter. Schlussendlich erkämpfte sich Lokeren das 0:0, war aber deutlich zu defensiv um ein Tor erzielen zu können. Völlig durchgefroren ging’s zurück zur U-Bahn, wo ich mir dann noch einen Döner auf die Hand – von einem Deutsch sprechenden Türken gekauft – mitnahm und den nächsten Zug zurück nach Gent nahm.

KAA Gent – Sporting Charleroi 2:1 (1:1)

Da ich dienstlich sowieso am Montag nach Gent gemusst hätte, bot es sich an, den Hinflug auf Samstag zu schieben und so noch ein bisschen Fußball mit zu nehmen. Trotz Hinflug über Zürich lief alles glatt und ich war gerade rechtzeitig im Hotel, um noch das Ende der Bundesligaspiele zu hören. Danach ging’s kurz in die fantastische Genter Innenstadt – wirklich zum Zunge schnalzen, das ist mal eine echte Altstadt, sehr stimmig -, bevor ich mich auf den Weg zum Spiel machte. Die Tramverbindung hatte ich mir zum Glück schon vorher ausgedruckt, denn so ausgedehnt das Netz in Gent auch ist so beschissen ist die Beschilderung, wenn man da nicht vorher weiß, wo man hin muss, ist man ziemlich aufgeschmissen.

Das Jules Ottenstadion, benannt nach einem der Gründer des KAA Gent, liegt im Stadtteil Gentbrugge, mitten in einem Wohngebiet an einer Ausfallstraße, dem Brusselsesteenweg. Nachdem ich meine vorbestellte Karte abgeholt hatte, drehte ich bei gefühlten -10° erst mal eine Runde um’s Stadion, das von außen allerdings wenig spektakulär ist. Für ein Erstligastadion ist es, für Belgien allerdings nicht unüblich, sehr klein und fasst gerade mal 12.919 Zuschauer; immerhin 10.550 waren dann auch da um das Spiel gegen Charleroi zu sehen. Hinter beiden Toren gibt es kleine Tribünen, die beiden Tribünen an den Langseiten haben jeweils eine kleine Vortribüne, darüber Logen und dann den Oberrang, wo ich auch meinen Platz hat. Im Prinzip war die Sicht gut, nur das Geländer war im Weg, aber da konnte man problemlos vorbei gucken.

Das Spiel gegen den Tabellenletzten hatte sich „La Gantoise“, aktueller Dritter und amtierender Pokalsieger, sicherlich einfacher vorgestellt, wobei’s gut los ging: bereits nach nicht mal 10 Minuten das 1:0 für Gent nach einem Torwartfehler nach einer Ecke. Charleroi glich allerdings nach einem Abwehrfehler, durch Losada aus, der frei stehend vor dem Genter Torwart alles richtig machte. Charleroi spielte ab kurz nach der Halbzeit nur noch zu zehnt und kurz darauf sorgte eine Abwehr- und Torwartfehler-Kombination auf der Seite von Charleroi für das 2:1. Gab keine sonderlichen Highlights, war aber ein solider Kick, auch wenn’s etwas arg frostig war. Angenehm ist, dass in Belgien irgendwie keiner mit der Tram anreist, insofern gab’s auch keinen Stress bei der Arbeise und nach einem kleinen Abstecher zum McD ging’s dann zeitig wieder ins Hotel.

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