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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Belgien (Seite 2 von 2)

Essen auf Belgisch

Mittagessen: Frieten en Berepoot.

Abendessen: Frieten , Goulash kroket, Vleeskroket en Vuurvreter.

Einfach ein königliches Land, dieses Belgien!

AFC Tubize – Standard Lüttich 0:1 (0:1)

Nach dem samstäglichen Spiel Dender gegen Zulte-Waregem konnte ich am Sonntag noch ein Spiel im Brüsseler Umland mitnehmen.

Anfahrt

Wie schon am Samstag ging’s am Gare du Midi los und auch Tubize, knapp 20 Kilometer südwestlich von Brüssel gelegen, ist mit dem Zug in weniger als einer halben Stunde erreicht. Am Bahnhof angekommen kann man eine feine Kirche und das Rathaus bewundern, viel mehr aber auch nicht. Fußläufig ist das Stadion in einer viertel Stunde erreichbar – immer die Hauptstraße nach und dann links. ;)

Im Gegensatz zum Spiel in Dender war in Tubize aber auch ordentlich – für belgische Verhältnisse ;) – was los, was aber auch am Gegner lag: Standard Lüttich war zu Gast, aktueller Meister und einer der erfolgreichsten Vereine Belgiens. Als ich auf der Hauptstraße zum Stadion lief, fuhren schon mal ungefähr zehn Reisebusse mit Lüttich-Fans vorbei. Dass Tubize noch nicht lange in der Jupiler League spielt, nämlich erst seit dieser Saison, merkt man an der arg schmalen Ausschilderung. Wenn man den Leuten folgt, braucht man aber auch keine Ausschilderung.

Stadion

Der AFC Tubize spielt im Stade Leburton, das 5.522 Zuschauern Platz bietet. Die Haupttribüne ist ein relativ großer Klotz, gegenüber gibt es eine kleine Tribüne für die Gästefans, flankiert von Stehplätzen. Die Südtribüne ist momentan im Bau, auf der Nordseite gibt es eine kleine Kneipe sowie momentan eine Stahlrohr-Stehplatz- und eine Stahlrohr-Sitzplatztribüne.

Als ich ankam schaute ich erstmal um das Stadion und machte einige Fotos, bevor ich nach Karten schaute. Gegen Standard Lüttich war die Hütte natürlich voll, aber zum Glück fand ich einen – wie ich später merkte – Lüttich-Fan, der mir eine Karte zum regulären Preis verkaufte – das war auch das erste Mal, dass ich meine französischen Grundkenntnisse wirklich gebraucht habe – Schule sei dank. ;) 27€ waren allerdings nicht ganz günstig für den Sitzplatz auf der Stahlrohr-Tribüne, aber vielleicht war da ein Topspiel-Zuschlag dabei.

Spiel

Tubize hatte als Aufsteiger nach 4 Spieltagen erst einen Punkt, während Lüttich als amtierender Meister erst zwei Punkte abgegeben hatte, insofern war meine Erwartung an das Spiel schon klar. Zu Beginn lief das Spiel relativ lahm an und es kamen keine Torchancen zustande. Mit der ersten großen Chance fiel allerdings auch das 0:1, als Bezua nach einem sehenswerten Spielzug aus kurzer Distanz einköpfte. Nach dem Tor wurde auch offensichtlich, dass im wesentlichen Lüttich-Fans im Stadion waren, denn das ganze Stadion feierte das Tor. Von der Stimmung her waren die Lüttich-Fans natürlich auch während des Spiels deutlich besser zu hören.

[youtube dqOwvwDdFpY]
Video mit dem 0:1

Tja, viel mehr gibt’s zum Spiel eigentlich auch nicht zu sagen. Lüttich war an sich überlegen und ließ das Spiel laufen, ohne großen Zug zum Tor zu entwickeln. Tubize konnte wahrscheinlich nicht mehr leisten und so wartet man dort noch immer auf den ersten Sieg in dieser Saison, während man in Lüttich an der Tabellenspitze steht.

Links:
Alle Bilder in der Galerie
Spielübersicht bei Transfermarkt.de
Spielbericht bei Standard Lüttich

FCV Dender EH – SV Zulte-Waregem 2:0 (1:0)

Dank eines zusätzlichen privaten Aufenthaltstages bei meiner Dienstreise zu den Collaboration Days in Brüssel am vergangenen Samstag habe ich es endlich geschafft, dienstlichen Aufenthalt und Fußball zu kombinieren – wohl gemerkt als erster am HLRS. ;)

Anstatt also Sonntags abends anzureisen flog ich für den gleichen Preis bereits am Samstag Morgen nach Brüssel und konnte dadurch abends nach Denderleuw zum Erstligaspiel FC Dender gegen SV Zulte-Wagerem. Eigentlich hatte ich geplant, zum Spiel RSC Anderlecht gegen SC Charleroi zu fahren, dieses Spiel wurde allerdings auf den Freitag Abend verlegt.

Anfahrt

Nach der Ankunft in Brüssel suchte ich erstmal mein Hostel auf, deponierte mein Gepäck und machte mich dann auf nach Heysel um das Molekülium Atomium zu besichtigen. Nachdem ich mich vorher ausführlich über Zugverbindungen etc. informiert hatte, konnte ich problemlos am Gare du Midi einen Zug nach Denderleeuw buchen – „allez y retour“, mein französisch ist ja sowas von gut. ;)
Der Zug fährt nicht ganz eine halbe Stunde, also durchaus keine lange Fahrt.

In Denderleeuw angekommen begrüßte mich aus dem Bahnhof kommend erstmal die Polizei, wobei sie mit 3 oder 4 Krawallmachern beschäftigt war. Ob diese was mit Fußball zu tun hatten, war mir aber nicht ersichtlich. Eigentlich suchte ich dann das Stadtzentrum, ging aber irrtümlicherweise erstmal in ein Wohngebiet, so dass es nicht wirklich was zu sehen gab. Auf dem Weg zum Stadion, das man fußläufig vom Bahnhof in einer viertel Stunde erreichen kann, kam ich aber zumindest am Rathaus vorbei; auch das Zentrum ist dann ausgeschildert, wobei es dort auch nicht viel spannendes geben wird, denn Denderleeuw hat nur knapp 17.500 Einwohner.

An sich ist es schon erstaunlich, wie wenig vor einem Erstligaspiel in Denderleeuw los war; wenn ich nicht gewusst hätte, das dort Fußball gespielt wird, hätte ich das vor Ort nicht gemerkt.

Stadion

Der FC Dender spielt im Florent-Beeckmann-Stadion. Das Stadion bietet 8.157 Zuschauern Platz, wenn man deutsche Verhältnisse gewohnt ist also winzig, denn sogar das GAZi-Stadion hat schon mehr als 11.500 Plätze. Das Stadion besteht aus drei Sitzplatztribünen, im Süden befindet sich noch eine ungefähr achtstufige Stehplatztribüne, auf der ich auch meinen Platz einnahm. Die Fans von Dender waren genau auf der gegenüberliegen Tribüne hinter dem Tor, auf der Gegentribüne daneben waren die Gästefans. Mit 4.116 Zuschauern beim Spiel war das Stadion nicht mal halb voll.

Nach einer Renovierung im Jahr 2008 sind die Tribünen alle neu, abgesehen vom Stehplatzbereich. Unter der Haupttribüne befindet sich quasi ein Lokal und der Fanshop. Witzigerweise muss man Getränkebons kaufen, die es allerdings nur vor dem Spiel und in der Halbzeitpause gibt.

Spiel

Beide Mannschaften schenkten sich wenig und begannen gleich recht offensiv. Zulte-Waregem hatte nach einem verunglückten Rückpass die erste Chance, Dender hatte aber den besseren Start für sich und ging bereits nach 7 Minuten mit 1:0 in Führung: Kharroubi spielte steil auf Sylla, der auf rechts zum Tor zieht und den Ball an Torhüter Bossut vorbei einschiebt ins linke Eck schlenzt. Danach wurde Zulte-Waregem aktiver und hatte eine dicke Chance zum Ausgleich, die allerdings leichtfertig vergeben wurde. Denders Smajic prüfte vor der Pause nochmal Bossut, der den Freistoß allerdings über die Latte lenken konnte.

Nach der Pause hatte wieder Dender den besseren Start und ging in der 54. Minute mit 2:0 in Führung: Smajic zog zwei Mann auf sich und spielte Wittesaele im Strafraum an; seinen Schuss ließ Bossut abprallen, woraufhin Wittesaele den Nachschuss zum 2:0 verwandelte. Danach war erstmal Aluminium-Zeit, denn erst sprang ein Kopfball von Roelandts von Zulte-Waregem von der Lattenunterkante zurück ins Feld, dann schoss Dender einen Freistoß an den Pfosten und in der Nachspielzeit hatte Zulte-Waregem noch einen Freistoßt, der auch an die Latte ging.

Alles in allem geht der Siegt für Dender in Ordnung. Zulte-Waregem hatte seine Chancen, konnte diese aber nicht so gut nutzen und hatte verdientermaßen das Nachsehen.

[youtube PJE2Oq5ZAMw]

Nach dem Spiel

Nach dem Spiel machte ich mich zeitig auf den Weg zurück zum Bahnhof, um den nächsten Zug nach Brüssel zu erwischen. Das klappte auch ohne Probleme, so dass ich mich ob der Frühe des Abends entschied, nochmal zum Hauptbahnhof zu fahren und ein bisschen über die Grand Place und den Grasmarkt zu schlendern.

Links:
Alle Bilder von mir in der Galerie
Infos zum Spiel bei Transfermarkt.de
Spielbericht beim FC Dender

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