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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Live-Sport (Seite 1 von 4)

Stuttgarter Kickers – SpVgg Weiden 2:0 (1:0)

Nach dem abgesagten Nachholspiel gegen Freiburg II am Mittwoch konnte dank frühlingshafter Temperaturen zumindest das Sonntagsspiel gegen Weiden stattfinden; ansonsten wäre ich eventuell zum Bayern-Spiel gegen Hamburg gefahren, aber ein chilliger Kickers-Sonntag war mir da deutlich lieber, vor allem nach der samstäglichen Geburtstagsfeier. So ging’s nach einem Sektfrühstück auf die windige Waldau, wo wir zwischen zwei Weg-Despés erst mal zu unserem Bedauern feststellten, dass der Kiosk am Königsträßle seit 01. Februar geschlossen ist – allerdings wenig verwunderlich, da war wohl sowieso nur am Spieltag was los und selbst dafür ist die Lage ja nicht optimal.

Wenig erbaulich waren unsere zwei Stadionbiere, die zumindest dem Geschmack nach alkoholfrei waren – wenig herzerwärmend, ebenso wie das Spiel in der ersten Halbzeit. Dank Rückenwind fand ein Abschlag nach Verlängerung den Weg in den Lauf von Mijo Tunjic, der nicht lang fackelte und zum 1:0 ein schob – das war’s nach 10 Minuten schon mit aufregenden Szenen für die erste Halbzeit. Auch die zweite Halbzeit bot nur wenige aufregende Szenen, für Erheiterung unsererseits sorgte aber immerhin der Wind, der jetzt die Kickers-Abschläge kaum bis zur Mittellinie kommen lies. Eine Eckballserie nutzte Weiden nicht aus, obwohl die Kickers-Abwehr nicht sonderlich sicher stand, so dass es Porno-Enzo Marchese vorbehalten war, einen fragwürdigen Elfmeter sicher zum 2:0 zu verwandeln. Kempter junior fand seine Elfmeterentscheidung dann wohl aber auch nicht sonderlich toll, so dass bei nächster Gelegenheit Elfmeter für Weiden pfiff; den mäßig geschossenen Elfmeter konnte Wagner aber problemlos halten – das war’s dann auch. Mäßiges Spiel aber drei Punkte, besser als anders herum. ;)

Danach ging’s über die Shell an der Weinsteige zurück zur Zacke, wo mir leider der Wind einen Streich spielte – leider hatte ich beim aus dem Haus gehen nicht bemerkt, dass es doch arg windete und deshalb meinen neuen Hut dabei. Auf dem Weg von der Tankstelle runter kam dann doch noch eine unvermeidliche Böe, nachdem ich vorher sehr aufmerksam war und spitzelte mir den Hut vom Kopf auf die Straße. Mein beherztes Hinterrennen war erst mal nicht von Erfolg gekrönt und nachdem der Hut noch das erste Auto passierte fuhr eine Esslinger Kuh drüber – echt zu nix zu gebrauchen, der Unlandkreis. Dank Huberts Ausbeulerei ist der Hut allerdings nur noch etwas ramponiert und sieht halt deutlich älter aus als 24h – used look halt. ;) Bei Hubert holten wir dann Lotta ab und machten uns noch kurz auf den Weg zu Catrin und Martin und Catrins Geburtstagsfeier zum 25. Geburtstag – zwei Feiern in zwei Tagen, auch nicht schlecht. Dort gab’s nicht nur lecker Gulasch und Zäpfle sondern auch einen Feigenschnaps-vergleichbaren Reis-Wodka – aber eigentlich doch besser als das Eau de Vie de Figue. Und dank Live-Ticker konnte ich mich dann auch noch über die Tabellenführung der Bayern freuen – ein rundum gelungener Sonntag also.

P.S.: Oberfranken, Oberpfalz, alles Bayern, oder? Zumindest laut Kickers-Homepage, wo nicht nur im Text wahllos mal von den Oberfranken, dann von den Oberpfälzern geredet wird.

FC Luzern – AC Bellinzona 2:1 (1:1)

Heute stand das kleinste Stadion der Schweizer Axpo Super League auf dem Programm, das Stadion Gersag. Dort spielt eigentlich der FC Emmenbrücke, aber während des Umbaus des Stadion Allmend trägt der FC Luzern dort seine Heimspiele aus. Das Stadion Gersag bietet 8.700 Zuschauern Platz; urig ist die alte Haupttribüne mit sieben Sitzreihen, die Gegentribüne (Stahlrohr) ist natürlich deutlich größer, auf den Hintertorseiten gibt es jeweils Stehplätze.


Die alte Haupttribüne


Die neue Gegentribüne (und das 1:1)


Mannschaften mit FCL-Fanblock

Dem Überraschungsdritten der Liga – mit den Bekannten Rolf Fringer, Boubacar Diarra und Hakan Yakin – war der AC Bellinzona zu Gast. Für studentenrabattierte 19 sFr kam ich an der Tageskasse noch in den Genuss einer Stehplatzkarte, nachdem ich in der Listrigstraße beim katholischen Pfarramt geparkt hatte – Schweiz und Parkplätze ist ja so eine Sache für sich, aber fünfzehn Minuten Fußweg waren durchaus akzeptabel.


Sehr einfallsreich: Siegfried und Leu

Weniger akzeptabel war das Spiel, in dem sich der Favorit Luzern gegen die tief im 4-5-1 stehenden Gäste äußert schwer tat. Bellinzona ging sogar kurz vor der Pause noch in Führung, was dem Spiel durchaus gut tat – was ein Tor halt oft tut. ;) Luzern wachte auch und bekam ein Tor wegen Abseits nicht anerkannt, glich dann aber vor der Halbzeit noch durch einen Elfmeter aus („Die Tessiner konnten sich kaum noch entblössen und plötzlich lag Michel Renggli im strafräumlichen Morast des Gästesechzehners. Schiedsrichter Wermelinger kompensierte das Vorangegangene und zeigte auf Penalty. Davide Chiumiento trat an und traf sicher zum hochverdienten Ausgleich“ – herrlich :D). Auch nach der Pause ging es munter weiter, mit der ersten Chance hätte Bellinzona erneut in Führung gehen können, vergab aber leichtfertig. Danach war im wesentlichen Luzern am Drücker, vergab aber viele gute Chance, ehe wiederum Chiumiento für die Luzerner durch einen schönen Freistoß den Endstand herstellte. Zehn Minuten lang drückte Bellinzona überraschend stark auf den Ausgleich, blieb aber gerade um den 16er rum auf zu viele Fehler der Luzerner angewiesen. Von den ersten 42 Minuten abgesehen also ein durchaus unterhaltsames Spiel. Bleiben nur noch 4 Grounds in der aktuellen Super League, die mir fehlen. ;)

Links:
Spielbericht beim AC Bellinzona
Spielbericht beim FC Luzern

FC Bayern München – AC Florenz 2:1 (1:0)

Champions League-Achtelfinale und ich hab Karten, ein wunderbarer Abschluss der bayerischen 7-Tage-Festspiel-Woche. Meine zwei 80€-Karten konnte ich an einen Bekannten verticken – eine alleine wäre ich wohl schwerlich losgeworden für den Preis – und mir selbst besorgte ich eine 40€/60€-Viagogo-Karte. Claus und ich waren angenehm früh in München, aber nicht früh genug, um totales Chaos am Viagogo-Schalter zu vermeiden. Liebe Leute, wenn ich schon zwanzig Euro und mehr auf die Karten aufschlage, selbst wenn sie abgeholt werden, dann sollte ich doch wenigstens für zügige Bedienung und geordnetes anstehen sorgen. Aber weit gefehlt, totales Chaos an allen vier Schaltern; eine nette Dame vom Arena Card-Service holte mir dann meine Viagogo-Karte vom Nachbarschalter aus, obwohl sie dafür wohl nicht zuständig ist – vielen Dank, hat mir einiges an Nerven gespart! :)

Mittlerweile fast schon klassisch ging’s dann ab in den Oberrang, in die letzte Reihe; zwei Reihen vor uns saßen mehrere Florentiner, die uns – beziehungsweise mir – im Spielverlauf auch kaum auf die Nerven gingen, als sie sich zum Beispiel über mein lautstarkes Gemaul gegen den Schiedsrichter beschwerten – oder so ähnlich, Deutsch konnten sie offensichtlich nicht. Warum Florenz sich auf einen anderen Schiedsrichter freut, erschließt sich mir nicht so ganz. Vor Roter Karte und Abseitstor konnte sich Florenz auf keinen Fall beschweren, aber insgesamt hat sogar der Kicker ihm eine 6 verpasst, hmm, vielleicht doch Grund zum beschweren? ;) Klose hatte ich auch aus dem Oberrang im Abseits vermutet, aber Tor ist… wir kennen den Spruch ja.

Ansonsten kann man mit dem 2:1 zufrieden sein, ist halt nicht Fürth sondern Florenz und CL und nicht DFB-Pokal. Die Abwehr wackelig wie fast schon gewohnt, Demichelis wieder mit feinen Pässen in des Gegners Fuß, Ribéry oft zu eigensinnig. Wie man’s trotzdem besser als Florenz macht hat gestern der Club gezeigt, der mit einer ähnlich beschissenen Mauertaktik nicht nur ein Tor aus dem Spiel schoss, sondern auch einen Punkt holte. Schade, dass das 3:1 nicht fiel, drin gewesen wäre es noch, aber wie gegen den Club war die Chancenverwertung mal wieder mangelhaft. Bringt jetzt aber auch alles nichts mehr, mal sehen was das Rückspiel bringt, weiterkommen kann man mit dem Ergebnis durchaus.

FC Bayern München – Borussia Dortmund 3:1 (1:1)

Vergangenen Samstag ging’s, eigentlich total bescheuert, nach München zum Heimspiel gegen Dortmund. Bescheuert deshalb, weil am Faschingswochenende auch kaum Verkehr auf der A8 zu erwarten ist und auch nicht klar war, ob es nicht schneien würde. Da es das Top-Spiel war, mussten wir immerhin nicht allzu zeitig los und bis wir über Schorndorf, von wo aus Claus die Steuerung übernahm, auf die A7 bzw. A8 gelangt waren, war auch kein Verkehr mehr. So waren wir zeitig genug in München, um noch im Mykonos am Kieferngarten, dass ich auch mit René vor Weihnachten schon besucht hatte, etwas essen zu gehen.

Danach ging’s ab in den Oberrang, da wir ansonsten total verteilt gewesen wären – zwei Mal Oberrang in verschiedenen Blöcken und zwei Mal verschieden Stehplatz Nord. Gestanden sind wir dann zwar auch, aber immerhin mit guter Sicht – wobei es doch verdammt schwer ist, Marc Ziegler und Roman Weidenfeller aus der letzten Reihe vom Oberrang auseinander zu halten. ;)

Der Dortmunder Keeper war zu Beginn aber auch nicht im Fokus, der lag auf der Bayern-Defensive. Demichelis und van Bommel kratzten jeweils einen Ball von der Linie eh nach Demichelis-artiger Mithilfe von van Buyten Zidan zum 0:1 einnetzte – Dortmund also fast wie im Hinspiel früh in Führung, nur sogar noch 5 Minuten früher. Dortmund profitierte im weiteren Verlauf der ersten Hälfte von dilettantischem Abwehrverhalten und katastrophalen Fehlpässen der Bayern, die sich aber auch mehr und mehr dem Dortmunder Tor näherten. Van Bommels 1:1 war zwar nicht unhaltbar, immerhin aber nach der ersten Münchner Drangphase verdient. Bayern in der Folge besser, die Borussia aber noch mit zwei guten Chancen vor der Halbzeit; bei besserer Chancenverwertung hätte es auf beiden Seiten schon das eine oder andere Tor mehr geben können.

Umgekehrtes Bild zu Beginn der zweiten Halbzeit: Bayern mit mehr Offensivdrang und der besseren Chancenverwertung, so dass nach 20 Minuten das Spiel nach Robbens 2:1 und Gomez 3:1 quasi gelaufen war. Der uneigennützige Gomez verschenkte das 4:1 und damit die Tabellenführung, als er auf Olic ablegte aber Subotic dazwischen grätschte, Schweinsteiger traf noch die Latte, das war’s dann aber auch.

Nach wie vor also für Ninas Dortmunder nichts zu holen gegen München, wie bereits vor zwei Wochen befürchtet könnte das auch das letzte gemeinsame Duell gewesen sein. ;) War jedenfalls ein sehenswertes und durchaus unterhaltsames Spiel, für mich auch vom Ergebnis her passend.

FC Bayern München – SpVgg Greuther Fürth 6:2 (1:2)

Das gestrige Doktorandenseminar in Bad Boll musste ich leider vor den letzten zwei Vorträgen verlassen, sonst wäre das nix mit dem Pokalspiel geworden – 19:00 Anpfiff ist halt immer etwas früh, dafür ist man wenigstens halbwegs zeitig daheim. Gegen 15:00 machte ich mich also auf den Weg, immerhin war ich ja quasi schon am normalen Treffpunkt am Aichelberg, auch wenn ich dieses Mal alleine fuhr. Dank klirrender Kälte ging die Wischwasch irgendwann nicht mehr, also kippte ich einen Liter Spiritus hinterher als ich mir zwecks Bekämpfung der Müdigkeit sowieso einen Kaffee wichtelte. Half aber auch nix, aber im hellen ist das ja nur halb so schlimm. Eigentlich war ich auch gut in der Zeit, aber dank mehr oder weniger heftiger Schneefälle war ich dann gerade rechtzeitig am Stadion, um kurz nach 18:00 meine zweite Karte zu verkaufen. Dann flugs rein und eine halbe Stunde vor Anpfiff in den Block, wo ich gleich merkte dass meine neuen Thermosohlen gar unfain sind und wesentlich schlechter als die alten, denn bereits nach 5 Minuten hatte ich eiskalte Füße – und das für die nächsten 130 Minuten, tolle Aussicht.

Bei Schneetreiben und wenig Betrieb – 53.500 Zuschauern – ging’s eigentlich nach Maß los: quasi sofort und mit der ersten Chance das 1:0. Das war’s dann aber auch von Bayern in der ersten Hälfte. Völlig zerfahren mit einer Milliarde Fehlpässen ging gar nix mehr und das 1:2 für Fürth nahm ich zwar nur ungern hin, aber es war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient, es hätte durchaus höher stehen können. In der Halbzeit muss van Gaal die Spieler ordentlich geföhnt haben, denn die Bayern kamen aus der Kabine und machten gleich Druck. Einen glücklichen, aber nicht unberechtigter Elfmeter zimmerte Robben dermaßen hart in die Mitte, dass er von Lobué ins Tor ging. Der für den indisponierten Tymoshchuck eingewechselte Alaba machte gleich Alarm, setzte nach und ermöglichte Ribéry das 3:2. Danach ging’s munter weiter und mehr oder weniger unverdient am Ende 6:2 aus – immerhin fielen bis auf das 1:0 alle anderen sieben Tore auf Südkurve, so dass ich beste Sicht hatte. Mehr oder weniger versöhnt begab ich mich nach dem Spiel erstmal auf die Toilette, wo ich – unglaublicher Zufall – Gero-Björn traf, mit dem ich auf dem Weg zur U-Bahn eine Runde plauschte.

Danach ging’s mit zumindest temporär freier Wischwasch nach Hause, allerdings hielt die Freude nicht lange, denn irgendwann war seltsamerweise wieder Schluss mit dem Waschwasser. Zum guten Glück meinten die ganzen Trottel auf der A8, dass Tempo 60 ausreicht – sollen sie halt zu Hause bleiben, wenn sie sich nicht trauen, schneller zu fahren, 100 waren schon ungefährlich drin. Bei meine Burger King-Stop in Seligweiler war dann so viel los, dass ich unverrichteter Dinge zornig weiter fahren musste, weil ich nicht 20 Minuten anstehen wollte. Trotz Schneefall war ich dann um kurz nach zwölf wieder in Heslach und fand auch einen akzeptablen Parkplatz in der Benckendorffstraße. Immerhin Halbfinale also, auch wenn mit dem Auswärtsspiel in Schalke wohl meine Serie an besuchten Pokalspielen diese Saison ein Ende nehmen wird.

Stuttgarter Kickers – SSV Reutlingen 2:2 (0:1)

„History repeating“ war das Spiel gegen Reutlingen gestern, denn im Prinzip war es eine Kopie des Spiels gegen Bamberg. Die Kickers deutlich überlegen, Reutlingen machte quasi gar nichts – außer erstmal einem Tor in der 39. Minute durch Ex-Kickers-Spieler Tucci (das ist der mit der dümmlichen Körpersprache). Wie gegen Bamberg den Spieler einfach am langen Pfosten nicht gedeckt, so dass er in Seelenruhe einschieben konnte. Mit Chance zwei erhöhten die Reutlinger dann nach der Pause auf 0:2, auch das nach dankbarer Mithilfe der Kickers.

Wie gegen Bamberg bewies die Mannschaft aber erneut Moral. Vor allem die Einwechslung von Dirk Prediger brachte Schwung, er legte Mijo Tunjic das 1:2 auf bevor dieser kurz vor Schluss mit einem Elfmeter noch für den Ausgleich sorgte. Wie gegen Bamberg also zwar eigentlich zwei Punkte verschenkt, aber moralisch war’s doch wieder ein Sieg. ;)

Positiv erwähnen möchte Schiedsrichter Robert Kempter, der im Vergleich zu seinem älteren Bruder Michael eine sehr gute Partie pfiff. Eher wenig prickelnd fand ich teilweise den Support aus dem B-Block: ob die Reutlinger jetzt „Arschlöcher“ oder „Youtube-Schweine“ sind, interessiert bei einem 0:2 und einer kämpfenden Kickers-Mannschaft eher wenig, da fände ich positiven Support der eigenen Mannschaft eher angebracht als Beschumpfung des Gegners.

Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II 1:1 (1:1)

Wie schon das Spiel gegen Wehen II war auch die gestrige Partie der Kickers durchaus sehenswert, also hatte ich Hubert, der gestern zu seinem ersten Heimspiel kam, nicht zu viel versprochen.

1860 II erwies sich allerdings als deutlich stärkere Gegner als Wehen II: taktisch sehr gut eingestellt, immer eng am Mann, sehr stark in der Defensive und mit Mlapa und Manga zwei ganz starke Offensivkräfte. Manga versuchte im wesentlichen, seine Schnelligkeit auszuspielen, Mlapa zeigte einen durchaus rustikalen Einsatz, war aber auch technisch sehr stark. 1860 machte gleich Dampf und kam so in der 6. Minute schon zum 0:1 durch ebendiesen Mlapa. 1860 – in dieser Phase deutlich stärker als die Kickers – hätte fast noch zum 0:2 eingelocht, nachdem Wagner erst zögerlich, dann doch aus dem Tor kam und den Ball nicht gleich klären konnte – Steigerungspotenzial vorhanden. ;) Im Laufe der ersten Halbzeit berappelten sich die Kickers aber und hielten immer besser dagegen, ließen sich auch von der rustikalen Spielweise Mlapas nicht beeindrucken, vor allem Michele Rizzi, der im defensiven Mittelfeld viel mit ihm zu tun hatte. Nach einer schönen Ecke von Marchese fiel in der 24. Minute dann der Ausgleich durch einen Kopf von Marcel Rapp – trotz gebrochener Nase, chapeau! Die ganzen dicken Chancen blieben in der Folgezeit aus, aber quasi mit dem Halbzeitpfiff hatte Dirk Prediger nach feinem Pass von Marchese das 2:1 auf dem Fuß. Der Ball wurde wohl entweder gehalten oder abgelenkt, Schiedsrichter Schlutius, der ansonsten durch seine Kleinlichkeit auffiel, entschied aber auf Abstoß.

In der zweiten Halbzeit kamen wiederum erst die Gäste mit mehr Druck aus der Kabine, die Kickers erholten sich aber schneller und hielten wieder stark dagegen. Daniel Wagner zeichnete sich relativ kurz nach Wiederanpfiff aus, als er einen Freistoß aus dem Kreuzeck fischte – war schwer vorauszusehen, ob er bei dem Ball hätte raus kommen sollen, aber auf jeden Fall stark gehalten. Tunjic, nach der Pause für Salz gekommen, erwies sich als gute Einwechslung: kopfballstark, immer anspielbar, in der Lage den Ball zu behaupten und auch offensiv gut. Das Spiel blieb auch in der zweiten Halbzeit intensiv und mit hohem Tempo, zu einem Tor sollte es aber für keine der beiden Mannschaften reichen.

Schlussendlich eine gerechte Punkteteilung gegen starke Löwen, denen ich in der Liga auf jeden Fall einen vorderen Platz zutraue. Gerade der 18-jährige Mlapa hat durchaus Potenzial auch ein bis zwei Ligen höher zu spielen, zumindest ausgehend von dem, was er gestern gezeigt hat. Für mich ging’s mit Hubert nach dem Spiel auf einen kleinen Absacker ins Mosquito, für die Kickers geht’s am Mittwoch am Böllenfalltor gegen die bisher sieglosen Lilien.

Links:
Spielbericht bei den Kickers
Spielbericht beim TSV 1860

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