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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: London (Seite 1 von 6)

Luton Town – Middlesbrough FC 3:3 (2:2)

Erster England-Trip der Saison, da kein Trainingsplan für einen Herbstmarathon anstand hatte ich die Freiheit, gleich den August zu nutzen, um den einzigen Aufsteiger in die League Two, Salford City, zu besuchen, da bot es sich an, am Freitag das Heimspiel von Luton gegen Middlesbrough mitzunehmen.

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2. Big Half London oder Finally Running London, Baby!

Endlich habe ich es doch mal geschafft, in London zu rennen. Okay, nicht beim größten aller Londoner Rennen und einem der größten der Welt, dem London-Marathon, beim dem ohne Reiseanbieter oder Charity die Chance wohl eher 0 ist, aber immerhin bei einem Halbmarathon, dem Big Half, der dieses Jahr in zweiter Auflage stattfand. Für dieses Rennen konnte man sich einfach anmelden, beim im Herbst statt findenden Royal Parks Half hatte ich leider kein Glück, sonst wäre ich in 2019 dann doch einen Marathon in London gelaufen, halt verteilt auf zwei Rennen. Zumindest den London Landmarks Half Marathon gibt es auch noch, auf den wurde ich aber erst aufmerksam, als ich die Beschilderung vor Ort sah, da wurden einige Straßensperrungen angekündigt, vielleicht ist das ja was für 2020.

Der Big Half passte mir eigentlich nicht in den Trainingsplan für Hamburg, also habe ich einfach zwei Wochen eingeschoben und nach Woche 4 „Pause“ gemacht, das hatte den Vorteil dass ich an meinem Geburtstag auch ein Bier trinken durfte, nach dem Big Half ging es dann ganz regulär mit dem Plan weiter. Freitags ging’s relativ spät nach London, dieses Mal in die Travelodge in Acton, durchaus empfehlenswert, nette Lage nah an der Bahn und günstig gelegen auf der Grenze zwischen den Travelcard-Zonen 2 und 3. Samstags dann den üblichen Halbstundenlauf mit Steigerungen absolviert, einziger Fauxpas hier war, dass ich die Steigerungen auf einer matschigen Wiese gelaufen bin, aber gut, ging schon. Danach stand ein Ausflug nach Dartford an und nachdem ich beim SportsDirect im Westfield London noch eine Jogginghose und ein Langarmshirt gekauft hatte fühlte ich mich für alle Eventualitäten gewappnet.

In der Tat war es dann natürlich so, dass zwar der angekündigte starke Wind wirklich blies, das einzige was nicht angekündigt war kam aber auch noch dazu, es regnete, obwohl sich alle Vorhersagen einig waren dass genau das am Sonntag nicht passieren sollte. Well, hilft ja nix, ausnahmsweise hatte ich weder Müllsack noch Poncho dabei, also ging es mit Regenjacke an den Start, mit dem Hintergedanken selbige ja umbinden zu können. Auf dem Weg zum Start kam ich mit einem netten Engländer ins Gespräch, unsere Wege trennten sich dann im Startblock, als ich mich entschied diesen nochmal zum Warmlaufen zu verlassen. Das ist halt immer das Problem mit diesen Massenveranstaltungen, wenn man früh im Startblock ist steht man im Wesentlichen blöd rum. Das Warmlaufen ging aber ganz gut, ich kam auch problemlos wieder in den Block und stellte mich nochmal am Klo an. Das sah eigentlich aus als würde es sich mit dem Start ausgehen, aber dann tappte die Welle los zum Start und ich stand immer noch. Nettozeitnahme sei Dank war mir das relativ egal, lieber noch mal aufs Klo und mit der nächsten Welle los.

Shard im Nebel vor dem Start

Sonne pünktlich zum Start

Richtig was vorgenommen hatte ich mir nicht, vor allem wegen des Windes, es ließ sich dann aber ganz gut an, auch wenn es, weil ich eine Welle zu weit hinten war, viele Läufer zu überholen gab. Pünktlich zum Start kam die Sonne raus, blauer Himmel, hätte ich nach dem stürmischen Regenwetter vorher nicht gedacht. Bei Meile 1 ging es gleich mal unter die Erde durch den Limehouse Link Tunnel, ganz spannend, da durfte dann die Jacke gleich runter und dabei blieb es auch bis zum Ende vom Rennen. Nach dem Tunnel geht es noch ein bisschen geradeaus und dann ein bisschen verschnörkelt durch Canary Wharf, die einzige Stelle wo zwischen den Hochhäusern die Uhr nicht so genau wusste was jetzt Sache war. Dort waren auch ziemlich viele Leute, ansonsten war jetzt an der Strecke nicht beliebig viel los. Je nachdem wie man lief war es gefühlt wie Berg hoch laufen, gerade in Canary Wharf pfiff der Wind ganz ordentlich durch die Straßenschluchten. Danach ging es durch Wapping, nicht so schön wegen Kopfsteinpflaster, zur Tower Bridge, sicherlich das Highlight auf der Strecke. Über die gesperrte Brücke rennen war schon was besonderes, ich hatte noch das Glück dort ein schönes Foto geschossen zu bekommen. :)

Auf der Tower Bridge – sicherlich eines der besten Fotos die beim Laufen jemals von mir gemacht wurden :)

Nach der Tower Bridge ging es links ab und dann dem Themsebogen nach, einen Zusatzschlenker gab es noch Richtung Canada Water, dann ging es bei den Surrey Quays links ab auf die Lowe Road und immer geradeaus nach Greenwich. Das war dann so bei Meile 11 und mein Plan war, die letzten zwei Meilen falls möglich noch mal Gas zu geben. So ganz klar war mir nicht wie ich zeitlich lag, es war relativ nah an der Bestzeit, aber das einzige was ich mir gemerkt hatte war dass die Bestzeit eine 7-Minuten-pro-Meile-Pace war und das kam ungefähr hin. Die letzten drei Kilometer liefen dann schon extrem gut, auch wenn es ganz schön fordernd war, Plus am Anschlag aber immerhin Kilometer-Paces von 4:07, 4:10 und 4:04. Die letzten Meter waren mir immerhin auch wieder bekannt, der Zieleinlauf direkt links von der Cutty Sark ist dann auch noch ein echtes Highlight. Ich hatte beim Endspurt noch einen Mitläufer aufgegabelt, immer schön wenn sich da jemand anstecken lässt, das hilft dann auch zum am Gas bleiben, handgestoppt war ich dann 11 Sekunden über Bestzeit, witzig. Offiziell korrigierte sich das dann sogar noch auf 7 Sekunden, muss man auch erst mal so hinbekommen. :D

Nach dem Zieleinlauf darf man um die Cutty Sark rum und sich Verpflegungstüte und Medaille abholen, gute Gelegenheit um für ein Medaillenselfie vor dem Schiff zu posen. Dann kommen auch gleich die Wagen mit den Kleidern, da war noch nicht viel los und ich hatte meine Klamotten sehr flott wieder, im Allgemeinen darf ich sagen dass die Organisation insgesamt fast perfekt war, sowohl auf als auch neben der Strecke. Einziger kleiner Kritikpunkt war das relativ kleine Zeitfenster für die Abholung der Unterlagen, für mich ließ sich das aber gut einrichten. Die Wasserstellen waren sehr gut besetzt und vorteilhaft war die Ausgabe von Fläschchen, das geht halt doch deutlich besser in den Mund als aus Bechern. Das Festival, dass anlässlich des Laufs eigentlich im Greenwich Park stattfinden sollte, wurde wegen des starken Windes abgesagt, da schau her… für mich ging es schnell in Wechselklamotten aus dem Beutel – da kamen die frisch gekaufte Jogginghose und das Langarmshirt auch gleich zum Einsatz – um Wind und frisch wieder eingesetzt habendem Regen zu trotzen. Ab zur DLR, bis nach Bank, dann in die Central Line und ab ins Hotel – wie gesagt, gute Lage. Nachmittags ging’s dann noch auf einen Absacker mit dem Griechen, damit war der Tag dann aber auch ausreichend gefüllt.

Schönes Rennen in meiner liebsten Stadt – mir bricht das Herz, wenn ich an den Brexit denke, aber zumindest der ursprüngliche Plan ist ja mittlerweile vom Tisch. Schauen wir mal wie es weiter geht, ich habe zumindest noch zwei Reisen nach London dieses Jahr auf dem Plan, vielleicht sogar drei von wegen Tottenham und neues Stadion.

Zieleinlauf

Der Mühen Lohn – mal eine etwas ungewöhnliche Medaille

Das Festival im Greenwich Park – abgesagt

Dartford FC – Gloucester City AFC 2:0 (1:0)

Früher bin ich zum Fußball nach England gefahren und hatte Laufsachen dabei, um vielleicht mal eine Runde zu drehen. Heutzutage fahre ich zum Laufen nach England und wenn ich dran denke schaue ich auch nach, ob es ein Fußballspiel gibt. ;)

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Fulham FC – Huddersfield Town 1:0 (0:0)

Endlich mal ein Silvestertrip nach England, natürlich durfte da Fußball nicht fehlen. Dank früher Anreise konnten wir so am Samstag gleich ein Spiel mitnehmen. Die Wahl war nach Rücksprache mit Flo auf Fulham und die Craven Cottage gefallen, wo im Abstiegsspiel Huddersfield Town zu Gast war, immerhin mein vierter Besuch im Schmuckkästchen an der Themse.

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St. Paul’s, finally

Auftakt zum Ostertrip 2018, mal wieder England/Schottland anstatt wie letztes Jahr Irland/Nordirland. Dank Anreise am Gründonnerstag konnte ich noch zwei bisher nicht besuchte Orte besuchen. Zuerst war das der Battersea Park, wo ich bei zu Beginn schönstem Wetter einen schöne Runde durch den Park flanieren konnte.

Battersea Power Station

Peace Pagoda im Battersea Park

Rechtzeitig bevor der Regen richtig einsetzte ging es dann endlich nach St. Paul’s. Light of the World, Krypta, Whispering Gallery, Stone Gallery, ein beeindruckendes Bauwerk, für das man auch mal 16 Pfund springen lassen kann. Dafür kann ich die Kathedrale jetzt ein Jahr lang ohne weitere Kosten besuchen. ;)

Tottenham Hotspur – APOEL Nikosia 3:0 (1:0)

Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, in 2017 noch mal nach England zu kommen, auch wenn es diese Saison neue Aufgaben in Sachen #DoingThe92 gibt, sind doch Lincoln und die Forest Green Rovers in die League Two aufgestiegen, daneben spielt Tottenham diese Saison wegen Umbau an der White Hart Lane in Wembley. Lincoln und FGR waren leider nicht kombinierbar und deshalb bislang außen vor, der relative straffe Laufplan – erst in Vorbereitung auf Chicago, dann mit den üblichen Sonntags-Quatsch-Rennen – tat sein übriges, dass es nicht zu einem Ausflug auf die Insel kam. Relativ spontan bot sich dann aber das letzte CL-Heimspiel der Spurs an, um zumindest Wembley zu erledigen, wobei ich gar nicht sicher bin, ob das überhaupt nötig war, von wegen meines Besuchs beim CL-Finale 2013. War aber auch egal, England ist immer eine Reise wert, so günstig war ich auch glaube ich auch noch nie unterwegs für einen Tagestrip: Flug 20 €, Übernachtung 25 €, Eintrittskarte 35 €, dazu noch etwas Oyster-Kram und der Bus von und nach Stansted. Über die moralische Dimension des Fliegens für den Preis – die Fluglinie ist ja klar – bereite ich lieber den Mantel des Schweigens, aber erst kommt das Fliegen, dann die Moral.

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