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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Oberliga Baden-Württemberg (Page 1 of 4)

1. Göppinger SV – FSV Hollenbach 2:0 (2:0)

Ein Samstag zur freien Verfügung in Stuttgart, nachdem es Abends auf eine Geburtstagsfeier ging, dank Länderspielpause war fußballerisch nichts hochklassiges geboten und so ging es nach dem Frühsport auf nach Göppingen. Niederklassige Spiele gab es einige zur Auswahl, ich entschied mich dann aber für das nicht so einfach zu erreichende Göppingen, Bissingen und Backnang, die beide Heimspiel hatten, liegen ja, je nach Route, ab Stuttgart auf dem Heimweg, ergeben sich also eher mal zufällig. Oder auch nicht, wenn nicht auch nicht so schlimm. ;)

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FSV Hollenbach – FC-Astoria Walldorf II 2:1 (0:0)

Auf dem Heimweg von Schorndorf, Übernachtungsort nach dem Bayern-Heimspiel zum Bundesliga-Saisonauftakt, ging es in den Hohenlohekreis, um noch einen neuen Ground aus der Oberliga Baden-Württemberg mitzunehmen. Die Anfahrt nach Hollenbach, Ortsteil von Mulfingen, wer kennt es nicht, erwies sich dann als leicht problematisch, in der Sommerferienzeit ist es wohl Usus, dass Bundes- und Staatsstraßen wegen Bauarbeiten gesperrt sind und eine weitläufige Umfahrung nötig ist, oft ist das allerdings erst kurz vor der Sperrung ausgeschildert, was dann mit dem Navi nicht optimal ist. Am Ende schaffte ich es trotz mehrerer solcher Sperrungen, die jeweils eine Umfahrung nötig machten, doch noch rechtzeitig kurz vor Anpfiff auf den Parkplatz der JAKO-Arena.

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Offenburger FV – FC Singen 04 1:2 (0:1)

Wenn ich so weiter mache, dass ich alle 5 Monate ein Oberliga BaWü-Spiel anschaue, wird das mit der kompletten Liga wohl nie was, aber mal schauen was sich Richtung Saisonfinale noch tut, Hollenbach hat zum Beispiel am Dienstag ein Nachholspiel. Für den gestrigen Samstag hatte ich mir jedenfalls mal wieder einen Abstecher in die Ortenau ausgeguckt, Trier wäre auch eine Option gewesen, aber da lässt sich vielleicht was mit der luxemburgischen Liga kombinieren, dann aber eher bei schönerem Wetter weil Busübernachtung. Ein Abstecher nach Offenburg, da bot sich natürlich vorher ein Ausflug nach Strasbourg ins Rivetoile zum Erwerb von Käse, Bier, Wein und Schaumwein an, nicht ganz 100 € leichter gings dann nach Offenburg, wo ich direkt am Karl-Heitz-Stadion parkte und auch eine gute Stunde vor dem Anpfiff schon mal drinnen Fotos machen konnte. Danach gings auf direktem Weg zum Platz der Verfassungsfreunde, irgendwo auf der Bucket List steht nämlich auch, dass ich alle Orte, die an der Autobahn auf den braunen Hinweisschildern ausgeschildert sind, besucht haben will. ;) Interessanterweise ist der Platz zwar an der A5 angeschrieben, vor Ort gibts da aber eigentlich keinen Hinweis drauf. Ganz nett jedenfalls und sehr historisch wertvoll, eine Skulptur („die Freunde des Menschen in der Not“) gibts auch noch, was will man mehr. Danach war noch genug Zeit, kurz durch die sehenswerte Altstadt zu schlendern, bevor es durch den Bürgerpark zurück zum Stadion ging. Den Ölberg hab ich leider verpasst, aber da hat dann die Zeit nicht mehr gereicht, ansonsten wie gesagt ein nettes Städtchen mit schmucker Altstadt.

Am Karl-Heitz-Stadion gings dann zum zweiten Mal rein und die Enttäuschung war groß, als ich feststellen musste, dass das Spiel nicht auf dem Hauptplatz stattfand sondern auf dem Kunstrasenplatz. Seltsam, der Hauptplatz sah astrein aus, außerdem bietet er mit der durchaus mächtigen Tribüne und den umlaufenden Stufen natürlich eine deutlich schönere Kulisse als der Kunstrasenplatz, um den man nur ebenerdig stehen kann, sieht man mal von der einen Kurve vom Hauptplatz ab. Wie auch immer, der Tabellenvorletzte Offenburg hatte den abgeschlagenen Aufsteiger Singen zu Gast, der in der ganzen Saison erst zwei Mal gewinnen konnte. Keine Ahnung wie Singen diese Saison sonst gespielt hat, sie standen hinten sehr kompakt und konzentrierten sich vorne auf Konter, Resultat war eine 0:1-Pausenführung. Offenburg zwar mit mehr Spielanteilen und einigen schönen Kombinationen über außen, am Ende aber zu harmlos. Die kalte Dusche kam kurz nach der Halbzeitpause, als der Offenburger Torwart einen Elfmeter verschuldete – Singen 0:2 vorne, Offenburg bisher offensiv relativ harmlos, das Spiel schien gelaufen. Tief stehen bringt aber halt auch immer ein Risiko mit sich und nach ungezählt vielen Flanken, meistens von links, brachte eine Einzelaktion dann den überfälligen Anschlusstreffer, allerdings erst knapp vor Schluss. Offenburg warf nochmal alles nach vorne, der Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen, fiel aber nicht mehr. Kein schlechter Kick, im Stadion selbst wärs aber nochmal so schön gewesen. ;)

Nach dem Spiel gings wieder zurück Richtung Heimat, mit einem Abstecher ins Bistro 7even in Bruchsal, um dort das Bayern-Spiel in Leverkusen zu sehen. Das Bistro ist eher eine Kneipe vom Typ Fuchse, war sehr wenig los, dafür relativ dicke Luft, Baden-Württembergische Gesetzgebung sei Dank. Ging sich ja gut aus mit dem Bayern-Auftritt, ich hab das Hinspiel nicht gesehen aber es scheint ausgleichende Gerechtigkeit gewesen zu sein. Nach dem Spiel standen noch schmale 150 km bis in die Heimat zu Buche, um die relativ späte Uhrzeit aber eh völlig easy zu fahren. Alles in allem also mal wieder ein schöner Ausflug an den Oberrhein, von den Frankreich-Mitbringseln kann ich noch ein paar Takte zehren. In der Oberliga BaWü bleiben jetzt nur noch Hollenbach, Spielberg, Bissingen und Singen. Bis auf Singen alles easy machbar, Bissingen und Spielberg natürlich auch gut mit einem Abstecher nach Stuttgart kombinierbar, ein Ausflug Richtung Bodensee böte sich bei schönem Wetter natürlich auch an.

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Stadion wäre schon besser gewesen…

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Der beste Platz hätte nicht mal Eintritt gekostet…

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FC 08 Villingen – SpVgg Neckarelz 0:1 (0:0)

Die Oberliga BaWü wollte ich schon vergangene Saison fertig gehoppt haben, was man hat, hat man, dachte ich mir. Auf Grund von Terminkollisionen ging das aber leider nicht und so beendete ich die Saison mit vier ausstehenden Grounds (Hollenbach, Spielberg, Offenburg und Villingen). Drei Aufsteiger (Bissingen, Grunbach, Singen), die ich auch noch nicht hatte, schon waren wir bei sieben von achtzehn, keine gute Quote. Grunbach, einen der Aufsteiger, hatte ich immerhin gleich am ersten Spieltag erledigt, am heutigen Samstag stand außer einer Umzugsfahrt nach AB sowieso nichts an und so entschied ich mich für einen Abstecher nach Villingen. Auf dem Weg noch schnell ins Sindelfinger Hallenbad, die üblichen 1.500 m schwimmen und dann ging’s weiter die A81 runter.

Zum Sightseeing vor dem Spiel suchte ich mir erstmal den Aussichtssturm Wanne aus, eine der angeblich ältesten Stahlfachwerktürme Europas mit ungewöhnlicher, achteckiger Struktur. Die Fernsicht war allerdings nicht sonderlich gut, immerhin hatte ich aber einen schönen Blick auf die Stadt. Wie üblich ging’s dann mit der Karre ans Stadion und vor dort aus per pedes in die Stadt, wobei man in der Oberliga normalerweise ja auch eher knäpplich mit dem Auto kommen und trotzdem noch einen Parkplatz am Stadion bekommen kann, wobei die Innenstadt fußläufig ja nicht weit entfernt war. Der historische Stadtkern ist quasi vollständig erhalten, es gibt noch drei von vier Tortürme der Stadtbefestigung sowie das Münster, das Rathaus, etc., sehr sehenswert. Nach ein bisschen Rumschlendern gab’s noch ein Eis, ehe es über den Rosengarten, erbaut zur Landesgartenschau 2010, wieder zurück zum Stadion ging. Ein Wort noch zur Doppelstadt Villingen-Schwenningen: VS besteht aus dem badischen Villingen und dem württembergischen Schwenningen. Diese Trennung ist heute noch in vielen Situationen sichtbar: Villingen und Schwenningen haben unterschiedliche Vorwahlen, eigene Rathäuser und es gibt dort unterschiedliche Landeskirchen. Das ist ja alles eher verwaltungstechnischer Natur, ziemlich blöd ist aber, dass die beiden Teile zu unterschiedlichen Landessportbünden gehören und Vereine aus Villingen sich damit nicht mit Vereinen aus Schwenningen messen können. Naja, wie gesagt, auf zum Stadion. ;)

Das Stadion am Friedengrund, heute eigentlich „ebmp-papst-Stadion“, fasst circa 12.000 Zuschauer. 800 Zuschauer haben auf der mächtigen, überdachten Haupttribüne Sitzplätze, eigentlich wenig für die Größe, allerdings ist die Tribüne nicht bis nach unten gezogen, ebenerdig oberbhalb der Stehplatztribüne ist dort zum Beispiel das Vereinsheim untergebracht sowie die Kabinen. Die Gegentribüne ist eine fast komplett überdachte Stehplatzribüne, auf einer Hintertorseite und vor der Haupttribüne gibt es unüberdachte Stehplätze und nur eine Hintertorseite ist nicht bebaut, dort befindet sich zumindest noch ein kleiner Kiosk.

Mit Neckarelz hatte Villingen, durchaus abwechslungsreich gestartet (3-3-3), den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter (7-2) zu Gast. Villingen machte mehr für’s Spiel, die ganz dicken Chancen blieben aber aus. In der zweiten Halbzeit litt der Spielfluss dann deutlich unter den Schiedsrichterentscheidungen, bei Hinfallen und Aufschreiben gab’s gleich Gelb für den jeweiligen Gegenspieler, was vor allem die Neckarelzer weidlich ausnutzten. Villingen zwang den Neckarelzer Keeper zu zwei ordentlichen Paraden, am Ende lachten aber die Gäste: nach einem langen Abschlag kam der Ball auf rechts außen, Flanke in die Mitte von der Grundlinie, Flugkopfball, Tor. In den letzten 5 Minuten (inklusive Nachspielzeit) versuchte die Villinger nochmal alles, aber ohne Erfolg.

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TSV Grunbach – SV Spielberg 2:1 (0:0)

Erster Spieltag Oberliga Baden-Württemberg, Spiel am Freitag Abend, Aufsteiger Grunbach zu Hause gegen Spielberg, das bot sich ein kleiner Ausflug in den Nordschwarzwald an. Erst dachte ich, Grunbach wäre das Grunbach bei Remshalden, das wäre eine fein kurze Anreise mit der S-Bahn gewesen, Nachforschungen („Grunbach bei Remshalden im Badischen Fußballverband, hmm“) brachten dann aber ans Licht, dass sich Grunbach leicht südlich von Pforzheim befindet. Das machte die freitägliche Anreise natürlich etwas blöd, Feierabendverkehr auf der A8 ist ja alles andere als ein Traum, also noch schnell gegen Mittag das Laufen erledigt, danach kurz nach Sightseeing-Optionen geschaut und früh los. Da ich mich über Busnau auf die A8 schlängelte und in Rutesheim schon wieder runter fuhr war ich zum Glück staufrei unterwegs.

Zum Sightseeing wählte ich den Aussichtsturm Hohe Warte, mit 40 Metern Höhe der höchste im Nordschwarzwald. Praktischerweise lag der fast direkt auf meinem Schlängel-Weg durch die Dörfer – landschaftliche reizvolle Strecke mit netten Örtchen aber zum Teil auch arg engen Sträßchen, kennt man ja in Deutschland im Allgemeinen nicht so. Vom nächsten Parkplatz war der Turm nur ein paar Minuten weg, den Aufstieg die 192 Stufen hoch nahm ich eher sportlich und dann konnte ich erstmal die schöne Landschaft von oben samt Fernsicht genießen, sehr hübsch. Dann runter, noch schnell zwei Geocaches auf dem Weg nach Grunbach mitgenommen und ab zum Stadion.

Man muss den Grunbachern erstmal attestieren, dass sie ordentliches Parkplatzmanagement machen: alle Straßen zum Stadion waren außer für Anwohner gesperrt. Nachfragen bei freundlichen Herren in Blau brachte mich dann auf einen, hmm, Parkplatz, will ich mal sagen. Neben allerlei Pferdehängern mitten auf dem Bauernhof trifft’s ganz gut, aber scheint so vorgesehen gewesen zu sein, denn es kamen noch ein paar Autos, die dann neben landwirtschaftlichem Gerät parken durften. Schon beim Vorbeifahren hatte ich gesehen, dass das Stadion recht gut gefüllt war, nix mit der erwarteten Null-Kulisse als Selbzwanzigster. Für schmale 5€ ermäßigt erhielt ich dann Einlass (hmm, wobei ich das in Heidenheim in der 3. Bundesliga auch hatte, also gar nicht extrem günstig für die Liga ;) ), drehte erstmal eine Stadionrunde und sicherte mir dann eine Rote und eine Apfelschorle und einen Stehplatz in der Nordkurve. Nordkurve ist zwar etwas übertrieben, steht aber immerhin auf einer einer Werbebande in der Ecke. ;)

Das Eichbergstadion ist ein echtes Schmuckkästchen. Im wesentlichen liegt das an der herrlichen Aussicht Richtung Nordwesten. Davon abgesehen haben sich die Grunbacher aber echt Mühe gegeben. Bis auf die westliche Hintertorseite gibt’s überall mindestens zwei Ebenen, wobei die Stufen recht hoch sind, man also von der oberen Ebene schon eine ganz gute Sicht über’s Spielfeld hat. Die Haupttribüne ist für Oberligaverhältnisse relativ mächtig, auch wenn’s da nur Stehplätze gibt, da ist halt die Gaststätte drin. ;) Unterhalb gibt’s eine ganz nette Bande „Für immer TSV Grunbach“. Eher humorig sind allerdings die Dixie-Klos direkt an dem einen Tor – so nah am Spielfeld und vor allem am Tor kommt man selten auf’s Klo. Preislich kann man in der Oberliga natürlich eh nicht meckern, 5€ ermäßigter Eintritt, rote Wurst 2,50€, Apfelschorle 2,20€ – Eintritt und Vollverpflegung für weniger als einen Zehner, was will man mehr. Es war zwar relativ gut gefüllt, aber doch noch genug Platz um auf der Gegentribünenseite oben in erster Reihe zu stehen, von wo aus ich nicht nur einen guten Blick auf’s Spielfeld hatte sondern sich mir auch eine Poritze offenbarte, die ich aber zum Glück größtenteils ignorieren konnte.

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Grunbach, frisch gebackener Aufsteiger, stand vor seinem ersten Spiel in der Oberliga Baden-Württemberg jemals, Spielberg hatte sich letztes Jahr am letzten Spieltag noch den Klassenerhalt gesichert, vielleicht ensteht hier ja ein Oberliga-Lokalderby, Spielberg und Grunbach liegen ja nicht mal 30km auseinander. Im ersten Aufeinandertreffen war für mich jedenfalls der Neuling und Aufsteiger Favorit, hat Grunbach doch mit drei ehemaligen Kickers-Spielern – Dirk Prediger, Manuel Salz und Daniel Reule (in aufsteigender Rückennummer-Sortierung) – eine sehr respektable Offensive für Oberliga-Verhältnisse. Spielberg spielte aber sehr gut mit, war im wesentlichen durch Konter gefährlich, die erste Halbzeit ging aber ohne große Torchancen und dann auch ohne Tore zu Ende, die zweite Halbzeit bot aber einiges für’s Geld. Spielberg ging erst mal fast in Führung, der Ball sprang aber vom rechten Pfosten zurück zum Torwart, der ihn wegklatschte, der Nachschuss ging auch vorbei. Ein sehenswertes Tor – Brustannahme, dann Volleyschuss – brachte Grunbach dann die Führung nach einer knappen Stunde – allerdings war’s keiner vom Ex-Kickers-Offensiv-Trio. Die Freude währte nur kurz, nach einer Ecke glich Spielberg kurz danach prompt aus. Einer vom Trio erzielte danach doch noch sein Tor, Daniel Reule – Assistentin Sarah Kuttelwascher, schöner sprechender Name auch, – entschied aber auf Abseits. War eine enge Entscheidung und sorgte dementsprechend auch für Unmut. Der viel zitierte „Zweifel für den Stürmer“ hätte wohl das 2:1 gebracht, aber der ist ja eh ein Märchen. In der 80. erzielte Grunbach dann doch das 2:1 durch einen strammen Fernschuss in den Winkel, ebenfalls sehesnwert. Trotz zweier nachfolgender Gelber Karten konnte Grunbach das Ergebnis über die Zeit bringen. Für einen Lacher sorgte der am Ende in die Viererkette zurück gezogene Reule, der per Gewaltschuss nicht klärte sondern eine Ecke für Spielberg brachte, die Umstehenden waren allgemein erheitert.

Ich hatte mich bis dahin schon Richtung Ausgang begeben und beeilte mich dann, auf den Bauernhof zum Auto zurück zu kommen. Die Abfahrt vom Stadion geht nur in Gegenrichtung zur Anfahrt, was auch logisch und sinnvoll ist, so war ich dann auch relativ flott wieder unterwegs und nach einer knappen Stunde wieder in Stuttgart, wo außer ein bisschen L.A. Noire spielen auch nichts mehr auf dem Programm stand.

SpVgg Neckarelz – VfR Mannheim 1:0 (1:0)

Nächstes Wochenende, nächstes Oberliga-Spiel ist ja momentan die Devise – dieses Wochenende auch deshalb, weil das Kickers-Heimspiel schon am Freitag Abend war. Nach morgendlichem, leicht derangiert durchgeführtem Schwimmen, ging’s relativ zeitig nach Neckarelz, da ich über Bad Rappenau fuhr, um einen potenziellen Treffpunkt für meine Busmitfahrt nach Marseille am Dienstag auszukundschaften. Eine gute halbe Stunde vor Anpfiff war ich am Elzstadion, zeitig genug, um einen perfekten Parkplatz am alten Eingang zu bekommen und immerhin noch einen Fußmarsch zur Elz machen zu können.

Das Elzstadion ist mehr oder weniger Oberliga-typisch, Laufbahn und auf der Gegengerade ein paar Stufen, sehenswert ist die überdachte Haupttribüne, wobei das auch nur Stehplätze sind. Das Elzstadion hätte ich auch fast im DFB-Pokal 2009/10 schon kreuzen können, als Bayern bei Neckarelz zu Gast war, auf Grund des großen Andrangs ging’s damals aber nach Sinsheim.

Ich überlegte mir kurz, das Spiel direkt vom Urinal aus zu verfolgen (siehe Bilder), bei allerfeinstem Frühlingswetter war das aber natürlich keine ernsthafte Option. ;) Das Spiel war relativ unterhaltsam, Spitzenreiter VfR Mannheim ließ mal wieder Punkte liegen und verspielt so Spieltag um Spieltag den Aufstieg in die Regionalliga. Neckarelz ging nach 10 Minuten durch ein ziemlich kurioses Tor in Führung (unbedingt mal hier anschauen), trotz weitere guter Möglichkeiten insbesondere der Gastgeber sollte es das Tor des Tages bleiben.

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Für mich ging’s nach dem Spiel noch auf einen kleinen Abstecher zum Bismarckturm, der sich quasi oberhalb des Stadions am Flugplatz befindet – ungewohnt klein ist der, muss man sagen. Danach wählte ich die Scenic Route nach Wertheim – Bronnbach mitsamt Kloster ist mal für’s Sightseeing gemerkt – wo ich immerhin ein Hemd beim Billabong und beim WMF auch endlich einen handlich kleinen Flachmann bekam.

Stand Oberliga Baden-Württemberg: 14 Grounds down, 4 to go (Hollenbach, Offenburg, Spielberg, Villingen).

Bahlinger SC – Offenburger FV 1:1 (1:1)

Weiter geht’s mit munterem Oberliga BaWü-Hopping; zwar stand am Wochenende Gepaper an – Deadline am übermorgigen Donnerstag, aber für einen Samstäglichen Abstecher nach Bahlingen, mit knapp 200km der am weitesten entfernte Ground, immer ganz gut, sowas dann abgehakt zu haben. Wie schon beim Spiel in Kehl ging’s auch nach Frankreich zum Einkaufen, dieses Mal allerdings vor dem Anpfiff, zum Super U nach Marckolsheim. Leider hat die Zeit nicht mehr gelangt, um das Denkmal für die Maginot-Linie zu besuchen, aber das hatte ich auch nur zufällig auf einem Schild vor Ort gesehen. Nach Großeinkauf – im wesentlichen Merguez, dieses Mal sogar mit Harissa, und Alkohol – ging’s also zum Kaiserstuhlstadion, wo ich Oberligatypisch um die Ecke parken konnte. Ebenso oberligatypisch und damit auch gut: die Verpflegung. Hefe vom Fass im Glas für 2,60€ und eine leckere Wurst für 2,20€ – ich verstehe schon, warum die Ultras „gegen den modernen Fußball“ sind. ;)

Das Kaiserstuhlstadion hat eigentlich Sportplatzcharakter, wenn man mal von der überdachten Stehtribüne auf der Gegengeraden absieht, auf der 800 Zuschauer Platz haben. Auf der „Haupttribünenseite“ gibt’s einen Minikleine Stahltrohrtribüne (siehe Fotos), die ist aber wohl für die örtlichen VIPs reserviert. Wobei, der VIP-Bereich ist ja im ersten Stock des Vereinsheims, unter den Sonneschirmen… ;)

Ein Kellerduell stand an, Bahlingen als 13. gegen die Offenburger auf dem 17. Platz. Spielerisch ging nicht viel, Bahlingen ging nach 20 Minuten durch einen Elfmeter im Nachschuss in Führung, Offenburg glich aber nur 10 Minuten nach dem zweiten Eckstoß aus – der erste war auch schon gefährlich gewesen, da hätte Bahlingen gewarnt sein sollen. Viel mehr war dann insgesamt auch nicht geboten, kurz nach der Halbzeit wurde es mal turbulent, mit dem Ergebnis einer eher fragwürdigen Roten Karte für Bahlingens Softic. Offenburg war auch in der Überzahl mit dem Punkt zufrieden und dabei blieb’s dann auch.

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Stand Oberliga Baden-Württemberg: 13 Grounds down, 5 to go.

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