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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: PhD (Seite 1 von 3)

Ein Jahr Dr. K.

Heute vor einem Jahr gab es den (vorerst) letzten Commit in der Versionskontrolle für die Doktorarbeit, am gleichen Tag war damals auch die mündliche Prüfung; während ich heute Abend ein unsägliches Intervalltraining gemacht habe und mir nach einer Apfelschorle gerade ein paar Stücke Melone und einen Quark mit Früchten gegönnt habe gab es letztes Jahr zu dieser Zeit Champagner und eine leckere Grillerei bei den Hérengers. Ansonsten habe ich es zwar geschafft die Arbeit abzugeben, für ein paar Exemplare für die Familie hat aber bisher die Zeit gefehlt *hust*. ;)

Via https://lucian.uchicago.edu/blogs/maph/2011/04/20/wednesday-wisdom-from-calvin-hobbes/

Via https://lucian.uchicago.edu/blogs/maph/2011/04/20/wednesday-wisdom-from-calvin-hobbes/

Zum Glück bin ich ja großer Calvin & Hobbes-Fan und habe ich mich natürlich an deren Weisheit orientiert, das sollte mich auch vor etwaigen Plagiatsvorwürfen schützen. ;)

Der damals noch frisch passiv promovierte Herr K. - oder darf ich jetzt Dr. K. schreiben, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erlaubt war?

Der damals noch frisch passiv promovierte Herr K. – oder darf ich jetzt Dr. K. schreiben, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erlaubt war?

Und ich so

Final commit


~/src/phd/presentations/phd-defence-2014-08-04$ svn ci -m "It ends today."
Sending phd-defence-2014-08-04.tex
Transmitting file data .
Committed revision 1618.
~/src/phd/presentations/phd-defence-2014-08-04$

Umlauf abgeschlossen

Jetzt geht es Schlag auf Schlag mit der Promotion: das Umlaufverfahren ist beendet, 3 bis 4 Wochen waren also keine so ganz schlechte Schätzung, und es geht an die Terminsuche, 2014 ist also wohl das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen die Promotion endlich eingetütet werde kann.

Beginn des Umlaufs in Ihrem Promotionsverfahren

1 Monat, 3 Jahre und 17 Tage 1 Jahr, 3 Monate und 17 Tage nach der Abgabe der Promotion geht es dem nächsten Schritt entgegen:

Am 05.05.2014 wurde das Umlaufverfahren eröffnet. Die Professoren im Umlauf haben ca. 3 Wochen Zeit zur Prüfung. Sie werden über das Ende des Umlaufs unterrichtet.

Gut, dass ich damals den Artikel geschrieben hatte um mir klar zu machen, wie das weitere Vorgehen ist, andernfalls hätte ich es jetzt erneut in der Promotionsordnung nachlesen müssen. ;) Mittlerweile sind also die beiden Gutachten (sogenanntes Erst- und Zweitgutachten) geschrieben und die Arbeit ist im Umlauf, das heißt sie wird jetzt neben den beiden bereits geschriebenen Gutachten von den Professoren aus dem Fakultätsrat geprüft. Die Gutachten habe ich bisher nicht gesehen, vermute und hoffe aber dass beide zu dem Schluss „angenommen“ beziehungsweise „mit Änderungen angenommen“ gekommen sind und dass sich aus dem Umlaufverfahren nichts gegenteiliges ergibt. Ob so oder so, in drei bis vier Wochen dürfte ich mehr wissen und dann, wenn alles gut gegangen ist, vielleicht sogar schon einen Termin für die mündliche Prüfung haben.

Auf den Tag genau 76 Monate später

76 Monate ist es her, dass ich meine Diplomarbeit am 18. September 2006 abgegeben habe. Heute, am 18. Januar 2013, war dann der lange nicht für möglich gehaltene Tag, an dem ich endlich meine Doktorarbeit abgegeben habe – das Motto von vor 76 Monaten, „Hey, I’ve got nothing to do today but smile“, stimmt allerdings nur bedingt. Erleichtert bin ich natürlich schon, gerade weil kurz vor dem Abgabetermin natürlich noch unvorhergesehene Probleme auftauchten, die sich so aus der Promotionsordnung (PromO) nicht ablesen ließen, am Ende war die fehlende „Anmeldung zur Promotion“ zum Glück nur eine Formalie und nach dem letzten Feinschliff konnte ich die Arbeit gestern binden lassen und heute abgeben. Im Gegensatz zur Diplomarbeit, nach deren Abgabe mein Studium quasi erfolgreich beendet war, geht nach Abgabe des Manuskripts der Promotion der Spaß erst richtig los, wobei es gar nicht so einfach ist, den Durchblick über den Prozess zu erhalten. Die Arbeit wird jedenfalls in der kommenden Fakultätsratssitzung am 23. Januar „besprochen und zugelassen“ (dazu habe ich nichts genaues gefunden, insofern mal so flapsig formuliert). Danach folgt die Begutachtung durch die Berichter, die laut neuer PromO maximal drei Monate dauern soll, in der alten soll sie „innerhalb einer vom Promotionsausschuss bestimmten Frist erfolgen.“ Ergebnis davon: die Dissertation wird

  • angenommen,
  • mit bestimmten Änderungen angenommen,
  • zur Umarbeitung oder Erweiterung innerhalb maximal eines Jahres zurückgegeben oder
  • abgelehnt.

Man sieht, die Wünschenswertigkeit nimmt in der Reihenfolge der Nennung stark ab. :) Die Arbeit geht danach – also zumindest in den ersten beiden Fällen denke ich – an den Promotionsausschuss zur Begutachtung (wobei es hier verschiedene Arten der Begutachtung gibt: mindestens vier Mitglieder im Umlauf oder Einsichtnahme für alle Mitglieder innerhalb von 14 Tagen) , Resultat ist dann die Empfehlung die Arbeit anzunehmen, mit Änderungen anzunehmen oder abzulehnen. All das zusammen, also quasi die Ergebnisse aus der Begutachtung der Berichter und des Promotionsausschusses, gehen dann an den Prüfungsauschuss, der dann schlussendlich „entscheidet, ob und in welcher Form das Prüfungsverfahren weitergeführt werden soll.“:

  1. Das Prüfungsverfahren wird ohne Änderung der Dissertation fortgesetzt; zugleich
    wird ein Termin für die mündliche Doktorprüfung anberaumt.
  2. Die Dissertation wird dem Bewerber mit der Auflage, innerhalb einer festgesetzten
    Frist bestimmte Änderungen vorzunehmen oder sie teilweise umzuarbeiten,
    zurückgegeben. Danach ist sie dem Prüfungsausschuss erneut vorzulegen. Die
    mündliche Doktorprüfung findet erst nach Erfüllung der Auflagen statt. Lediglich bei
    geringfügigen, vor allem stilistischen oder formalen Änderungsvorgaben kann die
    mündliche Prüfung durchgeführt werden. Diese Änderungsvorgaben sind dann bis
    zur Drucklegung der Dissertation zu erfüllen.
  3. Die Dissertation wird abgelehnt. Der Bewerber erhält hiervon schriftlichen Bescheid.
    Das Prüfungsverfahren endet in diesem Falle mit der Note „nicht bestanden“.

Im wesentlichen geht’s also zur mündlichen Prüfung, einen Schritt zurück oder nicht über Los raus aus dem Verfahren. Gehen wir mal davon aus, dass es also zur mündlichen Prüfung kommt; diese „dauert zwischen einer und zwei Stunden“ und danach wird die Gesamtnote (arithmetisches Mittel) aus Dissertation und Prüfungsnote gebildet: von sehr gut (1) über gut (2) und bestanden (3) bis zu nicht bestanden (4), wobei bei „überragenden Leistungen kann das Gesamturteil ‚mit Auszeichnung bestanden‘ erteilt werden.“ Bei Nichtbestehen kann man ein Mal, aber nicht vor Ablauf von 6 Monaten, eine Wiederholungsprüfung durchführen, ansonsten stellt der Promotionsausschuss beim Rektor den Antrag, den Grad eines Doktor-Ingenieurs (oder Uni Würzburg-Style selbst bei mir den Grad einer Doktor-Ingenieurin?) zu verleihen.

So, dann gehts damit weiter, dass man die während des Prüfungsverfahrens auferlegten Änderungen einarbeitet und die Dissertation dann in einer der fünf möglichen Veröffentlichungsarten – genau – veröffentlicht: elektronisch, Fotodruck, Verlagsveröffentlichung, Institutsreihe oder Sonderdruck. Der Hauptberichter prüft dann „die Richtigkeit des Druckexemplars anhand des bei ihm liegenden Manuskripts“ und übersendet ein Exemplar an den Vorsitzenden des Promotionsausschusses. „Dieser gibt durch Schreiben an die Bibliothek die gedruckte Dissertation frei und bestätigt der Zentralen Verwaltung die form- und termingerechte Ablieferung der Pflichtexemplare“ und dann kann endlich das Doktordiplom erstellt und ausgehändigt werden. Damit wäre dann das Klassenziel erreicht, denn: „Erst die Aushändigung des Diploms berechtigt zur Führung des Doktorgrades.“ Und dann kommt sogar noch die Polizei ins Spiel: „Die Verleihung des Doktorgrades wird der Ortspolizeibehörde, die für den Wohnort des Bewerbers zuständig ist, durch die Zentrale Verwaltung angezeigt.“ Und so schnell hat sich das mit der Promotion dann erledigt. :) Und 50 Jahre später kann das Doktordiplom „im 50. Jubiläumsjahr seiner Erlangung auf Vorschlag der zuständigen Fakultät vom Rektor und Senat in feierlicher Form erneuert werden.“

Für heute trotzdem „Hey, I’ve got nothing to do today but smile“, deshalb mache ich mir jetzt, zum Handball und Bundesliga-Abend, auch ein schönes Paulaner auf, nachdem ich mir gleich noch zu meiner Tetris-Uhr und Space Invaders-Tasse diese fesche Tetris-Lampe bestellt habe – man muss sich ja immer ein bisschen belohnen, sonst machts ja keiner. ;)

P.S.: Alle Zitate aus der „Promotionsordnung der Universität Stuttgart vom 16. Oktober 2008 mit Änderungssatzungen„, ich hab mal auf explizite Angabe der Paragraphen, Artikel und Sätze verzichtet.
P.P.S.: Im wesentlichen habe ich einfach aufgeschrieben was ich selbst lernen wollte, der Artikel diente also in erster Linie meiner Information. Aber wenn mich jetzt jemand fragt wies weitergeht weiß ich wenigstens wo ich nachschauen kann ohne die PromO nochmal wälzen zu müssen. ;)

Schon ein bisschen eine schwere Geburt

Huiuiui, es ist doch noch vollbracht. Leider ist hier nicht von der schwersten Geburt an sich, der Doktorarbeit, die Rede, sondern von meinem letzten Journal-Paper, das ich zusammen mit Axel schrub und bei „Computer Science„, einem polnischen Journal, einreichte, und zwar im April diesen Jahres. Rückblickend betrachtet sind die 8 Monate ja gar nicht so lange und wohl auch nicht unüblich, aber wenn man das einreicht und es passiert erst mal nichts, dann ist das schon immer wieder komisch. Mehrere durchaus nötige Verbesserungen später war glaube ich im Juli die finale Version fertig, die letzte Korrektur gabs dann Anfang November, man sieht, es zieht sich halt. Jetzt ist meine vielleicht letzte Publikation zum Thema, von der eigentlichen Doktorarbeit mal abgesehen, also auch veröffentlicht. Da das Journal übrigens Open Access bietet kann man sich das ganze Paper kostenlos herunterladen.

Abstract:

High performance computing is nowadays mostly performed in a best effort fashion. This is surprising as the closely related topic of grid computing, which deals with the federation of resources from multiple domains in order to support large jobs, and cloud computing, which promises seemingly infinite amounts of compute and storage, both offer quality of service (QoS), albeit in different ways. Long-term service level agreements (SLAs), which require the establishment of SLAs long in advance of their actual usage, seem a promising way for the offering of QoS guarantees in an HPC environment in a way that is not disruptive to the business models employed today. This work uses the long-term SLA approach as a basis for the provisioning of service levels for HPC resources and presents an SLA management framework to support this. Flexibility is provided by providing SLAs with different service levels, support for which is integrated into job submission and scheduling. The SLA management framework can, on a high level, be used in a generic fashion and an implementation is presented that is evaluated against a motivating scenario.

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