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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Projekt 52 (Seite 1 von 51)

Projekt 52.2018.13: Gillian Flynn – Sharp Objects

Auf Gillian Flynns Sharp Objects wurde ich zufällig aufmerksam als ich in England war und Werbung für die gleichnamige Serie gemacht wurde. Hmm, achso, die Autorin von Gone Girl, da hatte ich doch den Film geschaut. Erst mal nachgelesen um was es da ging und dann kurzerhand das Buch für Sharp Objects besorgt und regelrecht verschlungen. Sehr lesenswert, die Serie werde ich mir wohl auch anschauen, mal sehen wie die filmische Umsetzung gelungen ist.

Projekt 52.2018.11: Connie Willis – To Say Nothing of the Dog: or, How We Found the Bishop’s Bird Stump at Last

Connie Willis-Mania, weiter ging es nach dem düsteren Doomsday Book mit dem heiteren To Say Nothing of the Dog: or, How We Found the Bishop’s Bird Stump at Last – Zeitreisen können auch (unfreiweillig) komisch sein. :)

Im Oxford der Zukunft wird die Kathedrale von Conventry, die bei einem Bombenangriff der deutschen Luftwaffe am 14. November 1940 fast vollständig zerstört wurde, wieder aufgebaut. Lady Schrapnell, die die Mittel dafür bereit stellt, will den Nachbau auf Grund persönlicher Verbundenheit mit der Kirche möglichst originalgetreu haben und nutzt deshalb intensiv die Möglichkeit von Zeitreisen, stellt dafür aber auch viel Geld für die Universität zur Verfügung.

Ned Henry ist beauftragt, herauszufinden was mit „Bishop’s Bird Stump“, einer Art Vase aus der Kathedrale, vor, während oder kurz nach dem Bombenangriff passiert ist. Auf Grund vieler Zeitreisen leidet Ned an einer Art Jetlag – „time-lag“ – und als sich die Gelegenheit ergibt, ihn vor Lady Schrapnell im viktorianischen England zu verstecken, nutzt sein Chef James Dunworthy diese. Gleichzeitig soll Ned dabei noch eine Inkongruenz beheben, indem er eine Katze, die irrtümlich aus der Vergangenheit mit gebracht wurde, wieder mit zurück nimmt. Im viktorianischen England gibt es allerlei humorige Komplikationen, immer unter der Befürchtung, dass Ned und seine Kollegin Verity, die die Katze ursprünglich mit gebracht hatte, das Raum-Zeit-Kontinuum verändert haben.

Im Gegensatz zu den anderen Zeitreisebüchern ist To Say Nothing of the Dog wie gesagt sehr humorig und wohltuend wenig dramatisch.

P.S.: Der Untertitel ist eine Anspielung auf Three Men in a Boat (To Say Nothing of the Dog), das jetzt auch auf der Leseliste steht.

Projekt 52.2018.10: Connie Willis – Doomsday Book

Endlich mal wieder auf Reisen, da gab es ausreichend Gelegenheit mal wieder ein Buch in Gänze in relativ kurzer Zeit zu lesen. Auf dem Plan stand das Doomsday Book, das erste Buch aus Connie Willis‘ Oxforder Zeitreisen-Serie, von der ich schon den Doppelpack Blackout / All Clear verschlungen habe. Es gibt zwar eine gewisse Überlappung an Charakteren zwischen den Büchern, aber es ist absolut kein Problem, diese in verdrehter Reihenfolge zu lesen.

Kivrin Engle, eine junge Historikerin, will ins Mittelalter reisen, um mehr über diese Zeit zu erfahren. Der Name des Buches ist inspiriert vom Domesday Book, denn Kivrin will eine Aufzeichnung des Lebens im Mittelalter erstellen. Zielzeitpunkt ist 1320 in der Nähe des Örtchens Skendgate bei Oxford, in dem im Oxford der Gegenwart des Jahres 2054/2055 gerade Ausgrabungen stattfinden. Zwar gilt das gesamte Mittelalter als für Zeitreisende gefährlich, aber Kivrin wähnt sich sehr gut vorbereitet und die Zielzeit befindet sich deutlich vor dem Auftreten der Pest in England.

Kivrin ahnt nicht, dass in Oxford just zum Zeitpunkt ihrer Abreise eine Influenza-Epidemie ausbricht. Ausgerechnet der Techniker, der das Netz bedient, Badri, ist einer der ersten Betroffenen und gibt eine falsche Zielzeit ein – Kivrin landet so mitten im England der Pest. Ihr Mentor James Dunworthy versucht derweil in der Gegenwart, in der die Krankheit Oxford lahm legt, alles, um Kivrin sicher zurück zu bekommen.

Buried with my own hands five of my children in a single grave … No bells. No tears. This is the end of the world.
AGNIOLA DI TURA
Siena, 1347
(Connie Willis – Doomsday Book, Kapitel 3 vorangestellt)

Die Influenza-Epidemie in Oxford ist tragisch und fordert auch Opfer, aber sie ist kein Vergleich zu dem Elend, das Kivrin im Mittelalter erlebt. Die Pest erreicht den Ort, an dem sie sich zwischenzeitlich eingerichtet hat, erst relativ spät im Buch und unerwartet, die Folgen sind verheerend und schockierend. Klar, die Pest kennt man und vom schwarzen Tod hat man schon mal gehört, näher auseinander gesetzt habe ich mich damit aber bisher nicht. Ein zum Teil ziemlich trauriges Buch, aber dennoch äußerst lesenswert.

Projekt 52.2018.09: Scott Jurek – Eat and Run

Seit ich Born to Run gelesen habe steht Eat and Run auf meiner Leseliste. Ultraläufer Scott Jurek, Autor von Eat and Run, kommt auch in Born to Run vor und nimmt dort an dem Rennen mit den Tarahumara teil.

In seinem eigenen Buch schreibt Jurek von seiner Kindheit, wie er mehr oder weniger zufällig zum Läufer und dann zu einem der erfolgreichsten Ultraläufer jemals wurde. Die zweite Komponente des Buches ist, wie man dem Titel unschwer entnehmen kann, die Ernährung und Jureks Sorgen, ob er erst als Vegetarier und dann als Veganer eine für einen Ultraläufer ausreichende Diät halten kann.

Konnte er anscheinend, wie seine Erfolge beweisen. Jedes Kapitel schließt mit einem Rezept, wobei mir die Rezepte immer einen Tick zu kompliziert sind beziehungsweise ich gar nicht weiß, wo ich das ganze Zeug überhaupt her bekommen sollte. Es sind aber ein paar interessante Sachen dabei und auch wenn ich jetzt kurzfristig weder Vegetarier noch Veganer werde, den Fleischkonsum zu reduzieren ist auch bei meinem nicht übermäßigen Konsum kein Fehler.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, interessant fand ich vor allem Jureks Beschäftigung mit Philosophie und Meditation.

Projekt 52.2018.07: Sybille Schrödter – Auroras Abgründe

Auroras Abgründe habe ich aus dem Bücherschrank im Haibacher Wildpark gefischt. Mal wieder etwas leichtes für zwischendurch und ganz unterhaltsam zu lesen. Viel mehr kann ich mit einigem Abstand darüber auch nicht sagen, besonders im Gedächtnis geblieben ist mir die Geschichte um die titelgebende Staatsanwältin Aurora, die nach einer Affäre mit einem wegen Mordes Beschuldigten in ihre alte Heimat versetzt wird, nicht.

Projekt 52.2018.05: Umberto Eco – Die Insel des vorigen Tages

Nach Der Name der Rose und Das Foucaultsche Pendel stand mit Die Insel des vorigen Tages der für mich dritte Roman von Umberto Eco an. Gefunden hatte ich das Buch unwahrscheinlicherweise in einem öffentlichen Bücherschrank – ein gutes Buch in gutem Zustand, ein sehr seltener Fund. Lange Zeit stand es dann im Regal, bis ich mich dann doch endlich heran traute. Mein Respekt leitete sich aus den bisherigen Büchern von Eco ab, vor allem basierend auf dem verwirrenden Foucaultschen Pendel, so ganz falsch war meine Vermutung jedenfalls nicht, Wikipedia schreibt auch „Stilistisch ist Die Insel des vorigen Tages wohl Ecos anspruchsvollster Roman.“

Kurz gesagt und ebenfalls aus Wikipedia zitiert: Die Insel des vorigen Tages „erzählt die angeblich wahre Geschichte des piemontesischen Landadligen Roberto de La Grive, der um die Mitte des 17. Jahrhunderts auf der Suche nach der Lösung des Problems der Längengrade an der Datumsgrenze in der Südsee verschollen sein soll.“ So weit, so einfach, die Geschichte ist aber deutlich komplexer und wird auf unterschiedlichen Ebenen in unterschiedlichen Zeiten erzählt.

Dem Problem der Längengerade bin ich auch in der Literatur schon mehrfach begegnet, die Ansätze dazu, die in der Insel des vorigen Tages auftauchten waren mir aber neu. Das alleine war schon spannend, daneben gibt es allerlei wissenswertes, auch sehr viele versteckte Anspielungen, die ich wohl nur mit Sekundärliteratur finden würde. Die manieristische Sprache fand ich sehr humorig, sie erinnerte mich zum Teil an den Don Quijote, den ich in der älteren Übersetzung von Ludwig Braunfels gelesen habe. Ein faszinierendes Buch, für mich von den bisherigen drei Eco-Büchern, die ich gelesen habe, das am leichtesten zugängliche.

Projekt 52.2018.04: Florian Sauer – 92. Eine Reise durch das Mutterland des Fußballs

Ex-Schulkollege und England-Travel-Buddy Florian „Flopsi“ Sauer hat seinen persönlichen Weg, alle 92 englischen Profigrounds zu besuchen, in Buchform gebracht und vor kurzem veröffentlicht. Nachdem ich vergangenes Jahr schon mal Korrektur lesen durfte trudelte dann vor einiger Zeit ein gedrucktes Exemplar ein. Über 500 Seiten stark ist das Werk und zu jedem der besuchten Grounds gibt es ein eigenes Kapitel, angefangen vom ersten Spielbesuch im Oktober 2002 bei Charlton Athletic bis zum Abschluss bei den Milton Keynes Dons im Jahr 2014. Ich bin als Nebencharakter im Buch natürlich voreingenommen, aber auf jeden Falle ein feines Buch für jeden an „Doing the 92“ interessierten, vor allem weil es Florian geschafft hat, in jedem Kapitel auch etwas Interessantes zu Club, Stadion oder Stadt darzustellen.

Passend zum Buch gibt es auch die Webseite 92club.de, auf der sich die 92 Spielberichte in Ultra-Kurzform finden, daneben gibt es dort aber auch hilfreiche allgemeine Tipps und Details zu allen Grounds. Das Buch gibt es übrigens direkt auf der Webseite oder natürlich beim allseits beliebten Büchergiganten Amazon. Leseprobe gefällig? Gibt es hier von unserem gemeinsamen Ausflug an die Carrow Road in Norwich.

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