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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Projekt 52 (Page 1 of 51)

Projekt 52.2018.09: Scott Jurek – Eat and Run

Seit ich Born to Run gelesen habe steht Eat and Run auf meiner Leseliste. Ultraläufer Scott Jurek, Autor von Eat and Run, kommt auch in Born to Run vor und nimmt dort an dem Rennen mit den Tarahumara teil.

In seinem eigenen Buch schreibt Jurek von seiner Kindheit, wie er mehr oder weniger zufällig zum Läufer und dann zu einem der erfolgreichsten Ultraläufer jemals wurde. Die zweite Komponente des Buches ist, wie man dem Titel unschwer entnehmen kann, die Ernährung und Jureks Sorgen, ob er erst als Vegetarier und dann als Veganer eine für einen Ultraläufer ausreichende Diät halten kann.

Konnte er anscheinend, wie seine Erfolge beweisen. Jedes Kapitel schließt mit einem Rezept, wobei mir die Rezepte immer einen Tick zu kompliziert sind beziehungsweise ich gar nicht weiß, wo ich das ganze Zeug überhaupt her bekommen sollte. Es sind aber ein paar interessante Sachen dabei und auch wenn ich jetzt kurzfristig weder Vegetarier noch Veganer werde, den Fleischkonsum zu reduzieren ist auch bei meinem nicht übermäßigen Konsum kein Fehler.

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, interessant fand ich vor allem Jureks Beschäftigung mit Philosophie und Meditation.

Projekt 52.2018.05: Umberto Eco – Die Insel des vorigen Tages

Nach Der Name der Rose und Das Foucaultsche Pendel stand mit Die Insel des vorigen Tages der für mich dritte Roman von Umberto Eco an. Gefunden hatte ich das Buch unwahrscheinlicherweise in einem öffentlichen Bücherschrank – ein gutes Buch in gutem Zustand, ein sehr seltener Fund. Lange Zeit stand es dann im Regal, bis ich mich dann doch endlich heran traute. Mein Respekt leitete sich aus den bisherigen Büchern von Eco ab, vor allem basierend auf dem verwirrenden Foucaultschen Pendel, so ganz falsch war meine Vermutung jedenfalls nicht, Wikipedia schreibt auch „Stilistisch ist Die Insel des vorigen Tages wohl Ecos anspruchsvollster Roman.“

Kurz gesagt und ebenfalls aus Wikipedia zitiert: Die Insel des vorigen Tages „erzählt die angeblich wahre Geschichte des piemontesischen Landadligen Roberto de La Grive, der um die Mitte des 17. Jahrhunderts auf der Suche nach der Lösung des Problems der Längengrade an der Datumsgrenze in der Südsee verschollen sein soll.“ So weit, so einfach, die Geschichte ist aber deutlich komplexer und wird auf unterschiedlichen Ebenen in unterschiedlichen Zeiten erzählt.

Dem Problem der Längengerade bin ich auch in der Literatur schon mehrfach begegnet, die Ansätze dazu, die in der Insel des vorigen Tages auftauchten waren mir aber neu. Das alleine war schon spannend, daneben gibt es allerlei wissenswertes, auch sehr viele versteckte Anspielungen, die ich wohl nur mit Sekundärliteratur finden würde. Die manieristische Sprache fand ich sehr humorig, sie erinnerte mich zum Teil an den Don Quijote, den ich in der älteren Übersetzung von Ludwig Braunfels gelesen habe. Ein faszinierendes Buch, für mich von den bisherigen drei Eco-Büchern, die ich gelesen habe, das am leichtesten zugängliche.

Projekt 52.2018.04: Florian Sauer – 92. Eine Reise durch das Mutterland des Fußballs

Ex-Schulkollege und England-Travel-Buddy Florian „Flopsi“ Sauer hat seinen persönlichen Weg, alle 92 englischen Profigrounds zu besuchen, in Buchform gebracht und vor kurzem veröffentlicht. Nachdem ich vergangenes Jahr schon mal Korrektur lesen durfte trudelte dann vor einiger Zeit ein gedrucktes Exemplar ein. Über 500 Seiten stark ist das Werk und zu jedem der besuchten Grounds gibt es ein eigenes Kapitel, angefangen vom ersten Spielbesuch im Oktober 2002 bei Charlton Athletic bis zum Abschluss bei den Milton Keynes Dons im Jahr 2014. Ich bin als Nebencharakter im Buch natürlich voreingenommen, aber auf jeden Falle ein feines Buch für jeden an „Doing the 92“ interessierten, vor allem weil es Florian geschafft hat, in jedem Kapitel auch etwas Interessantes zu Club, Stadion oder Stadt darzustellen.

Passend zum Buch gibt es auch die Webseite 92club.de, auf der sich die 92 Spielberichte in Ultra-Kurzform finden, daneben gibt es dort aber auch hilfreiche allgemeine Tipps und Details zu allen Grounds. Das Buch gibt es übrigens direkt auf der Webseite oder natürlich beim allseits beliebten Büchergiganten Amazon. Leseprobe gefällig? Gibt es hier von unserem gemeinsamen Ausflug an die Carrow Road in Norwich.

Projekt 52.2018.03: Jan Novák, Jaromír 99 – Zátopek

Das alte Leid mit der Bücherei – einen Sack voll Bücher ausgeliehen, zwei Mal verlängert und nichts gelesen. Immerhin die Graphic Novel Zátopek konnte ich mir noch kurz zu Gemüte führen, für einen Langstrecken-Läufer ja auch ein Must Read.

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Projekt 52.2018.02: Dean Koontz – The Whispering Room

Auch den zweiten Teil der Jane Hawk-Reihe, The Whispering Room, habe ich fast in einer Sitzung gelesen. Janes Kampf gegen die Arcadian-Verschwörung geht weiter und findet vorerst einen packenden Abschluss, als Jane versucht, zum scheinbaren Kopf der Verschwörung, David James Michael, durchzudringen.

Buch Nummer drei, The Crooked Staircase, ist für Mai diesen Jahres angekündigt, also ist die Wartezeit zum Glück nicht sonderlich lange.

Projekt 52.2018.01: Connie Willis – All Clear

Zweiter Teil von Blackout/All Clear und während mir der erste Teil sehr gut gefallen hat war der zweite Teil noch deutlich besser. Nach wie vor geht es für Polly, Merope und Mike darum, irgendwie wieder nach Oxford zurück zu kommen und derweil den Blitz zu überleben. Spannend bis zum Ende und ein faszinierender Einblick in den Blitz und die späteren V-Bomben-Angriffe auf London, wer sich nur ein bisschen dafür interessiert kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Rechtzeitig vor dem ersten England-Trip hatte ich das Buch fertig gelesen und mich auf einen Besuch in St. Pauls’s gefreut. Die Kirche hatte ich bisher links liegen gelassen, auch wegen des recht hohen Eintrittspreise, nur außen herum war ich schon mehrfach unterwegs. Im Buch nimmt die Kirche wie im richtigen Blitz eine große Rolle ein und so war ich neugierig darauf, endlich mal rein zu kommen. Daraus wurde dann aber leider doch nichts, weil ich nur am Sonntag in London war und die Kirche dann nur zum Gottesdienst besucht werden kann. Sei’s drum, der nächste Trip nach oder über London kommt bestimmt und vielleicht schaffe ich es dann auch irgendwann mal nach Bletchley Park.

St. Paul’s Survives – Foto vom 30. Dezember 1940

Projekt 52.2017.18: Connie Willis – Blackout

Eigentlich hatte ich nach einem anderen Buch mit demselben Titel gesucht, als ich auf Connie Willis Blackout stieß. Willis ist Science Fiction- und Fantasy-Autorin und mit elf Hugo Awards und sieben Nebula Awards ausgezeichnet, da hätte ich eigentlich schon mal über etwas von ihr stolpern können, dem war bisher aber nicht so. Von der Grundidee fand ich Blackout/All Clear – ursprünglich war nur ein Buch geplant, später wurden daraus aber die zwei einzelnen Bücher – jedenfalls sehr interessant und wurde nicht enttäuscht.

In Oxford im 22. Jahrhundert sind Zeitreisen möglich und an der Tagesordnung – zumindest für Historiker, die in die Vergangenheit reisen, um sie zu untersuchen. Wie das genau abläuft ist zu Beginn etwas nebulös, was aber auch den Reiz des Buches aus macht. Es gilt, Koordinaten für deinen „Drop“ zu finden, die Stelle, an der der Zeitreisende unerkannt erscheinen kann und von der er später auch wieder zurück reisen kann. Das erweist sich als nicht so einfach: teilweise sind keine passenden Orte zur gewünschten Zeit auffindbar, manchmal klappt es aber auch, nur kommt der Zeitreisende zu einer anderen Zeit am gewünschten Ort heraus. Neben dem Erzählstrang in Oxford, der nur eine Nebenrolle einnimmt, geht es um drei Zeitreisende: Polly, die London im Blitz untersucht und nach 1940 reist, Merope, die sich schon vorher bei der Evakuierung von Kindern aus London auf dem Land befindet und Mike, der aus Dünkirchen evakuierte Soldaten treffen will. Irgendwie läuft jedoch alles schief und vor allem ist den dreien die Rückkehr nach Oxford nicht möglich. Da sie voneinander wissen, versuchen sie in einer Geschichte voll Irrungen und Wirrungen, sich zu finden und gleichzeitig ein normales Leben zu führen – soweit das im Blitz überhaupt möglich ist. Dahinter steht auch immer die Angst, am Ende in den Lauf der Geschichte einzugreifen und schlimmstenfalls die Nazis den Krieg gewinnen zu lassen.

Unglaublich spannend geschrieben und das erste Buch, dass ich über den Blitz aus Londoner Sicht gelesen habe. All Clear wird natürlich gleich hinterher gelesen, ich bin sehr gespannt wie es weiter- und ausgeht. :)

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