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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Regionalliga Bayern (Seite 1 von 4)

Viktoria Aschaffenburg – TSV 1860 München II 1:2 (0:0)

Schon 2014 hatte ich Hubert, der schon lange mal auf den Betzenberg wollte, einen Gutschein für ein Fußballwochenende, das einen Besuch bei der Viktoria und beim 1. FC Kaiserslautern einschließt, geschenkt. In der Rückrunde 2014/15 fanden wir dann allerdings keinen Termin und in der Hinrunde 2015/16 ergab sich auch nichts, so dass wir nach der Winterpause erneut die Planung aufnahmen und uns am Ende auf das Wochenende vom 12. und 13. März einigten. Das Viktoria-Heimspiel am Samstag gegen die kleinen Löwen war geritzt, sollte der FCK nicht am Samstag spielen, Knackpunkt war dabei, dass genau dieses Wochenende das erste war, das von der arg kurzen Ansetzung erst zwei Wochen vorher betroffen war. Von allen vier möglichen Terminen gab es dann zwar nicht den schlechtesten, nämlich ebenfalls am Samstag, womit das Viktoria-Heimspiel ins Wasser gefallen wäre, sondern eine Ansetzung am Montag Abend. Die bescherte uns immerhin einen freien Sonntag und ließ sich dann nach einiger Überlegung auch halbwegs geschickt einbauen, mehr dazu dann im Beitrag zum Lautern-Spiel. Nachdem ich Hubert auf ein Gewinnspiel bei Alemannia Haibach hingewiesen hatte, teilte er brav den entpsrechenden Beitrag auf Facebook, was uns dann am Samstag einen Double Header ohne Mehrkosten brachte, denn in der Tat gewann Hubert, das erste Mal im Leben, bei einem Gewinnspiel. :D

Nach morgendlichem Laufen, trotz Post-Blutspende-Anämie erstaunlich angenehm, und kurzer Gartenarbeit im Hause Schneider ging es also um kurz nach eins zum Bahnhof um Hubert abzuholen und direkt weiter an den Schönbusch. Schon praktisch mit den kostenfreien Parkplätzen vor dem Stadion, für uns auch wichtig um nach Abpfiff schnell nach Haibach zu kommen, die Anstoßzeiten von 14:00 und 16:00 ließen leider keine andere Transportmöglichkeit zu, ansonsten wäre auch eine Fahrradfahrt zumindest an den Schönbusch drin gewesen.

953 Zuschauer vor Ort, immerhin eine bessere Kulisse als vor zwei Wochen gegen Illertissen, was vor allem an den Gästefans lag, da einige Fangruppen der Löwen nicht zum Auswärtsspiel der ersten Mannschaft nach Leipzig fuhren sondern lieber nach Aschaffenburg um die die zweite Mannschaft zu unterstützen. Auf der Gegengerade war jedenfalls mächtig Platz, ohne die Gästefans hätte es vielleicht einen neuen Minusrekord gegeben.

Der Gästeblock sehr gut gefüllt dank des Boykotts des Gastspiels der ersten Mannschaft bei RB Leipzig

Der Gästeblock sehr gut gefüllt dank des Boykotts des Gastspiels der ersten Mannschaft bei RB Leipzig

Bei deutlich unfeinerem Wetter als beim letzten Heimspiel sahen wir eine deutlich bessere Viktoria als vor zwei Wochen, die Defensive stand gut, auch wenn nach vorne nicht viel ging, in einem relativ nickligen Spiel traf das aber auf beide Seiten zu und so ging es mit 0:0 in die Pause. Dass Schnitzer schon nach nicht mal 10 Minuten raus musste, verhieß für die Offensive nicht gutes, mit Fulbert Amouzouvi kam nicht nur ein Mann mit einem klangvollen Namen sondern auch einer, der gegen Illertissen schwung ins Spiel gebracht hatte. Zur Pause waren wir relativ gespannt, denn der Stadionsprecher hatte den 60ern zwei Mal angedroht, ein Banner abhängen zu lassen („… sonst ist es in der Halbzeit weg“), da es wohl über einer Werbebande hing. Die Eskalation blieb allerdings aus, obwohl sich im Gästeblock natürlich nichts tat bezüglich Banner, am Ende war das also nur eine leere Drohung, hätte man sich also auch sparen können.

Hubert und ich, offensichtlich meine schlechte Kleidungswahl für das frostige Wetter

Hubert und ich, offensichtlich meine schlechte Kleidungswahl für das frostige Wetter

Mal wieder ein Suchbild - finde Hubert und Roland

Mal wieder ein Suchbild – finde Hubert und Roland (Quelle: www.bfv.de)

In der zweiten Halbzeit dauerte es zehn Minuten, ehe das alte Leid in der Abwehr auftrat, es reichte eine lange Flanke an den Fünfmeterraum, Kopfball, Tor für 60, das hätte nicht sein müssen. Nur drei Minuten später dann gleich das nächste Tor, als sich die Viktoria nach einem Zusammenprall im Mittefeld etwas unsortiert zeigte und den Ball nicht weg brachte. Immerhin berappelte sich die Mannschaft und ging nicht unter, 60 spielte dann im Glauben des schon sicheren Sieges doch etwas leichtfertig in der Abwehr hin und her, die Viktoria störte früh, Toch mit dem Steal und der Flanke auf Albayrak, der den Ball Mario Götze-like mit der Brust runterholte und neben den Pfosten hämmerte. Mehr als der Anschlusstreffer war aber leider nicht drin und so ging es durchgefroren schnell ins Auto zur Sitzheizung und auf den kurzen Weg nach Haibach.

Für die Viktoria wird die Luft auch nach der deutlich verbesserten Leistung immer dünner, denn da Schweinfurt am Freitag gegen Amberg gewonnen hatte sind es aktuell fünf Punkte Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz 14, dafür nur zwei Punkte Vorsprung auf den 18 Tabellenplatz.

Endstand, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - TSV 1860 München II

Viktoria Aschaffenburg – FV Illertissen 1:5 (0:3)

Kurz hatte ich am Samstag mit einem Ausflug nach Pirmasens (Regionalliga Südwest) geliebäugelt, allerdings konnte ich mich dafür nicht motivieren und so ging es mal wieder zur Viktoria, zum ersten Spiel nach der in der Regionalliga Bayern immer sehr langen Winterpause. Interimstrainer Rudi Bommer, der mittlerweile beim SC Hessen Dreieich angeheuert hat, wurde durch den von Erlenbach losgeeisten Jürgen Baier ersetzt, die Viktoria stand vor dem Spiel auf Platz 14 von 18, punktgleich mit dem 15., SV Schalding-Heining, aber 8 Tore besser, allerdings auch nur zwei Punkte vor dem letzten Platz. Gegen den 5. der Tabelle, den FV Illertissen „spielt international“ erwartete ich nicht viel, immerhin war das Wetter zauberhaft und seit einer Ewigkeit bin ich mal wieder Rad gefahren, wobei ich das erste Mal seit langem auf der Schillerstraße bergab andere Radfahrer vor mir hatte – ich sage nicht „das erste Mal in meinem Leben“, weil das vielleicht zu Schulzeiten schon mal passiert, ich kann mich aber nicht erinnern jemals so langsam den Berg runter gefahren zu sein, die standen quasi auf der Bremse, fürchterlich, ich war aber froh dass den beiden nichts passiert ist, der vorneweg fahrende Mann schlenkerte dermaßen mit dem Lenker dass ich ihn schon in die Wand oder auf die Straße fahren sah, da ich aber ausnahmsweise mal halbwegs zeitig von daheim los bin war das alles kein Problem.

Am Stadion schnell das Fahrrad an einem der vielen nicht geöffneten Kassenhäuschen abgestellt, eine Eintrittskarte für 8 € gewichtelt – wunderbares Fußballdeutschland, in England wären da wieder 20 Pfund für drauf gegangen – und erst mal kurz zur Hintertortribüne hoch, es gab eine schöne Mini-Choreo mit Bannern auf der Gegengeraden. Dann schnell noch ein Bier geholt und ab zum Sonnenbaden auf die Gegentribüne, wer sich bei dem Wetter freiwillig eine Sitzplatzkarte für die Haupttribüne geholt hat oder sich auf die Hintertortribüne gesetzt hat, selbst schuld, im Schatten war es glaube ich unangenehm kalt, in der Sonne dagegen ein Genuss, also das Stehen an sich, das Spiel eher weniger.

Nach unerwähneswerten zehn Minuten spielte Illertissen nach Ballverlust der Viktoria einen langen Pass in die Viererkette, Morina verwandelte zum frühen 0:1. Die Viktoria war etwas geschockt, dumme Aktion im Sechzehner zehn Minuten später und es gab Elfmeter. Im Stadion schwer zu sehen, nach dem Anschauend des Spielberichts bei BFV.tv aber berechtigt. Saula kasperte auf der Linie ein bisschen rum und war glaube ich auch dran, trotzdem 0:2. Nach erneutem Ballverlust, fast genau weitere zehn Minuten später ein Fernschuss von, as Elliot Reed would say it, frickin‘ Frick, 0:3 und gleichzeitig der Pausenstand. Dass die Viktoria noch was reißen würde war eher unwahrscheinlich, kurz nach der Pause das 0:4 nach einer Ecke, eine Viertelstunde vor Schluss dann noch das 5. Tor für Illertissen, zwischenzeitlich hatte Schnitzer nach einer schönen Einzelleistung in der vierundsechzigsten Minute das 1:4 erzielt und kurz sah es danach zumindest nach einem weiteren Tor für die Viktoria aus. Durch Schweinfurts Unentschieden gegen Haching steht die Viktoria jetzt auf Relegationsplatz 15, geht es von der Leistung her so weiter wird es auch eher Richtung Bayernliga gehen, wobei ich nicht genau weiß wie stark die Gegner im Restprogramm noch sind.

Illertissen war einfach deutlich besser, da gibt es nichts zu meckern, was mir mehr als auch dieses Spiel bei der Viktoria immer wieder sauer aufstößt ist das Verhalten der Fans vor allem auf der Gegengerade. Von den Rängen an den Zaun rennen, dagegen treten und den Linienrichter aus 2 Meter Entfernung beschimpfen, das geht einfach nicht. In der ersten Halbzeit war zumindest noch ein Ordner auf der Gegengerade, der das ein Mal unterband, in der zweiten Halbzeit war aber kein Ordner in Sicht. Dass man sich überhaupt so aufführt gehört sich nicht, bei einem sowieso deutlich entschiedenen Spiel ist das noch mehr unnötig als sonst, ich fühle mich langsam geneigt, den Verein mal darauf anzusprechen, so darf das einfach nicht sein. Ich verstehe Unmut dem Schiedsrichtergespann gegenüber durchaus und habe mich da auch schon lautstark geäußert, aber es ist doch eine andere Qualität ob man da auf der Tribüne rummault oder -schreit oder ob man sich da einem der Offiziellen persönlich fast auf Armeslänge nähert.

Anywho, um mal bei den Scrubs-Anspielungen zu bleiben, werde ich beim nächsten Heimspiel wieder vor Ort sein, dann ist Hubert zu Gast in Aschaffenburg und es geht gegen die zweite Mannschaft vom TSV 1860. Ob sich dann mehr als 572 Zuschauer an den Schönbusch wagen, man darf gespannt sein.

P.S.: Gästeblock sehr überschaubar gefüllt, dafür recht bemüht. Allerdings ist „Für ein Heimspiel seit ihr ganz schön laut“ dann auf Dauer doch etwas eintönig, außerdem heißt es „Dann die Kündigung, scheißegal, Illertissen spielt international – Europokal, Eurapokal, …„, und nicht wie gesungen „Olé, Olé“ statt „Europapokal“, das sollte man als Illertissener doch eigenltich wissen… ;)

Bilder

Choreo auf der Gegentribüne, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Illertissen-Huddle, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Haupttribüne, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Nach dem 0:1, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Rumspielen mit dem Ball vor dem Elfmeter, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Gästefans, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Die Haupttribüne leerte sich früh

Die Haupttribüne leerte sich früh

Gegentribüne ebenso

Gegentribüne ebenso

Schiedsrichtergespann nach Abpfiff, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Endstand, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FV Illertissen

Viktoria Aschaffenburg – FC Bayern München II 0:2 (0:1)

Die kleinen Bayern habe ich bisher zwei Mal live am Schönbusch gesehen, ein Mal setzte es eine derbe 0:5-Klatsche, beim anderen Mal gab es mit einem späten Ausgleich immerhin ein 2:2 für die Viktoria. Dieses Mal gab es leider wieder nichts zu holen, obwohl die Viktoria den Bayern dieses Mal ebenbürtig war und zumindest ein Untenschieden locker verdient gewesen wäre.

Die Viktoria stand vor 3.014 Zuschauern recht kompakt, was zur Folge hatte, dass bei den Vorstößen meistens zu wenig Anspielstationen zur Verfügung standen und gerade der letzte Pass nicht kam. Bayern enttäuschend, die Viktoria recht stark über Schnitzer auf links. Eine Blödelei in der Abwehr reichte dann, um die nicht sonderlich überzeugend auftretenden Bayern nach 30 Minuten in Führung gehen zu lassen, war auf der Gegenseite, vor der Hintertortribüne, also nicht gut zu sehen, sah aber recht kurios aus, Daudi verstolperte wohl den Ball, Bayern spielte etwas hin und her und Pantovic schob zum 0:1 ein. Auch nach der Pause war die Viktoria spielbestimmend, nachdem der eingewechselte Wolfter in der 75. Minute eine höchst umstrittene Gelb-Rote-Karte kassierte – die erste Gelbe Karte nach Foul an Gaudino war berechtigt, die zweite war ein Witz, wie auch das Video auf BFV.tv zeigt – nutzte der FCB die kurzzeitige Verwirrung und besorgte durch den ansonsten auch nicht übermäßig aufgefallenen Green den 0:2-Endstand. Ärgerlich, da war mehr drin gewesen, wobei auch die Bayern die 3 Punkte gut gebrauchen können, mich hat die ganze Mannschaft nicht wirklich begeistert, auch Gaudino und Kurt sind mir nicht sonderlich aufgefallen. Thomas hat das Spiel jedenfalls keine Lust auf mehr gemacht, laut eigener Aussage wird er vor der Rückrunde wohl nicht nochmal am Schönbusch aufschlagen, schaumer mal. ;)

Bilder

Kornkreisäquivalent an der Eckfahne?

Kornkreisäquivalent an der Eckfahne?

Viktoria-Fans, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FC Bayern Müchen II

Mannschaften, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FC Bayern Müchen II

Bayern-Huddle, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FC Bayern Müchen II

FCB II feiert das 0:1, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FC Bayern Müchen II

Endstand, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - FC Bayern Müchen II

Viktoria Aschaffenburg – Wacker Burghausen 2:2 (0:2)

Auf dem Weg zum heutigen 16 Kilometer-Lauf sah ich zufällig, dass die Viktoria heute ein Heimspiel hat – neben dem eingeschobenen Lauf ein weiterer Vorteil der recht zeitigen Rückkunft vom Frankreich-Urlaub. Beim Laufen im Schönbusch traf ich dann auf der zweiten Runde zufällig Martin, einen Ex-Klassenkameraden und wir verabredeten uns mehr oder weniger für den Abend. Verjuxt hatte ich allerdings, dass ich um 17:00 zum Essen mit der Familie verabredet war, allerdings nur zum Burgern, am Ende ging es sich gerade aus, um 17:50 am Einlass zu sein, ausnahmsweise gab es dann mal einen Haupttribünensitzer – keine Sonne im Gesicht, bessere Perspektive, nicht dass ich das jetzt jedes Mal bräuchte, aber mal eine Abwechslung zum Standard-Stehplatz.

Gegen den Tabellendritten sah die Viktoria ein paar Minuten gut aus, dann zeigte Burghausen seine Stärken – kompakt hinten, nach vorne gefährlich, zwei Tore innerhalb einer Viertelstunde sahen für mich nach einer klaren Sache für die Gäste aus, die auch eine ganze Menge Fans dabei hatten, ungewöhnlich in der Regionalliga. In der zweiten Halbzeit kippte das Spiel allerdings, die Viktoria bekam mehr und mehr Oberwasser, Björn Schnitzer sorgte mit einem sehr sehenswerte Freistoß für den Anschlusstreffer in der 59. Minute, dann wurde das Spiel relativ hässlich, Burghausen mit viel Zeitspiel und Behandlungspausen, die Viktoria aber immer mit Dampf, einen langen Pass auf den eingewechselten Wolfert verwandelte der mit einem schönen Lupfer zum 2:2. Wäre das Tor deutlich früher als in der 88. Minute gefallen wäre vielleicht auch noch mehr drin gewesen, vielleicht hätte man sich aber am Ende auch noch das 2:3 gefangen, insofern eh okay, durchaus ein Punktgewinn, vor allem nach der schlechten ersten Halbzeit. Nächstes Heimspiel ist in zwei Wochen gegen die Bayern Amateure, mal sehen ob ich da Zeit habe.

Sag es mit Jörg Dahlmann: Sonnenbaden und ein Fußballspiel genießen

Sag es mit Jörg Dahlmann: Sonnenbaden und ein Fußballspiel genießen

Viktoria Aschaffenburg – FC Amberg 1:1 (0:0)

Den schlechtesten Saisonauftakt seit langem habe ich diese Jahr hingelegt, konsequenter Verweigerung von Testspielen und Supercup sei Dank. Auch ohne mich konnte der FC Bayern beim Supercup nicht gewinnen, war vom Spiel her aber deutlich besser als das Jahr zuvor in Dortmund. Den Saisonauftakt bildete für mich dann das zweite Heimspiel der Viktoria, beim ersten war ich leider durch einen Vortrag bei der IHK verhindet. Zu Gast bei Kaiserwetter war Mitaufsteiger Amberg und ich fuhr mit dem Rad an den Schönbusch, die Beine etwas lockern vor dem sonntäglichen 32 km-Lauf… Bei Kaiserwetter fanden immerhin 1.271 Zuschauer den Weg ins Stadion, keine schlechte Zahl. Zu sehen gab es allerdings wenig, vor allem in der ersten Halbzeit war eher Graf Mager Küchenmeister, Amberg stand gut und konterte schnell, die Viktoria hatte wenig Zug zum Tor.

Nach Halbzeitrindswurst und einer weiteren Apfelschorle bot auch Halbzeit zwei nur wenige Torszenen, turbulent wurde es nur gegen Ende, auch wenn sich am Unentschieden schlussendlich nichts ändern sollte: nach einem Freistoß drückte Ambergs Plänitz den Ball am langen Pfosten ins Tor, gerade zwei Minuten später verwandelte Alban Lekaj eine Freistoß direkt herrlich in den Winkel zum Auslgeich. Die Viktoria hatte dann sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, das Unentschieden geht aber in Ordnung, vor allem weil man ja kurz vor Schluss erst in Rückstand geraten war.

Mal sehen wann es das nächste Mal was wird mit dem Schönbusch-Stadion und mir, eventuell am 11. September, wenn ich dann schon wieder aus Frankreich zurück bin, ansonsten habe ich mir mal den 26. September und damit den Besuch der kleinen Bayern vorgemerkt.

Viktoria Aschaffenburg – Würzburger Kickers 1:2 (0:1)

Am Wochenende stand der Ausflug mit der SOMA (Sondermannschaft, sprich Alte Herren) des VfR Großostheim nach Bamberg auf dem Programm, wie ein paar andere, darunter auch Triple-Ewald, entschied ich mich aber für die Samstags-Nach-Anreise, zwei Tage hätte ich wahrscheinlich von der Konstitution her momentan nicht gepackt, meine Leistung am Glas war schon mal besser, was aber nicht unbedingt eine schlechte Sache ist. Stattdessen gings am Nachmittag auf einen gepflegten 15km+-Lauf, am Ende stand die Uhr nach ziemlich genau 16 km bei 1:17:40 (Pace 4:51/km), für eine nicht mit Vollgas gelaufene Strecke, die zumindest auf dem Stück von Goldbach nach Hösbach einige ganz ordentliche Steigungen hat, durchaus okay, wobei mir mittlerweile klar ist, dass es wohl für die 4:44/km-Pace beim Stuttgart-Lauf, für den ich jetzt auch angemeldet bin, ziemlich gut laufen und auch vom Wetter und der Tagesform passen muss. Wie auch immer, am frühen Abend war dann auch noch Zeit für den fragwürdigen Spaß, das für mich wohl letzte Viktoria-Heimspiel der Saison zu besuchen, meinen Porto-Flug, der für ein CL-Finale mit bayerischer Beteiligung schon gebucht war, lasse ich wohl nicht verfallen und werde dort ein langes Wochenende verbringen, das Heimspiel gegen SV Schalding-Heining an ebenjenem Samstag werde ich also wohl verpassen, spielerisch wohl aber kein Fehler.

Auf Grund des vorherigen Laufs und des auch relativ unklaren Wetters gings dieses Mal gleich auf die Hintertortribüne, Sitzplatzschwein halt, Platz war ja genug, 433 Zuschauer waren für das relativ unsichere Wetter und den frühen Freitagabendtermin aber eigentlich nicht schlecht. Geboten wurde mir und den 423 anderen Zuschauern aber relativ wenig, immerhin dauerte es fast 20 Minuten, bis Würzburg in Führung ging, wirklich gefordert waren die Gäste nicht und sie machten auch nicht mehr als nötig, das reichte aber um gegen eine völlig harmlose Viktoria mit einer Führung in die Pause zu gehen. Positiv war immerhin eine längere, harmlose Verletzungsunterbrechung, die mir schon vor der Halbzeit die obligatorische Wurst brachte, leider gabs nur an einem der beiden Stände Essbares, verpasst hab ich aber ausnahmsweise mal nichts, wäre bei der Viktoria nicht das erste Mal gewesen.

Spielerisch zeigte die Viktoria auch in der zweiten Halbzeit, warum man auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, das glückliche und eher zufällige 1:1 nach 67 Minuten hätte immerhin ein Unentschieden gebracht, mehr habe ich ja sowieso noch nicht gesehen am Schönbusch diese Saison und überhaupt gabs in der ganzen Runde erst einen Heimsieg, 2:0 gegen Rain/Lech. Würzburg besann sich aber am Ende dann, dass ein Sieg eigentlich auch schön wäre und zog noch ein bisschen an, die Viktoria-Abwehr bettelte eigentlich fast schon um ein Tor und wurde dann vom nicht sympathisch erscheinenden Borba erhört, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer für die Gäste erzielte.

Das wars dann also mit der Regionalliga für die Viktoria, ob sich der Wechsel in den BFV ausgezahlt hat, wage ich zu bezweifeln, vielleicht ist mir aber auch einfach der langfristige Masterplan, den es eventuell gibt, nicht bekannt. Immerhin stehen damit nächstes Jahr, wenn Haibach die Klasse hält und eventuell noch Kahl aufsteigt, drei Untermain-Derbys auf dem Programm, der SV Erlenbach wird auch nächstes Jahr Bayernliga spielen. Dass man in der Regionalliga nichts verloren hat, hat man Spiel für Spiel am Schönbusch gesehen, wie gesagt gabs nur einen Heimsieg gegen den Tabellenletzten, 23 Punkte aus 34 Spielen sagen eigentlich alles. Mal sehen wie die Mannschaft nächstes Jahr aussieht, die oft beschworene Drucksituation, die dieses Jahr so problematisch war, sollte es ja nächstes Jahr nicht geben, oder ist auch der Druck, in der Bayernliga Nord nicht abzusteigen, dazu zu zählen? Ansonsten bin ich sicherlich auch in der Bayernliga am Schönbusch wenns passt, auf den Zuschauerschnitt bin ich dann auch ein bisschen gespannt.

Bilder

Manchmal ist bei der Viktoria auch einfach die Aussicht das Schönste am ganzen Spiel

Manchmal ist bei der Viktoria auch einfach die Aussicht das Schönste am ganzen Spiel

Mannschaften, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - Wüzburger Kickers

Gästeblock, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - Wüzburger Kickers

Endstand, Stadion am Schönbusch, Viktoria Aschaffenburg - Wüzburger Kickers

Viktoria Aschaffenburg – SV Seligenporten 0:1 (0:0)

Zwischen Flursäuberung in Niedernberg am Morgen und dem Schlappeseppel Marktplatzlauf am frühen Abend war gerade Zeit für das Heimspiel der Viktoria gegen den SV Seligenporten. 422 Zuschauer bedeuteten wenig Andrang und viel Platz auf dem Parkplatz und den Tribünen, sicherlich war das ein bisschen auch dem Wetter geschuldet, denn gegen zwölf hatte es wie aus Eimern gegossen, danach blieb es aber zum Glück trocken.

422 Zuschauer insgesamt, die Gegentribüne dementsprechend leer

422 Zuschauer insgesamt, die Gegentribüne dementsprechend leer

Gegen Seligenporten, in der Tabelle deutlich besser platziert als die Viktoria und damit quasi im Niemandsland zwischen Aufstiegsrelegation und Abstiegsplätzen, zeigte die Viktoria zwar eine sehr bemühte Leistung, am Ende wars aber einfach wieder zu wenig. Dass es lange 0:0 stand war dem Sturm auf beiden Seiten geschuldet, Viktoria-Keeper Steigerwald trug auch mal wieder seinen Teil dazu bei, dass zumindest hinten die Null stand. Mit einer etwas besseren Leistung in der Offensive, vor allem in der zweiten Halbzeit, wäre die Viktoria in Führung gegangen, ein spätes Gegentor führte dann aber zu 0 Punkten am Schönbusch. Nach dem 0:1 gabs auch noch einen Elfmeter für die Gäste auf der Gegenseite, ich kann also wenig dazu sagen, sah aber berechtigt aus, den Steigerwald hielt, woraufhin er mit geballten Fäusten auf den Schiedsrichter zustürmte – Resultat war eine glatt Rote Karte, man sieht die Aktion im Video nur am Rande, die Reaktionen der Fans auf der Hintertortribüne hört man dafür umso besser. ;)

[youtbe _ojVFPV2sHU]

Nach einer zwischenzeitlichen Hochphase wirds für die Viktoria jetzt wieder schwer, mehr als die Relegationsplätze (3 Punkte Rückstand) scheint eh nicht mehr drin zun bei 7 Punkten Rückstand auf einen direkten Nichtabstiegsplatz. In den letzten acht Spielen geht es unter anderem nach Illertissen (2.), Augsburg (3.), Heimstetten (16.) und gegen 1860 II (4.), daheim stehen Memmingen (11.), Rosenheim (14.), Würzburg (12.) und Schalding-Heinig (13.) auf dem Programm. Das schreit nach einem Pflichtsieg in Heimstetten, gegen die Teams auf den Plätzen 2 bis 4 erwarte ich keine Punkte. Das ist aber eh alles Makulatur, wenn daheim – bisher 1 Sieg aus 14 Spielen! – nicht mal Punkte eingefahren werden. Es bleibt also zumindest auf dem Papier spannend, rechnet man allerdings die bisherige Punktausbeute auf die 36 Spieltage der ganzen Saison um, dann stehen am Ende 27 Punkte zu Buche, welche für einen Relegationsplatz nicht reichen werden. Das nächste Heimspiel gegen Memmingen findet am Ostersamstag statt, da bin ich mal wieder in England, das nächste Heimspiel darauf gegen Rosenheim am Tag vor dem 1. Mai werde ich aber aller Voraussicht nach besuchen, mal sehen was bis dahin alles passiert sein wird.

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