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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Stuttgart (Page 1 of 19)

Stuttgarter Kickers – TuS Koblenz 0:1 (0:1)

Vom Flugplatzlauf Speyer ging es direkt nach Stuttgart und am nächsten Tag über den interessanten Kraftpaule in Stöckach zum Kickers-Spiel gegen die TuS Koblenz, mein erstes Kickers-Heimspiel diese Saison. Seltsame Atmosphäre auf der Gegengeraden im Allgemeinen und im B-Block im speziellen, so ohne Dach auf der Gegentribüne. Selbige war wegen der instabilen Dachkonstruktion eine ganze Weile gesperrt, dann wurde kurzerhand das Dach abmontiert. Wahrscheinlich wird das Dach einfach neu gebaut, schöner wäre es, wenn man auf der Seite mal eine halbwegs steile Stehplatztribüne baut, aber das wird wohl nicht passieren, mit den beiden Stuttgarter Mannschaften die dort spielen zumindest aktuell in Liga 4 gibt es da aus Kapazitätsgründen ja auch absolut kein Bedarf. Immerhin hat das Wetter gepasst, zwar nicht richtig warm, aber immerhin trocken und halbwegs sonnig.

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Ein Jahr Dr. K.

Heute vor einem Jahr gab es den (vorerst) letzten Commit in der Versionskontrolle für die Doktorarbeit, am gleichen Tag war damals auch die mündliche Prüfung; während ich heute Abend ein unsägliches Intervalltraining gemacht habe und mir nach einer Apfelschorle gerade ein paar Stücke Melone und einen Quark mit Früchten gegönnt habe gab es letztes Jahr zu dieser Zeit Champagner und eine leckere Grillerei bei den Hérengers. Ansonsten habe ich es zwar geschafft die Arbeit abzugeben, für ein paar Exemplare für die Familie hat aber bisher die Zeit gefehlt *hust*. ;)

Via https://lucian.uchicago.edu/blogs/maph/2011/04/20/wednesday-wisdom-from-calvin-hobbes/

Via https://lucian.uchicago.edu/blogs/maph/2011/04/20/wednesday-wisdom-from-calvin-hobbes/

Zum Glück bin ich ja großer Calvin & Hobbes-Fan und habe ich mich natürlich an deren Weisheit orientiert, das sollte mich auch vor etwaigen Plagiatsvorwürfen schützen. ;)

Der damals noch frisch passiv promovierte Herr K. - oder darf ich jetzt Dr. K. schreiben, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erlaubt war?

Der damals noch frisch passiv promovierte Herr K. – oder darf ich jetzt Dr. K. schreiben, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht erlaubt war?

22. Stuttgart-Lauf 2015

Mal wieder der Haus- und Hof-Halbmarathon, dieses Mal war mir vorher schon klar, dass es keine neue Bestzeit geben würde, die 4:35/km-Pace von letztem Jahr war doch flott und ich dieses Jahr irgendwie nicht so in Form, vor allem nicht was das Tempo angeht, mein Gekränkel vom Frühjahr, gepaart mit späterem Zipperlein wie der Schienbeinentzündung, macht sich bemerkbar, ganz ehrlich habe ich außerdem aber auch zu wenig Langstrecke trainiert bisher. Achso, dass mir am Donnerstag davor auf ein Mal die Hüfte weh tat kam noch erschwerend hinzu. Wie letztes Jahr ging es schon am Samstag nach Stuttgart, dieses Mal allerdings nicht zu Flo, der ja selbst gar nicht mehr in Stuttgart wohnt, sondern zu Claus nach Schorndorf. Auf dem Weg noch zwei historische Caches abgefahren, vor Ort dann U21-EM (?) geschaut (historische Klatsche gegen Portugal), mit dem mittlerweile eingetroffenen Flo Nudelparty gemacht, auf einem Spaziergang durch Schorndorf noch einen sehr historischen Cache gehoben, dann war es schon Zeit für’s Heiabettchen, Mr. B.

Recht zeitig ging es dann auf zum Gaskessel, gegen kurz nach 07:00 waren wir unter den ersten, die dort parkten. Es war echt noch sehr wenig los und viel Zeit verfügbar, also gemächlich rüber nach Cannstatt, nochmal zur Shell, dann Gepäck abgeben und es ging langsam auf den Start zu. Flo reihte sich noch ein bisschen weiter vorne ein, er hatte ja vor kurzem auch die 1:33h geknackt, durchaus Potenzial also deutlich schneller zu sein als ich. Ich hatte mir vorgenommen, mal nicht stur nach Uhr zu laufen, sondern einfach mal zu schauen, was geht, das ging eigentlich auch recht gut. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr war heuer allerdings strahlend blauer Himmel, es wurde also relativ früh schon unangenehm warm. Die Schmerzpunkte hatten sich im Vergleich zum Vorjahr etwas geändert, ich fand vor allem den Anstieg zum Augsburger Platz hoch als sehr schweißtreibend, weniger Probleme hatte ich dieses Mal nach der Überquerung der Schleuse am Neckar entlang.

Relativ früh hatte ich mir einen Nebenläufer eingefangen, der mir Geschichten vom Rennsteiglauf und sonstigen Marathons erzählte, gut, man ist ja kein unhöflicher Mensch, plaudert man halt ein klitzekleines bisschen, mit zunehmender Distanz natürlich weniger. Dem Kollegen konnte ich dann auch beibringen, dass mich Zwischenzeiten, von wegen nicht auf die Uhr schauen, nicht interessieren, nachdem er mir aber am Anfang was von einer angepeilten Zielzeit 1:30h-1:35h erzählte, wähnte ich mich eigentlich sehr gut unterwegs und merkte erst kurz vor dem Ziel, dass die Pace doch nur bei 4:43/km war. Naja, auch egal, zulegen können hätte ich wohl eh nicht mehr, am Ende kam ich mit 1:39:45 ins Ziel, etwas über drei Minuten langsamer als vergangenes Jahr und das erste Mal keine neue Bestzeit. :( Meiner Aussage nach „mit allem unter 1:40h bin ich zufrieden“ musste ich dann aber halt trotzdem zufrieden sein.

Ich hatte übrigens Split-Zeiten (alle 5 km) von 4:34/km, 4:44/km, 4:47/km und 4:49/km, der Start war also gut, danach musste ich der nicht so guten Form und dem Wetter unmerklich Tribut zollen. Flo, am Ende mit einer 1:35:55, hatte einen ähnlichen Verlauf, von 4:12/km (!) ging es auf 4:33/km, 4:35/km und 4:49/km.

Nach dem Lauf ging es erst mal Getränke holen, dann ab in die Dusche, noch eine Premiere, vor Ort hatte ich noch nie geduscht, war aber durchaus angenehm. Danach das Auto nach Cannstatt selbst umgeparkt und ab in den Biergarten am Theaterschiff, wo Axel noch zu uns stieß, dann gab es nach dem Cache des Tages am Bunker noch einen Absacker in der unweit gelegenen Strandbar. Danach trennten sich unsere Wege, für mich ging es ab nach Kaltental zu Gundis Geburtstags, während die anderen beiden sich auf den Heimweg machten.

Alles in allem ein schönes Wochenende, danke an die Gastgeber Claus und Familie H., nächstes Jahr vielleicht wieder etwas besser in Form und doch vorher mal zum Frisör… ;) Ansonsten stehen diese Jahr noch ein paar 10er im Cordenka-Laufcup an, ich liebäugele noch mit dem Halbmarathon in Aschaffenburg… und dann war da noch der New York-Marathon…

P.S.: Für die Statistik: Insgesamt (bei den Herren) Platz 968 von 5131 Finishern, in der Alterklasse M35 Platz 141 von 615 Finishern.
P.P.S.: Ein paar Kack-Fotos gibt es auf marathon-photos.com, wie immer bisher werde ich darauf verzichten. Sind eh nur Bilder vom Zieleinlauf, weil mir das Startnummernband dauernd verrutscht ist.

21. Stuttgart-Lauf 2014

Der Stuttgart-Lauf ist ja mein Haus- und Hof-Halbmarathon, wobei das an sich kein Kunststück ist, da ich bisher HMs außer beim Stuttgart-Lauf nur im Training gelaufen bin. Dieses Jahr stand die vierte Teilnahme an und wie schon vor zwei Jahren war der Lauf quasi direkt nach dem Frankreich-Urlaub. Ob der zur Trainingsvorbereitung taugt, sei dahingestellt, immerhin war ich auch am Atlantik zwei mal laufen, was allerdings eine Quälerei erster Güte war. Eigentlich hatte ich mir für den Sonntag vor dem Lauf, also genau eine Woche vorher, nochmal eine „Generalprobe“ vorgenommen, so was in der Ecke von 18,5 km auf die Zielpace von 4:44/km. Sonntag morgen war ich dann allerdings, obwohl ich am Samstag brav gewesen war, sehr matschig, außerdem zwickte die alte Kriegsverletzung wieder, insofern verzichtete ich lieber aufs Laufen, wobei mir mein schlaues Buch mit den Trainingsplänen da auch recht gab – nicht dass mich das sonst interessiert, aber okay. ;)

In der Woche stand dann eine flotte 5 km-Einheit (4:35/km) und ein gemächlicher (<5:00/km) 10km-Lauf auf dem Programm, ansonsten die übliche Schwimmerei und ein bisschen (nicht-sportliches, rein um von A nach B zu kommen) Rad fahren. Etwas unsicher, ob ich mich auf meinen echten Generalproben-Lauf verlassen kann, war ich dann schon, der war bereits im Mai gewesen, 18,5 km am Main entlang in Pace 4:40/km, aber irgendwann ist halt der Punkt erreicht, wo man eh nichts mehr machen kann. Da Mitläufer Flo mir für Samstag auf Sonntag Asyl angeboten hatte, gings bereits am Samstag nach Stuttgart, inklusive einem kleinen Abstecher mit Präventivbelohnungsshoppping in Wertheim (man kann nie genug Boardshorts haben ;)), dann Startnummern abholen, im Neckarbiergarten in Cannstatt Fußball schauen und dann nach einer kleinen Nudelparty bei Flo halbwegs zeitig ins Bett beziehungsweise auf die Isomatte.

Auch am Sonntag früh war ich mir noch nicht so ganz klar, was zu erwarten sein würde, zumindest das Wetter spielte aber schon mal mit Richtung Bestzeit: bewölkt und trocken, in der Nacht hatte es geregnet und damit war es recht angenehm kühl. Mit dem Bus gings am Morgen, warum auch immer, nur bis zum Wilhelmsplatz, so dass wir den Rest zum Stadion taperten, ist ja quasi auch schon Aufwärmen. ;) Kurz das Gepäck abgegeben, eine gefühlte Stunde am Klo in der Schleyer-Halle angestanden und dann gings Richtung Start und kurz zum echten warmlaufen. Am Start trafen wir dann noch quasi zufällig Nadine, eine Freundin von Flo, dann machten wir uns auf in die Startblöcke – ich mit einer angestrebten Zielzeit von 1:39:59 durfte im zweiten Startblock antreten, der erste ist wohl für Zeiten unter 1:30h reserviert, denn kurz vor mir, ganz an der Spitze des Startblocks, stand der 1:30h-Pace-Läufer. Naja, war mir schon klar dass ich dem (noch) nicht auf den Fersen bleiben sollte. :)

Noch ein bisschen mit den umstehenden geflachst, dann gings pünktlich los, hatten wir auch schon ganz anders, von wegen falsch geparkt Autos die noch „gschwind“ abgeschleppt werden müssen und so. Drei Minuten nach dem roten Startblock waren dann wir dran und meine Befürchtung, dass ich auf den ersten ein, zwei Kilometern deutlich Zeit verliere wegen Getümmel, bestätigte sich nicht, es ging gleich flott los, nach kurzer Zeit stand eine 4:31/km auf der Uhr, die sich auch gut halten ließ. Eigentlich war das ja deutlich schneller als angepeilt, mit mehr als um die 4:40/km hatte ich eigentlich nicht gerechnet, aber ich dachte mir dass ich es bis zur Hälfte mal laufen lasse und dann weiter schaue. Das ging auch ganz gut, wenn auch die zwei Anstiege – Augsburger Platz und nach Hofen – bei dem Tempo schon deutlich merklich waren. Bis zur Halbzeit hielt ich die 4:31/km, danach musste ich doch ein bisschen kämpfen, war aber deutlich angenehmer als vor zwei Jahren, da war ich bei 4:57/km schon platt. Dass ich nicht noch groß zulegen können würde war mir aber klar, so ab Kilometer 15 ging es dann aber wieder ein bisschen leichter. Noch den Anstieg am Cannstatter Carré hoch und dann näherte sich das in meinem Bereich relativ dünne Feld dem Stadion. Ich glaube kurz nach dem Anstieg fing es dann auch ordentlich an zu schütten, für die letzten gut zwei Kilometer war das aber kein Problem, eher eine willkommen Abkühlung. Kurz vor dem Stadion stand dann noch Claus, dann ging es in S-Kurven ins Stadion, auf einen echten Zielsprint verzichtete ich, die Bestzeit stand ja eh fest. :) Flo kam dann kurz nach mir ins Ziel, eine 1:42:21 für den ersten Halbmarathon, da ziehe ich meinen Hut, entweder bin ich kein Lauftyp oder ich mache wirklich was verkehrt, dass ich so lange gebraucht habe um auf so eine Zeit zu kommen…

Meine Medaille, 21. Stuttgart-Lauf 2014

Bei mir blieb die Uhr bei 1:36:31 stehen, über 8 Minuten schneller als letztes Mal und am Ende mit einer Pace von 4:35/km, wobei mir die Uhr eine 4:32/km angezeigt hat (darauf beziehen sich auch die Werte oben), 3:30min vor der angepeilten Zeit von knapp unter 1:40h, ich bin sehr zufrieden! :) Ich dachte, ich wäre nach der Hälfte etwas langsamer geworden, die Splits sind aber von der Pace her identisch, die ersten 10 km in 45:45min, der Rest in 50:46min. Wenn ich bedenke, dass ich vor ein paar Monaten das erste Mal 10 km in unter 4:30/km gelaufen bin, dann ist es schon erstaunlich dass ich jetzt einen ganzen HM in 4:35/km gelaufen bin.

Superfain auf jeden Fall, nach dem Lauf trafen wir uns noch mit Nadine und Claus, die beide noch ein bisschen Paparazzo machten, dann gings zu Flo duschen und zurück nach AB. Die kurze Fahrt war dann doch ganz schön anstrengend, wobei ich von Muskelkater verschont geblieben bin, habe ich in der klassischen Form auch schon lange nicht mehr gehabt. Daheim noch eine Stunde gemützt und dann wars eh wieder okay.

Flo und ich stolz mit Medaille, 21. Stuttgart-Lauf 2014

Mal sehen wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist, vielleicht komm ich noch unter die 1:30h, ich denke viel mehr wird nicht drin sein, wobei ich das auch schon über andere Zeiten gesagt habe und dann ging doch noch mehr. ;) Flo ist jedenfalls angefixt und schaut sich schon nach weiteren Halbmarathons um, ich werde mal schauen dass ich ein bisschen am Tempo arbeite und mich ein bisschen auf der 10 km-Distanz austobe, am 18.7. steigt in Mainaschaff der nächste Lauf des Cordenka-Laufcups, da plane ich momentan, dabei zu sein.

P.S.: Noch was für die Statistik:
Insgesamt (bei den Herren) Platz 707 von 5.400 Finishern, in der Alterklasse M30 Platz 105 von 772 Finishern. Zu den Top 100 in der Altersklasse fehlt nicht viel, da wäre ich mit 16 Sekunden weniger schon dabei gewesen.
P.P.S.: Achso, eins noch: die Verpflegung nach dem Lauf, die es dieses Mal direkt außerhalb des Stadions gab, fand ich dieses Mal nicht so gut, als das auf der anderen Seite der Mercedesstraße war, war es entspannter. Kann aber auch daran gelegen haben, dass es nach Flos Zieleinlauf doch schon voll war, vor zwei Jahren hatte ich relativ lange gewartet, weil ich Axel nicht gesehen hatte, da waren wir demnach insgesamt viel später draußen und es deshalb wohl entspannter.

Nicht nur im Soll sondern darüber hinaus

Vom Laufen her klappts 2014 gut, aktuell stehe ich bei etwas über 530 km, mit dem morgigen Stuttgart-Lauf werdens also Ende Juni über 550 km sein – das Standard-Ziel, zumindest die 1.000 km zu laufen, sollte ich also, wenn nichts dazwischen kommt, ohne Probleme erreichen können, pünktlich vor dem Halbmarathon hat Anfang der Woche wieder mal der rechte Oberschenkel gezwickt. Mal sehen wie es morgen läuft, zur neuen Bestzeit sollte es eigentlich reichen, ob ich die 4:44/km knacken kann wird wohl von der Tagesform abhängen, das Wetter spielt anscheinend zumindest mit.

Laufkilometer bis einschließlich 28.6.2014

Was das Schwimmen angeht hab ich mir so grob die 150 km als Ziel gesetzt, da steh ich aktuell bei über 80 km, auch wenn ich kein einziges Mal 2 km oder mehr geschwommen bin, sollte also kein Problem sein. Nur geradelt bin ich dieses Jahr bisher quasi gar nicht, aber man kann ja nicht alles haben. Der Plan, ein Mal ums Mainviereck zu fahren, steht nach wie vor und da nach dem HM lauftechnisch erstmal nichts weiter ansteht kann ich mal anfangen in die Richtung zu denken und mir vielleicht auch endlich mal ein neues Rennrad zu kaufen.

Deutschland – Chile 1:0 (1:0)

Die Berichterstattung im Vorfeld des Spiels machte eigentlich mehr Lust auf selbiges als bei mir ursprünglich vorhanden, Chile wird fast schon als Geheimfavorit auf den Titel gehandelt. Ich hatte das Spiel eher als willkommenen Anlass für einen Besuch in der alten Heimat gesehen, am Ende war es auch das, was die meiste Freude bereitete, das Spiel an sich war an sich von der Art, die einem eher wegen der Begleitumstände und Ereignisse abseits des Platzes im Gedächtnis blieb.

Mit ausreichend Puffer machte ich mich nach frühmorgendlichem Schwimmen auf den Weg nach Stuttgart, um bei Claus die Karten abzuholen, Fuchs Herr K. wollte natürlich die eingebaute VVS-Fahrkarte nutzen. In Kaltental angekommen gings dann erst mal in die Fuchse Fuxxe, für einen Fuchs wie mich natürlich genau das richtige. Eine leckere Pizza und einen Besuch von Ex-Kollege Axel später gings dann bequem mit der U1 bis Bad Cannstatt und von dort aus per pedes zum Stadion. Wenig Andrang auf der Mercedesstraße, selten konnte ich dort vor dem Spiel so ungestört dem „Platz mir und meiner Herrlichkeit“ fröhnen. ;) Unser Platz war in der „Singing Zone“, allerdings Untertürkheimer Kurve, der Pluspunkt daran war dass die Choreographie in der Cannstatter Kurve stattfand, beste Sicht also. Halbwegs viele Chilenen waren dann nicht nur im Oberrang hinter uns sondern auch direkt hinter uns, was sich erst mal als relativ unangenehm herausstellen sollte. Ich gebe zu, ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass der ganze Block das komplette Spiel steht, mir als eigentlichem Stehplatzfreund ist das aber wenn nicht lieber zumindest egal. Irgendwann wollten sich dann hinter uns wohl alle hinsetzen, der komplette Block vor uns stand aber und wie man entweder weiß oder sich leicht denken kann funktioniert es nur, dass sich der ganze Block setzt, wenn das von vorne anfängt, da vorne aber ja alle standen blieben wir halt auch stehen. Was folgte, war quasi Finale dahoam reloaded, da hatte ich auch so einen Kasper hinter mir. Puffen in den Rücken, tippen auf die Schulter und am Ende ziehen an der Jacke um mich quasi zum hinsetzen zu zwingen – wäre ich nicht so friedliebend oder hätte Hubert Bescheid gesagt, der das gar nicht so mitgekriegt hatte, wäre das wahrscheinlich für die Hintersitzer nicht so schmerzfrei abgegangen, am Ende kam ich aber auch mit stoischem Stehen zum Erfolg, trotzdem nervig.

Achso, Fußball gespielt wurde ja auch noch. Die Chilenen von Anfang an mit Druck, Götze aber Bayern-like mit der ersten Chance gleich schön zum 1:0 nach einer Viertelstunde (sehr gut auch der Kicker dazu: „Aus dem Nichts warf dann der DFB-Express die ersten Kohlen in den offensiven Heizofen“). Insgesamt lief aber nicht so viel zusammen bei der Nationalmannschaft, in der zweiten Halbzeit wackelte die Abwehr dann auch oft bedenklich, ein Lattenschuss von Vargas hätte nach einer Stunde das verdiente 1:1 bringen können. Am Ende wurstelte sich der mittlerweile eher einer Regionalbahn gleichende DFB-Zug dann aber doch zum Heimsieg, dem nicht gerade verwöhnten Stuttgarter Publikum sind die Pfiffe meiner Meinung nach nicht zu verdenken, es war doch ein recht bescheidener Auftritt einer Heimmannschaft, die angeblich endlich reif für den ersten Titel ist. Ich denke nicht, dass das was wird, ob es jetzt unbedingt ein Südamerikaner wird, wie die Statistik nahe legt, da in den Amerikas noch nie ein nichtsüdamerikanisches Team den Titel gewann oder ob die Serie mal reißt werden wir dann ja sehen. Lahm sollte in der Nationalmannschaft wohl eher wieder in die Abwehr rücken, die Außen sind da schon eher eine Problemstelle, weder Großkreutz noch Schmelzer konnten da am Mittwoch überzeugen. Offensiv wars insgesamt auch kein Feuerwerk, da ist aber die Auswahl an Spielern größer, ob man am Ende mit Klose den richtigen einen Stürmer dabei hat bleibt auch abzuwarten, den Gerd-Müller-Rekord zu übertreffen gönne ich ihm zwar eigentlich nicht, aber dann würde er wenigstens den Rekord von Ronaldo (15 WM-Tore, siehe Poker-Werbung) einstellen.

Für uns gings nach dem Spiel bequem fußläufig zurück nach Cannstatt und vom Uff-Kirchhof – erprobte Route – aus mit der U1 zurück nach Kaltental zu einem finalen Absacker. Spiel mau, Ausflug gut, insgesamt also eh okay.

Germany hat halt weniger Buchstaben als Deutschland, sieht aber irgendwie seltsam aus. War aber wohl trotzdem mit das sehenswerteste am ganzen Spiel

Germany hat halt weniger Buchstaben als Deutschland, sieht aber irgendwie seltsam aus. War aber wohl trotzdem mit das sehenswerteste am ganzen Spiel

Schweini im Hintergrund hüftakrobatisch im komischen neuen Deutschland-Trikot, die Chilenen im Huddle.

Schweini im Hintergrund hüftakrobatisch im komischen neuen Deutschland-Trikot, die Chilenen im Huddle.

Stuttgarter Kickers – SV Wehen Wiesbaden 2:0 (2:0)

Unter der Woche hatte ich es gerade noch geschafft, in der Hinrunde ein FCB-Heimspiel zu besuchen, am Wochenende stand dann mit dem letzten Kickers-Heimspiel im Kalenderjahr auch das erste Kickers-Heimspiel in der ersten „Saisonhälfte“ an, bemerkenswert jedenfalls, dass es auf der Waldau bis Weihnachten keine einzige Spielabsage gab, das hab ich schon ganz anders erlebt. Ansonsten ists natürlich etwas betrogen, denn die Rückrunde in der 3. Liga läuft ja schon, gefühlt ist die Hinrunde aber immer erst mit Weihnachten beendet. Auswärts war ich ja in der Hinrunde sogar zwei Mal bei den Kickers, ein Mal auf dem Weg nach Dortmund beim Debakel in Wiesbaden, das zweite Mal beim All-Around-Scheiße-außer-der-netten-Gesellschaft-Trip nach Darmstadt. Gegen ebendiese Wiesbadener ging es dann am Samstag, das 4:0 aus dem Hinspiel ließ nichts gutes vermuten.

Von AB aus gings direkt zu Hubert, von wo aus uns Bernd nach einem Willkommensdespé auf die Waldau kutschierte – Service deluxe, danke nochmal dafür! :) Bei nasskaltem Nieselwetter gings erstmal ganz tradtizionell zum mäßig besuchten Paule, dass bei dem Wetter kein Zuschauerrekord fällt war aber eh klar. Schaut man sich alleine die Heimbilanz an, dann würde man die Kickers nicht im Abstiegskampf vermuten, die eklatante Auswärtsschwäche sorgt allerdings dafür, dass die Blauen nicht unten raus kommen. Gegen Wiesbaden bestätigten die Kickers zum Glück die gute Heimform, die erste Halbzeit ging mit 2:0 verdient an die Kickers, auch wenn es beim Stand von 0:0 nach einem Konter auch zur Wehener Führung hätte kommen können. Ansonsten war von den Gästen im ersten Durchgang nicht so viel zu sehen. Nach einem Halbzeitabstecher zum Paule sahen wir Wehener, die kommen mussten und das auch taten, am Ende stand dann ein etwas glücklicher aber nicht unverdienter Kickers-Sieg. Mit dem ersten Saisonauswärtssieg am 22. Spieltag (!) bei Rot-Weiß Erfurt sind die Kickers dann in der kommenden Woche auch endlich mal von den Abstiegsplätzen gesprungen, im neuen Jahr gehts dann hoffentlich auch in der Fremde besser.

Für uns gings nach dem Spiel nach Kaltental zurück, wiederum kutschiert von Bernd. Nach Weihnachtssingen und Kinderbespaßung im Hause Hubert gings abends auf das Shantel-Konzert in den Wagenhallen. Sonntags stand dann noch ein ausgedehntes Weißwurstfrühstück an, ehe es wieder zurück in die Heimat ging. Schöner Ausflug mit erfolgreichem Ausgang, im neuen Jahr dann vielleicht mal mit Klettern anstatt Konzert, ansonsten aber jedenfalls wiederholbar. :)

Die roten Linien sind schon vorbereitet, es blieb aber beim Regen

Die roten Linien sind schon vorbereitet, es blieb aber beim Regen

Shake hands der Kapitäne

Shake hands der Kapitäne

Kickers-Huddle, Eintrittskarte Stuttgarter Kickers - SV Wehen Wiesbaden

1:0 für die Kickers, Eintrittskarte Stuttgarter Kickers - SV Wehen Wiesbaden

Die Sonne kam auch mal kurz raus

Die Sonne kam auch mal kurz raus

Ansonsten aber eher dunkle Wolken

Ansonsten aber eher dunkle Wolken

Eintrittskarte Stuttgarter Kickers - SV Wehen Wiesbaden, Front

Eintrittskarte Stuttgarter Kickers - SV Wehen Wiesbaden, Back

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