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Privates Blog von Roland Kübert

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Schlagwort: Wort der Woche (Seite 1 von 12)

Wort der Woche, Kalenderwoche 46/2011: Stalldrang

Stalldrang ist ein Begriff aus dem Reitsport; ein Pferd mit Stalldrang zieht es zum heimischen Stall, es lässt sich teilweise schwer vom Hof reiten und mit wieder zunehmender Nähe will es auch immer schneller zum Stall zurück.

Ich kam zufällig über leo.org auf das Wort, wobei ich eigentlich die englische Übersetzung für „senile Bettflucht“ (senile insomnia) gesucht hatte.

Wort der Woche, Kalenderwoche 42/2010: Raufhandel

Erst nach dem Spiel, das die Bayern 2:1 gewannen, durften die 59 Anhänger die Polizeiwache wieder verlassen und wurden bis zur Grenze begleitet. Einige müssen nach Schweizer Recht mit Anzeigen wegen „Raufhandel und Landfriedensbruch“ rechnen. Mittlerweile, so sagt der Basler Polizeisprecher, habe man aufgrund von Videos, die bei dem Einsatz gedreht wurden, auch Gewalttäter aus den Reihen der Basler identifizieren können. Auch sie werden angezeigt.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Raufhandel ist der früher verwendete Begriff für die heutige „Beteiligung an einer Schlägerei„, einen Tatbestand des deutschen Strafrechts. Wie man sieht ist der Ausdruck in der Schweiz wohl noch geläufiger.

Wort der Woche, Kalenderwoche 41/2010: dölmern

Ich lerne ja immer gerne von Axel Axeltenschert und so bin ich momentan dabei, dem schönen Wort dölmern auch im süddeutschen Sprachraum mehr Bekanntheit zu verschaffen. Kann auch daran liegen, dass dölmern so viel wie „Quatsch machen“ heißt und ich ja immer gerne am rumdölmern bin. ;)

Wenn Kinder in Ostwestfalen spielen, heißt das kalbern, da ist das Herumalbern schon mit drin. Machen sie Quatsch dölmern sie und sind analog Dölmer.
(Quelle: Wiktionary)

Wort der Woche, Kalenderwoche 40/2010: Sybarit

Sybaris war eine griechische Stadt am Golf von Tarent. Der prächtige und luxuriöse Lebensstil der Einwohner – „Sybariten“ war schon im antiken Griechenland sprichwörtlich und heute ist Sybaritismus ein Synonym für Völlerei und Genusssucht, Sybarit bezeichnet einen dem Luxus ergebenen Weichling (Quelle: Wikipedia.de).

»Ach, Wolkow, seien Sie willkommen!« sagte Ilja Iljitsch.
»Willkommen, Oblomow«, antwortete der elegante Herr, indem er auf ihn zutrat.
»Nicht zu nahe, nicht zu nahe, Sie kommen aus der Kälte«, sagte Oblomow.
»O Sie Weichling, Sie Sybarit!« sagte Wolkow (…).
(Ivan A. Gontscharow, Oblomow, S.22)

Wort der Woche, Kalenderwoche 39/2010: Ehrpusseligkeit

Er begann an der hintersten Reihe, rückte methodisch von Reihe zu Reihe weiter, wobei er vor jedem Stuhl stehenblieb, ob er besetzt war oder nicht, und las das Namensschild auf der Lehne.
Nur einer oder zwei von den lang ausgestreckten Passagieren sprachen mit ihm, das heißt, sie äußerten einen von den üblichen banalen Scherzen, wie es Erwachsene of an sich haben, wenn sie einen zielbewußten zehnjährigen Jungen sehen, der den ihm gehörenden Liegestuhl sucht. Daß er jung und zielbewußt war, schien offensichtlich genug, doch vielleicht fehlte seinem allgemeinen Verhalten (entweder gänzlich oder wenigstens zum größten Teil) jene gewisse Ehrpusseligkeit, die manche Erwachsene leicht dazu verführt, Kindern ein paar Worte hinzuwerfen.
(Quelle: J.D. Salinger – Teddy (aus „Neun Erzählungen„)).

Ehrpusseligkeit ist ein spöttischer Ausdruck für „spießbürgerliches Bedachtsein auf seine Ehre„.

Wort der Woche, Kalenderwoche 22/2010: Respektable Persönlichkeit

Zum Glück ist doch nicht Zensursula, aber auch die wäre bestimme eine respektable Persönlichkeit, wie Gauck und Wulff – Polit-Talkshows sind ja ein ganz schöner Kram, kann man sich kaum anschauen…

Wort der Woche, Kalenderwoche 09/2010: Schissmelle

Schissmelle ist die gerade auch im Leiderer Dialekt verbreitete Bezeichnung für den Weißen Gänsefuß.

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